Erbschleicher – Hochstapler – Kinderschänder?

9. Juni 2012 - 13:36
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Die Medien sind weiter hinter Martin Graf her.
Foto: Unzensuriert.at

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Medien

Der Grüne Karl Öllinger setzte gestern mit Vorwürfen über ein angebliches Bananen-Kühlschiff den an Skurrilität kaum überbietbaren vorläufigen Schlusspunkt in der Stiftungs-Diskussion. Der in finanziellen Dingen offenbar völlig unbeleckte Sozialsprecher der Grünen wollte den Medien die Beteiligung an einem Flottenfonds wohl besonders „deppensicher“ erklären. Um die Kampagne gegen den Dritten Nationalratspräsidenten nicht in der Lächerlichkeit versickern zu lassen, zündete nun die Kronen Zeitung die nächste Rakete. Graf habe sich auf der Liste zur Nationalratswahl 1994 als Rechtsanwalt ausgegeben, der er nicht war.

Tatsächlich war Graf nie Rechtsanwalt und habe dies auch nie behauptet, wie er klar machte. In allen seinen Lebensläufen – etwa auf der Webseite des Parlaments, auf seiner eigenen Webseite oder sogar in dem von ihm kaum beeinflussbaren Online-Lexikon Wikipedia – scheint er von 1992 bis 2002 als Rechtsanwaltsanwärter auf. Und diesen Beruf will Graf auch bei allen Wahlen in diesen Zeitraum angegeben haben. Der Fehler sei nicht ihm unterlaufen, sondern jemand anderem bei der Listenerstellung oder -veröffentlichung.

Medien bekämpfen ihren Gegner FPÖ

Vermutlich werden die Unterlagen gefunden und Grafs Unschuld beweisen, doch es lohnt sich nicht allzu sehr, in der Sache zu argumentieren, denn es geht den Medien nicht um die Verteidigung der Standesehre der Rechtsanwälte, sondern lediglich um die Vernichtung des politischen Gegners. Des eigenen und des Gegners der Regierungsparteien, die mit Inseraten-Millionen die ideologische Positionierung der meisten Journalisten absichern und zusätzlich eine finanzielle Abhängigkeit aufbauen.

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl zieht den naheliegenden Vergleich zu Bundeskanzler Werner Faymann: „Martin Graf hat einen Lebenslauf, der seine beruflichen Stationen genau dokumentiert, und er hat diesen völlig korrekt dem Parlament übermittelt, auf dessen Webseite er abrufbar ist. Werner Faymann speist die Bevölkerung hingegen seit Jahren mit einem Lebenslauf ab, der löchrig ist wie Schweizer Käse und in dem volle sieben Jahre fehlen", so Kickl. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund interessant, dass Faymann auch in den anderen Jahren seiner vorpolitischen Ära nichts Bemerkenswertes geleistet habe. Offenbar wolle Faymann hier bewusst Dinge verheimlichen, die für einen Bundeskanzler nicht statthaft sind.

Kommt Kinderschänder, Terrorist oder Bankräuber?

Selbstredend interessiert das die Medien nicht, und auch der Hinweis darauf, den Kickl in einem Interview für das Ö1-Mittagsjournal gab, wurde natürlich herausgeschnitten. Kickl erwartet noch mehr: „Ich bin schon gespannt, welche Enthüllungen über Martin Graf morgen die Titelblätter der heimischen Zeitungen füllen werden. Kommt nach dem Erbschleicher und dem Hochstapler jetzt noch der Kinderschänder? Oder der Terrorist? Oder Bankräuber?"

Graf in Umfragen unantastbar

Dennoch wirkt die Kampagne nicht mehr so richtig. Der Kurier ist die dritte Zeitung, die den Dritten Nationalratspräsidenten zur Abstimmung durch die Leser freigibt, zur Sicherheit eingebettet in einen Artikel über Burschenschaften, in dem der "doppelte Scharlatan" Andreas Peham alias (Dr.) Heribert Schiedel zu Wort kommt.. Zum dritten Mal – nach der Kronen Zeitung und Heute – scheint die Sache daneben zu gehen. Aktuell steht es 50 zu 50. Graf weiß also einen wesentlich höheren Prozentsatz hinter sich als sich bei Umfragen zur FPÖ bekennt.

