Frank Stronach: ESM führt uns in die Pleite
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Foto: Emdee / Wikimedia
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EuroFrank Stronach setzt sich für ein Europa ohne den Europäischen Stabilitätsmechanismus ein. Er wirft in diesem Zusammenhang die Frage auf, wann Österreich denn pleite gehen werde. Der Milliardär kritisiert die Aushebelung der Budgethoheit des Parlamentes. Die Vorgangsweise des Parlaments selbst hält er für eine „Nacht. und Nebelaktion“.
Entmachtung des Wählers
Der Europäische Stabilitätsmechanismus - kurz ESM - wird seinen Sitz in Luxemburg haben. Das Finanzinstrument soll als Startkapital über Finanzmittel im Ausmaß von 700 Milliarden Euro verfügen. Doch dabei wird es nicht bleiben. Es besteht eine „unwiderrufliche und uneingeschränkte“ Nachschusspflicht, wie Frank Stronach kritisiert. Zahlungsfähige Länder hätten fortan für nichtzahlungsfähige einzustehen. „Kein Wunder, dass die Bürger kaum informiert werden und schon gar nicht in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden!“, kritisiert Stronach das Verhalten von SPÖ, ÖVP und Grünen. Tatsächlich wird sich das Plenum des Nationalrates heute – gegen den Widerstand von FPÖ und BZÖ - mit der Zustimmung zu diesem Vertragswerk selbst weitgehend entmachten. Im Endeffekt auch den Wähler. Die abgetretenen Kompetenzen werden an den Gouverneursrat des ESM übergehen.
Haftungsgemeinschaft widerspricht Naturgesetzen
Der Austro-Kanadier und dessen „Frank Stronach Institut Für sozioökonomische Gerechtigkeit“ treten nun - such in in Zeitungs-Inseraten - für ein „starkes Europa“ ein. Für das Friedensprojekt Europa ist dem Institut zufolge nicht der Euro, sondern sozialer und wirtschaftlicher Wohlstand maßgeblich. „Es hat den Anschein, dass unsere Politiker gerade an jener Basis rütteln, die Europa nach dem Krieg so erfolgreich gemacht hat“, schreibt Stronach und geht näher auf die Bedeutung von Freihandel und Wettbewerb ein. Ohne Transferzahlungen müssten Griechenland, Portugal und Spanien ihre Strukturen reformieren. Dieser gesunde Druck wird durch die Installierung des ESM ausgesetzt, kritisiert Stronach. „Eine Haftungsgemeinschaft macht keinen ökonomischen Sinn. Das widerspricht Naturgesetzen!“, führt er weiter aus. Doch damit nicht genug. Der Europäische Stabilitätsmechanismus ist ein „totalitäres Machwerk“. Hinzukommt, dass in Schieflage geratene Länder die Mehrheit in der Institution haben. „Welche Entscheidungen kann man sich da erwarten?“, wirft der Milliardär in den Raum.
ORF verhindert, "dass Menschen die Wahrheit erfahren"
Stronachs Engagement schürt Spekulationen, der Geschäftsmann wolle eine eigene Partei gründen. Dazu nahm er gestern in der Zeit-im-Bild 2 Stellung, nachdem er einige Sendezeit für sich genutzt hatte, ohne Moderatorin Lou Lorenz-Dittlbacher die Gelegenheit zu geben, eine Frage zu stellen. Er bezeichnete den ORF dabei auch als Teil des Systems, das verhindere, "dass die Menschen die Wahrheit erfahren". Ob er eine neue Partei gründe, werde sich in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden, so Stronach.









Kommentare
@Brigatta, @Bin Online
Liebe Brigitta, ich kann bei Stronach einzig und allein nur die Sorge um Österreich erkennen. Da er in diesem Land nun lebt will er sicher sein, dass seine Zukunft auch eine schöne ist. In seinen Schreiben kann ich keine Ziele einer persönlichen Bereicherung oder persönliche Vorteile sich nehmende Worte erkennen. Geht es allen gut, geht es auch ihm gut. Sicher ist er ein kluger Kopf und ein großer Diplomat. Aber aus meiner Sicht geht es ihm wirklich um Österreich, Denn so wie er schreibe ich mir auch nur die Finger aus Sorge um Österreich wund. Und auch ich liebe Österreich. Auch wenn ich keine Kinder hätte, würde ich wahrscheinlich auch meinen Beitrag zum Erhalt unserer Kultur und unseren schwer erarbeiteten Wohlstand leisten wollen. Jetzt ohne mich auf die hohe Stufe von Herrn Stronach setzen zu wollen oder können, habe ich auf Grund meines Werdeganges auch eine größere Sichtweite. Abgelegte Scheuklappen.
mal anders sehen
Er lebt nicht nur in Ö, er ist wie ich in der Oststeiermark bei Weiz aufgewachsen.
