Ausländerflut in Österreichs Gefängnissen hält an

10. Juni 2012 - 11:34
Bild: 
Zu viele Ausländer belegen Österreichs Gefängnisse.
Foto: plani / Wikimedia

Bereiche 

Justiz

Wieder einmal belegen es Zahlen des zuständigen Justizministeriums schwarz auf weiß: Mehr als 45 Prozent der Strafgefangenen und rund 64 Prozent der Untersuchungshäftlinge sind Ausländer. Dies zeigt ein nachhaltiges Missverhältnis zum Anteil der Ausländer in Österreich und deren Präsenz in den heimischen Justizanstalten. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage des FPK-Abgeordneten Martin Strutz hervor.

Fast 4.000 ausländische Strafgefangene

Mit Stichtag 1. März 2012 befanden sich 7.994 Personen im Gefängnis, davon befanden 6.234 in Strafhaft und 1.759 in Untersuchungshaft. Von den Strafhäftlingen hatten zu diesem Zeitpunkt 2.840 Personen keine österreichische Staatsbürgerschaft, das sind 45,6 Prozent. Bei den 1.759 Untersuchungshäftlingen ist das Verhältnis noch eindeutiger, dort sind ganze 64 Prozent Personen ohne österreichischen Pass. Addiert man die Zahlen, kommt man auf einen Anteil von 49,6 Prozent ausländischer Häftlingen. Ein Hafttag kostet die heimischen Steuerzahler rund 100 Euro, sodass man mit täglichen Kosten von 396.000 Euro durch die Haft ausländischer Häftlinge kalkulieren muss.

„Haft in der Heimat“ soll laut Karl Verbesserungen bringen

Aufgeschreckt durch das Missverhältnis zwischen In- und Ausländern, verspricht Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP), dafür zu sorgen, dass ausländische Straftäter in ihre Heimatländer rückgeführt werden. Dies ist aber nur innerhalb der Europäischen Union grundsätzlich möglich. Mit anderen Staaten gestaltet es sich schwierig, und genau aus diesem Bereich kommt ein Großteil der ausländischen Häftlinge. Und auch auf EU-Ebene gibt es noch manche Hürden. Zwar wurde vom EU-Justizministerrat bereits 2008 ein sogenannter „Haft in der Heimat“-Beschluss gefasst, diesen haben allerdings noch nicht alle Mitgliedstaaten eumgesetzt.

Kurztitel: 
64 % Ausländer in der Untersuchungshaft
Spende für Unzensuriert
 

Kommentare

Bild des Benutzers der faule Willi

... die auch die "Passösterreicher" mit Migrationshintergrund einschließt?
Weigert man sich im Justizministerium womöglich, diese (dort mit Sicherheit bekannten) Zahlen freizugeben?
Oder hat man sie - politisch korrekt - gar nicht erst erhoben?
Was ist mit straffällig gewordenen Migranten, die nach einem Migrationsbonus-Streichel-Urteil wieder auf freiem Fuß sind?
Was ist mit straffällig gewordenen sogenannten "minderjährigen" Asylwerbern?
Was ist mit Diebesbanden aus dem südöstlichen Europa?
Was ist mit Asylbetrügern?
Was ist mit der sog. "Asylconnection"? (nach gleichnamigem Buch von Mag. Hermann Winkler)
Was ist mit ...
Nach eigenen Informationen selber ergänzen!

3
0

dfW

Wenn diese Leute Haftbedingungen wie in ihrer Heimat hätten, wären die Gefängnisse gefürchtet. So ist es für Viele ein Sanatorium, wo es neue Zähne, Brillen, Operationen und Kuren gibt – alles in Vollpension. Für nette Freizeitbeschäftigung ist auch gesorgt.
Was wir brauchen ist eine ordentliche Justiz! Wir machen uns sonst allmählich lächerlich.

2
0

Mir sind andere Zahlen bekannt, erweitert man es auf Migrationshintergrund, so sind es gute 2/3 die unsere Gefängnisse bevölkern.

6
0

Neuen Kommentar schreiben

Beim Verfassen von Kommentaren sind folgende Regeln zu beachten:
  1. Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
  2. In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
  3. Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
  4. Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.
Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind, um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Füllen sie das Feld aus.