Kurztitel: 
Neuer Vorwurf: Graf ein Hochstapler?
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Kommentare

Im Interesse aller Korporationen hoffe ich, dass es wirklich nur eine Kampagne gegen Martin Graf gibt und keine Tatsachen. Dennoch wären dann einige Gesten nötig.
Eines gefällt mir aber nicht an ihm: der Ausschluss der Fussballerin vom FC Hellas Kagran. Dass Weiber mit einem Mann nicht einverstanden sind ist normal - da muss man sie schon protestieren lassen. Gewalt gegen Frauen kommt  nicht gut - egal was sie sagen. Oder war da wieder was anders als in den Medien dargestellt?
 

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Ganz ehrlich , hat jemand der seine Wahlvorschläge nicht mal lesen kann wirklich was im Nationalratspräsidium zu suchen? Nein ! Es gehört in der Regierung mal ordentlich durchgeputzt und das egal ob bei blau, rot, schwarz oder grün. Die Wähler haben das Vertrauen in die Regierung schon längst verloren und der Herr Graf ist leider auch so ein schwarzes - ähm, dunkelblaues Schäfchen.
Und zu der alten Dame Meschar. Ehrlich, es hat schon einen sehr bitteren moralischen Beigeschmack einer alten Dame das Geld abzuknöpfen. Egal was da raus kommt.

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Über eine lächerliche Figur wie Öllinger braucht man kein weiteres Wort verlieren.
Dass Graf allerdings ZWEIMAL bei Wahlen laut Liste als "Rechtsanwalt" antrat, und er davon nichts bemerkt haben will, ist schon recht seltsam. Ich denke eher, man hat diesen "Irrtum", selbst wenn er von Dritten begangen wurde, durchaus bemerkt und dann einfach billigend in Kauf genommen."Rechtsanwalt" macht schließlich mehr her, als "Rechtsanwaltsanwärter" (eine in der Tat lächerliche Berufsbezeichnung). Dass man an Graf weiterhin festhält, fußt einerseits auf einem affektiven "Jetzt erst recht"-Denken und andererseits wohl auch darauf, dass man einen wie Graf, der zuviel von der Partei weiß, nicht einfach so fallen lassen kann.
 

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... sollte massivst gegen diese widerlichste und gleichzeitig skurrilste Hetze auf die Barrikaden steigen! Da vegetieren Tausende Österreicher unter der Armutsgrenze dahin, der EURO geht den Bach runter, Erdbeben, Flugzeugabstürze, Hochwasser, etc. und die Medien nötigen die Bevölkerung mit Papierln aus 1994 .  Macht alle eurem Unmut mit emails, postings oder sonstigem freien Lauf. Und spätestens bei der nächsten Wahl sollte es eine saftige Abreibung gebe für den gutmenschlich durchsetzten rot-schwarz Filz geben. Ich habe fertig....

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hatte Herr Dr. Graf noch keinen tödlichen Autounfall.
 
Das wäre schlimmer als die Hetzkampagne.

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verkommen in der Lächerlichkeit.
 
Wem interessiert es denn, ob Herr Dr. Graf Rechtsanwalt ist oder Anwärter.
 
Einfach nur peinlich. Vielleicht auch schon kriminell. Für mich ist das mehr als Rufmord.

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Nun so lautet ein Beschluss, dass Dr. Graf gehen muss! Er ist vermutlich einer, der noch nie in Israel war und daher massivste Nachteile zu erwarten hatte! Partei hin oder her..heute hat der Herr Jeannee gesprochen und der fühlt sich sicher als Nachfolger von den Meinungsmachern,die es an manchen Tagen unkontrolliert tun durfen! heute war nicht sein Tag und die Kontrollore samt dem Niki Lauda,den er auch nur nach Bedarf abwatschen oder beglückwünschen darf, waren nicht zur Stelle! Journalist muss wirklich ein schrecklicher Beruf sein und ich beneide ihn nicht!

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wenn er kann RA ist warum steht es auf seine Homepage dass es einer ist ???????
wenn ich sowas tun würde...sitzte ich hinter schwedische Gardinen

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Bild des Benutzers der faule Willi

zuerst einmal sind immer die anderen schuld. etwas, dass man in gehäuften maße von "politikern" des rechten lagers hört. ob grasser, rumpold, scheuch, ... - immer ist die linkslinke medienhatz  an den  fehlern schuld, die sie in erfüllung ihrer aufgabe - nämlich eben diese fehler aufzuzeigen und anzusprechen - aufzeigen.
statt sich der realität zu stellen (nicht wahr hr. "rechtsanwalt" graf) wird auf andere hingeschlagen.
ich wünsche allen gläubigen dieser denkweise weiterhin viel spass beim  suhlen im eigenen sumpf!

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