Viele sollten sich über seinen Lebensweg erkundigen.
Als ich in der Schweiz etwas Geld gemacht hatte, bin ich in Graz elegant gekleidet in meinem damaligen Superwagen Austin 1800 herumgefahren: Da, schaut mal, wozu ich es gebracht habe ! Damals gab es diese englische, äusserst vornehme Wagentype noch gar nicht in Ö.
Ich verstehe ihn gut.
Bitte wie kann man
einen Austin 1800 als tolles Fahrzeug bezeichnen?
Weder sicherheitstechnisch noch verarbeitungsmäßig war dieses Fahrzeug zu empfehlen. Na gut, dafür hatten sie etwas, was Andere nicht hatten. Das ist natürlich auch Etwas.
@brigatta
Auch wie er seine Betriebe geführt hat, zeigt seinen wahren Charakter. Man muss nicht selbstlos sein, um einen Guten zu haben. Taktik und Geschick, die er in seinem Werdegang an den Tag legte, sind aber unverzichtbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Selbständigkeit.
Rätselhafter Stronach
Irgendwie kann ich Herrn Stronach nicht einordnen.
Sicher hat er Großes geleistet und einen faszinierenden Werdegang hinter sich aber was er zukünftig noch erreichen will, ist mir unklar.
Man kann über Stronach denken was man will -
nur für sein Alter hat dieser Mensch mehr Hirn und Wissen - als die 2,5 Parteien SP/VP - grün alle gemeinsam. Er sagt auch klar was auf österreichs Bürger zu kommen wird. Nur wird das ganze nichts nützen und Österreich schlittert in die Diktatur der EU.
Aber nur eines: " raunzen braucht dann niemand - oder meinen " ich war nie dafür " - denn diesen Schmäh kennt man schon länger - und die dafür Verantwortlichen haben sich längst aus dem Staub gemacht. Gute Beispiele haben wir ja schon - Mock-Klima-Ederer-Pröll-Schüssel usw. diese Liste der Namen ginge ins unermessliche.
Ist ja alles ganz lieb,was
Ist ja alles ganz lieb,was der Strohsack von sich gibt! Ich trau ihm nicht!! Zu lange unter Feinden gelebt,als dass man ihn nicht als umgedreht bezeichnen könnte! Sein Kugerl hat er nicht bekommen,mitten im Prölland! Warum kehren solche Leute heim? Dort zu wenig,da zu viel! Die fürs erste vernünftig klingenden Beiträge in der Krone kann er sich an den Hut stecken,er wird nur benützt um da wieder Trallala zu machen und den irgendwie existierenden Parteienkonnex zu zerschlagen. Es kann der Friedlichste nicht leben,wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt!
Stronach ist ein Mutbürger!
ja, mutig ist er!
Dieser Verat am Wähler, bedeutet einen Umsturz von oben!
Dieses gesamte EU-Konstrukt ist bisher als ein Einziger Verrat am Wähler nachweisbar, wo einige Versprechen und die Einführung des Euro, diesen bitteren Beigeschmack versüßen sollen. Die Liste der Lügen und der Ausbeutung wird immer länger. Jetzt kommt die Geldentwertung mit dem Abstieg des Euro noch dazu. Da brauch ich nimmer wissen, wie das weiterweitergeht
Stronach
Warum stärkt Stronach nicht die schon vorhandene ESM-kritische Partei FPÖ? Mal abwarten, was er vorhat. Bestenfalls könnte er, falls er mit einer neuen Partei im Parlament ist und Wort hält, zusammen mit der FPÖ und BZÖ (?) eine mit Sicherheit kommende Aufstockung des ESM für Österreich verhindern. Österreich sollte überhaupt aus dem Euro aussteigen. Die EU ist keine Demokratie und mit dem Euro will man die politische Union erzwingen.
Infos: www.eu-austritt.blogspot.com
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