Israelisch-russische Krisengespräche: Entsteht anti-islamische Allianz?

25. Juni 2012 - 16:04
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Benjamin Netanjahu befürchtet eine Einkreisung Israels.
Foto: US State Dept. / Wikimedia

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Naher Osten

Heute werden der russische Präsident Wladimir Putin und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu aufeinandertreffen. Besprochen werden soll die Ausbreitung islamistischer Strömungen im Nahen Osten. Der Arabische Frühling brachte in Libyen und Ägypten die radikalislamischen Muslimbrüder an die Macht. In Syrien ist nach einem Sturz Baschar al-Assads dasselbe zu befürchten.

Expansionismus der Bruderschaft

Gaslieferungen und das Atomprogramm stehen auf der Agenda des heutigen Treffens zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Diese Themen werden jedoch von der Ausbreitung der Muslimbruderschaft überschattet werden. In Libyen und Ägypten ist es der radikalislamischen Bewegung gelungen, die Macht an sich zu reißen. Mittelfristig könnte sich dieser Machtgewinn zur größten Bedrohung für Sicherheit und Frieden im Nahen Osten entwickeln. Sollte der syrische Präsident Baschar al-Assad gestürzt werden, droht das Ende seines Regimes ebenfalls in eine Machtübernahme der Muslimbrüder zu münden. Das säkulare Königreich Jordanien wäre eingekreist. Analysten zufolge würde es sich lediglich um eine Frage - kurzer - Zeit handeln, ehe das Land ebenfalls dem Fundamentalismus anheim fallen würde.

Islamisierung des Kaukasus

Für Russland und Israel gehen von den gegenwärtigen Strömungen nicht zu vernachlässigende Sicherheitsrisiken aus. Der israelische Staat könnte sich schon in Kürze von feindlich gesinnten Ländern umringt sehen. Es muss angenommen werden, dass sich der Islamismus nicht auf die nähere Region beschränken wird. Russland sieht sich seit Jahren mit terroristischen Gefahren konfrontiert, die in erster Linie vom muslimischen Volksstamm der Tschetschenen ausgehen. Extremisten würden sich durch ein weiteres Erstarken und eine endgültige Manifestierung des Islam beflügelt fühlen. Im Kaukasus könnte ein Flächenbrand ausbrechen. US-Präsident Barack Obama scheint von derartigen Bedenken nichts wissen zu wollen. Während seine russischen und israelischen Kollegen von „extremistischen und expansionistischen“ Kräften sprechen, hält Obama die Muslimbrüder für „moderat“.

Obamas Syrien

Wie informierte israelische Quellen berichten, versucht Washington Putin für ein neues Syrien-Modell zu gewinnen. Der bisherige Vizepräsident Sunnit Farouk al-Sharaa solle Assad als syrischer Machthaber nachfolgen – allerdings nicht allein: Er soll sich, geht es nach dem Willen der USA, die Macht mit General Shawqat Asif teilen müssen. Assad solle sich anschließend nach Moskau ins Exil zurückziehen.

Kurztitel: 
Israel und Russland: Krisengespräche
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Kommentare

wie Putin mit Netanjahu verfahren wird, wo Moskau ja genauestens darüber informiert ist, daß die Syrischen Rebellen u.a. aus Al-Kaida-Terroristen bestehen und von Israel und der NATO ausgerüstet und aufgebaut werden!
Ob Putin das Spiel USraels und seiner EUdSSR-Heloten zur totalen Destabilisierung aller stabilen Länder in der Region (Irak, Lybien, Ägypten, Syrien, Iran) mitzuspielen bereit ist, um so dem radikalen Islam den Aufstieg zu bereiten, um anschließend in einem Großkrieg alles in Schutt und Asche legen zu können und Israel damit die Vorherrschaft in der Region zu sichern, wage ich zu bezweifeln! Es hat zwar beim Zweiten Weltkrieg funktioniert, aber heutzutage kann Rußland und China die globalistischen Kriegstreiber mit Atombomben abschrecken und sie verfügen über eine beträchtliche eigene Rohstoffbasis und sind somit auch von dieser Seite besser aufgestellt als Deutschland es war.

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Ich kann es auch nicht glauben,dass er "mitspielt"! Wenn doch,dann ist jegliche Hoffnung dahin! Außerdem! Er lebt noch - das ist kein gutes Zeichen!

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