Deutsche Politiker basteln am EU-Superstaat

26. Juni 2012 - 9:50
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Im EU-"Superstaat" werden die Staaten immer weiter entmachtet.
Foto: Alina Zienowicz / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Der Umbau Europas in einen Staat nach Vorbild der USA, der die nationalen Parlamente vollends entmachten würde, wird nicht nur von den österreichischen Machthabern unterstützt. Die Idee, die EU durch Gouverneure und einen direkt gewählten Präsidenten führen zu lassen und die nationale Demokratie effektiv auszuhebeln, unterstützen nicht nur Maria Fekter und Michael Spindelegger von der ÖVP, sondern auch die Außenminister neun anderer "integrationsfreundlicher" EU-Staaten wie Deutschland und die Niederlande, aber auch potentielle Nutznießer der erweiterten Finanzrechte wie Portugal und Spanien.

Dieser Zusammenschluss der Außenminister, die zuvor durch den Lissabon-Vertrag einer Machtposition beraubt wurden, nennt sich optimistisch "Zukunftsgruppe". Tatsächlich könnten ihre Entscheidungen über zukünftigen Gedeih oder Verderb entscheiden. Gegründet auf Initiative des deutschen Außenministers Westerwelle wurden offensichtliche Störenfriede wie Großbritannien nicht in die Gruppe eingeladen, wie die FAZ darlegt. Die deutsche Vormachtsstellung in der EU wird immer offensichtlicher.

Schäuble für deutschen Souveränitätsverlust

Ein weiterer Verfechter der Stärkung der Europäischen Union ist der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble. Er stellt sich sogar ein Modell vor, das besonders für Deutschland einen Verlust der Souveränität bedeuten würde: Das seit Ende des Zweiten Weltkriegs bestehende deutsche Grundgesetz könnte, wenn es nach ihm geht, endlich in eine ordentliche (vom Volk beschlossene) Verfassung überführt werden - unter der Bedingung, dass darin mehr Kompetenzen "in wichtigen Politikbereichen" nach Brüssel verlagert werden, ohne dass das nationale Parlament diese Entscheidungen blockieren kann. Der ESM soll in einen europäischen Währungsfonds ungewandelt werden, und auch ein EU-weiter Finanzminister soll eingesetzt werden, der über das Budget jedes Staates frei bestimmen können soll, wie die Welt berichtet.

Mölzer warnt vor zu viel Zentralismus

In diesen Zeiten des Umbruches - Schäuble betonte, dass die Umstrukturierung der EU "schneller kommen könnte, als ich es noch vor wenigen Monaten gedacht hätte" - ist es besonders wichtig, die Stimmen der Vernunft nicht untergehen zu lassen. So erinnert beispielsweise der freiheitliche Europaparlamentarier Mölzer, es sei gerade der Zentralismus gewesen, der die Europäische Union in die Krise geführt habe. Die von der "Zukunftsgruppe" geschmiedeten Pläne, die Währungsunion irreversibel zu machen, bezeichnete er als "gefährliche Drohung für die EU-Nettozahler wie Österreich oder Deutschland".

Kurztitel: 
Deutschland will EU-Superstaat
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Kommentare

Hinter dem Drang der Politiker immer größere Wirtschaftseinheiten zu schaffen, stehen super-reiche Globalisten, welche sich über den Diebstahl der Geldschöpfung, das Zentralbankensystem und die Privatisierung der Nationalstaaten, zu totalitären Herrschern über die Völker gemacht haben. Doch aufgrund der globalen Hubbertklippe wird das Zeitalter der Industriestaaten und des Fiatgelds sehr bald (2013-2015) für immer zu Ende gehen. Direkt vor uns liegt der Kollaps des Industriezeitalters, welches nur bei exponentiellem Wachstum möglich ist. Überleben werden diese große Korrektur nicht die viel zu komplexen globalisierten Syteme, sondern relokalisierte überschaubare Kollektive. Nur die wenigsten Ökonomen können sich heute vorstellen wie rasch die uns gewohnte Welt des Wachstums und Konsums nach dem Eintritt der Hubbertklippe für immer Vergangenheit sein wird.

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Bild des Benutzers der faule Willi

... Ron Hubbard? und seine postulierte "Klippe"?

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dfW

'Die Deutschen' sind mit Sicherheit nicht dafür.
Es ist halt so, dass man schwer arbeiten muss un nicht immer das erreicht was man will. Die Bürger erhalten eine Kündigung wenn sie sich verweigern und sollen 'Die Politiker' auch noch bezahlen. Das ganze nennt sich Steuer.
Es ist ein Irrwitz, eine so heterogene Bevölkerung der Länder der EU / des Euro analog den USA abzubilden. Es gibt schließlich Verfassungen, die diese permantente Abgaben von Rechten an die EU nicht erlauben. Solln die gleich mit geschliffen werden? Unsere Heterogenität ist ein Vorteil und nur ein mal ein Nachteil. Das aber, weil wir eine Nibelungentreue zu Griechenland aufgeschwatzt bekommen haben die uns täglich teurer kommt. Die Beträge sind doch ein Irrsinn. Das
Wenn es nicht geht wie die EU jetzt aufgestellt ist muss man halt auch mal darüber nachdenken, ob es nicht besser ist, einen Schritt zurück zu gehen. Eine echte Alternative...

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Bild des Benutzers der faule Willi

... Konferenz werden schon die entsprechenden Befehle ausgegeben worden sein.
Den NWO-Weltmacht-Mafiosi wird schön langsam die Zeit knapp, weil sie derart massiv auf die Etablierung der EUdSSR-Diktatur drängen.
Ist aber irgendwie erklärbar, denn die Granden der NWO-W-M sind allesamt gegen bzw. über 90 Jahre alt. Wollen sie die Errichtung ihrer "Neuen-Welt-Ordnung" noch selber erleben, müssen sie Druck machen!
Die Namen dieser Leute müßt ihr bitte selber gugln, es wäre politisch höchst unkorrekt, sie hier anzuführen ...

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dfW

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