Helmut Schmidt: Kein Vorrang für deutsche Interessen

3. Juli 2012 - 19:00
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Helmut Schmidt räumt deutschen Interessen keinen Vorrang ein.
Foto: Nvpswtizerland / wikimedia (CC BY-SA 3.0)

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Euro

Der deutsche Altbundeskanzler Helmut Schmidt hielt anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Atlantikbrücke eine Rede in Berlin. Dabei fand er lobende Worte für die Politik Angela Merkels. Deutsche müssten „Entschlusskraft und Opferbereitschaft“ zur Überwindung der Eurokrise zeigen. Deutschland habe die im Grundgesetz verankerte Pflicht, an der Integration Europas mitzuwirken. Den Interessen seines Landes sei dabei keinerlei Vorrang einzuräumen.

In Zwietracht geeint?

Helmut Schmidt und Angela Merkel pflegten bis gestern kein inniges Verhältnis. Schmidt warf der regierenden Kanzlerin manches vor. Sie weise einen „Hang wilhelminischer Großspurigkeit auf“. Ein Andermal kommentierte der 93-jährige Kettenraucher ihre Politik als zum „Schieflachen“. Wohl auch deshalb werden die Teilnehmer an der Festveranstaltung zum 60. Gründungstag der Atlantikbrücke überrascht gewesen sein. Der ansonsten kühle Schmidt wirkte beinahe rührselig: Während seiner Rede, die er letztes Jahr beim Parteitag der SPD gehalten hat, habe er mehrmals an Merkel gedacht.

Denn ich habe damals, liebe Frau Bundeskanzlerin, immer auch an Sie und auch Ihre schwerwiegenden Aufgaben gedacht. Wenn Sie gegenwärtig die Hilfe der Opposition benötigen, so wird auch Ihr bemerkenswertes taktisches Geschick zu den Lösungen beitragen.

Schmidt streute Merkel politische und rhetorische Rosenblätter. Für sein Engagement um gutes Einvernehmen zwischen den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik durfte er dann auch einen Orden – verliehen durch die Kanzlerin – entgegennehmen. Der Altbundeskanzler hatte zu den Gründern der Atlantikbrücke gehört, die sich nach den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges ebenjene Verständigung zum Ziel gesetzt hatte.

Kein Vorrang für deutsche Interessen

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat bisher davon Abstand genommen, den Europäischen Stabilitätsmechanismus zu ratifizieren. Er wolle zuerst die Entscheidung des Karlsruher Verfassungsgerichtshofes abwarten. Schmidt kritisierte diese Haltung:

Man muss sein Herz über die Hürde werfen. Das gilt ganz gewiss auch für uns Deutsche und ganz gewiss auch für das Bundesverfassungsgericht.

Es sei die im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verankerte Pflicht, die Integration der Europäischen Union voranzutreiben. „Von einem Vorrang deutschen Interesses ist dort keine Rede“, bekannte Schmidt.

Kurztitel: 
ESM: Schmidt gegen Deutschland
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Kommentare

...haben leicht reden! Sie pressen das Volk aus, treten es mit Füßen, verraten dessen Interessen und meinen dann in salbungsvollen Worten, wie wir uns zu verhalten haben: arbeiten, zahlen, entbehren und....schweigen.
Und was macht das Volk?
Es arbeitet (für die Anderen), zahlt (für die Anderen), entbehrt (für die Anderen) und....schweigt.

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Bild des Benutzers der faule Willi

gottverdammten A... bei der nächsten Wahl trotz allem wieder ...

Offenbar verdient es das Volk, derart behandelt zu werden ...

... oder werden bei uns die Wahlen auch manipuliert? Die knappen Ergebnisse der letzten Wahlen erwecken Spekulationen ...?!?
Ich bin ja sooo neugierig auf die nächsten Wahlen 2013 ...

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dfW

Hebt alle euer Geld von den Bancken ab,und seht zu das ihr so wenig wie möglich Steuern bezahlen müßt. (Wege dazu giebt es) Und ihr werdet sehen wie schnell euch diese Archlöcher hinten rein krichen.

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Bild des Benutzers der faule Willi

... ach verdammt, ich hab ja gar kein Geld ... nur Schulden :-(((

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dfW

An Herrn Schmidt im Raum der Zeit,
mit Sorge und in Dankbarkeit :
An den Deutschen Bundestag
zum Nationentodvertrag :
An den Deutschen Bundesrat
zum geplanten Volksverrat :
An Herrn Bundespräsident,
der Zusammenhänge kennt :
An das Grundgesetzgericht,
das sein eig’nes Urteil spricht :
An die Deutsche Medienzunft
als Hüterin der Volksvernunft :
Noch ist es Zeit für tätige Reue,
nicht aus Kalkül, sondern geistiger Treue.
Wenn erst der Zeiger der Uhr oben steht,
ist es für Rücktritt leider zu spät.

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Besser konnten die Empfänger der Nachricht nicht angesprochen werden - geistigen Glückwunsch!!!
Nur der "Inhalt des Briefes" tut weh, sehr weh, denn die Zeit ist bereits abgelaufen. Unser
Land steht am Abgrund. Ich wünschte von ganzem Herzen, ich könnte etwas anderes sagen!

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Es tut weh, richtig weh, auf einer Ausländischen Nachrichten seite solche Berichte Lesen zu müssen, selbst wenn es dabei unsere (zumindest von mir) geschätzten Österreichischen Brüder (und Schwestern) sind.
Warum tut es weh? Weil ich nirgendwo bei unseren 'Unabhängigen' und 'Überparteilichen' Nachrichtenagenturen einen Bericht darüber Lesen konnte -ich wusste nichteinmal das Hr. Schmidt eine solche Rede gehalten hatt.
Es ist traurig mit anzusehen was in meinem Land passiert. Dennoch, lange wird sich das nicht mehr halten. Weg mit unserer Regierung die unsere LändER in den Abgrund zieht, die die Interessen Ihrer Bevölkerung Ignoriert und die Regeln biegt bis zum brechen.
Wir sind Legion
Denn wir sind viele
Wir vergeben nicht
Wir vergessen nicht
Erwartet uns!

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8 Denn er hatte zu ihm gesagt: Fahre aus, du unreiner Geist, von dem Menschen! 9 Und er fragte ihn: Wie heißt du? Und er sprach: Legion heiße ich; denn wir sind viele.

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Bild des Benutzers der faule Willi

ob eine neue technische Errungenschaft am Markt ist, mit der man die Leute manipulieren kann.
 
Oder ist es doch nur Egoismus und Menschenverachtung, die hinter all den unverständlichen und hinterfotzigen Handlungen stecken.

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