Hankel: Euro-Crash könnte Befreiungsschlag sein
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Wilhelm Hankel, Interview, ESM, Euro, FPÖ, Budget, Brüssel, Demokratie, Fiskalpakt, Joseph Schumpeter, Volk, Island, Banken, Abwertung, Haircut, Griechenland, Konkurs
sagt der prominente Euro-Kritiker Wilhelm Hankel im Unzensuriert-Interview.
Foto: Unzensuriert.at
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EuroDer Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) polarisiert derzeit wie kein anderes Thema in der Politik. Die Regierungen bezeichnen ihn als einzige Lösung und "Brandlöscher". Es werden jedoch immer mehr Stimmen laut, die den ESM als Schuldenmechanismus und Ende der Demokratie sehen. So auch der renommierte deutsche Wirtschaftswissenschafter und Währungsexperte Wilhelm Hankel, der auf Einladung der FPÖ am öffentlichen Expertenhearing im Nationalrat teilgenommen hat. Im Unzensuriert-Interview erklärt Hankel, welche Fehler die EU mit dem ESM begeht und warum Europa jetzt zurück zu nationalen Währungen finden muss.
Was bedeutet der ESM für die Euroländer?
Hankel: Er bedeutet den Einstieg in einen Europastaat, der unter den harmlosen Titel "Wir wollen ja nur die Budgets korrigieren" daherkommt. Doch die Budgets sind nicht nur historisch das Herzstück der Demokratie, sie sind bis heute der Herzmuskel der Demokratie. Der Bürger muss entscheiden können, wie viel Steuern er zahlt, wofür und für wen, das ist und bleibt Demokratie und das kann man nicht nach Brüssel delegieren, denn dort sitzen Politiker, die nicht gewählt sind.
Was sind denn die Hauptfehler in der Konstruktion von ESM und Fiskalpakt?
Hankel: Es gibt zwei Hauptfehler. Es ist einmal die Entdemokratisierung, denn Demokratie kann nur in der eigenen Nation, zuhause sozusagen, praktiziert werden. Das kann man nicht vergemeinschaften. Zum Zweiten ist es die Aufhebung der nationalen Volkswirtschaften und ihrer Währungen. Einer der größten Ökonomen, ein Österreicher übrigens, Joseph Schumpeter, beginnt sein Buch mit dem Satz: "In der Währung zeigt sich alles, was in einem Volk wichtig ist, was ein Volk treibt und was ein Volk ist." Und das kann man nicht einfach auslöschen und durch ein europäisches Modell ersetzen das ohnehin am Reißbrett entworfen ist.
Das heißt, der Plan der EU, die europäische Einigung über die Währungsunion durchzuzuführen ist ein teurer?
Hankel: Ich würde sogar sagen es ist ein politischer Trick, um das zu umgehen was man zurecht fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, nämlich das Volk. Es ist der Plan, am Volk vorbei eine politische Union aufzubauen.
Würde die Euro-Welt zusammenbrechen, wenn man den ESM und den Fiskalpakt nicht sofort beschließen würde?
Hankel: Sie würde zusammenbrechen, aber vielleicht würde das ein Befreiungsschlag sein. Ich habe den Abgeordneten hier das Beispiel Island verdeutlicht. Alle Probleme, die auf Europa zukommen, alles was in Europa passieren kann und wird, ist bereits nach 2008 in Island passiert. Diese kleine Volkswirtschaft am Rande Europas hat einen Totalzusammenbruch aller Banken erlebt und in Folge dessen auch kurzfristig eine massive Zunahme der Arbeitslosigkeit. Dieses Land, weil es nicht im Euro ist und keine EU-Empfehlungen umsetzt, hat sich selbst saniert. Island steht heute mit 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum eigentlich besser da als jedes EU-Land. Auch die Anleihen Islands werden mit BBB wieder gehandelt, es hat also keineswegs seinen Kredit am Kapitalmarkt verloren, wie viele vorausgesagt haben. Was haben die Isländer gemacht? Sie haben die klassische Sanierung betrieben: Zuerst ließen sie ihre Banken in Konkurs gehen, dadurch war mal ein Großteil der Schulden weg. Sie haben die Sparer, sofern sie Isländer waren, voll aus dem Budget befriedigt. Sie haben die ausländischen Einleger zum Haircut gezwungen. Sie haben ihre Währung abgewertet, zuerst um 90 Prozent und dann wieder um 50 Prozent aufgewertet. Mit diesen Eckdaten sind sie 2009 in eine neue Island-Kronen-Rechnung gegangen und die Rechnung geht auf.
Das funktioniert aber nur außerhalb des Euro.
Hankel: Es kann nur außerhalb des Euros funktionieren, weil der Euro ja diese nationalen Hilfsmitteln, diese nationalen Strategien, unmöglich macht. Im Euro kann beispielsweise keiner abwerten. Man kann nicht den griechischen Euro zum deutschen Euro abwerten. Innerhalb des Euros kann keiner seinen Zins selbst bestimmen, das heißt er ist völlig angewiesen auf die Gemeinschaftsinstrumente, die in seinem Fall nicht greifen. Und er kann vor allen Dingen keinen Konkurs anmelden, auch das verbieten die Regeln der Währungsunion, übrigens meines Erachtens zu Unrecht. Warum soll nicht ein Land innerhalb der Eurozone Bankenkonkurse und Staatskonkurs zulassen? Aber das verbietet man ihnen auch in der Eurozone, sodass die Eurozone alles getan hat, um die Länder, die sich selbst helfen wollten, hinauszutreiben. Den Griechen wird irgendwann das isländische Beispiel einleuchten.
Lesen Sie morgen: Wilhelm Hankel zu Banken und Finanztransaktionssteuer









Kommentare
Und wer befreit uns von unseren Politikern?
EU hin oder her, solange wir solche Politiker haben, ändert sich gar nix. Geld wir verschleudert, ob wir in der EU sind oder auch nicht.
dass unsere Bedenken und unsere angebrachte Kritik
die da oben überhaupt nicht beeindruckt und berührt.
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Wir müssen andere Wege finden, unsere Rechte und Freiheiten zu sichern und auch wieder viele von diesen zurück gewinnen.
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Wir müssen Wege finden, dem Volk die Augen zu öffnen. Mit Argumenten, die die Leute verstehen. Und dabei muss man beachten, dass man nicht von den Gegnern unterwandert wird. Aber wie?? Wie, wenn schon so einflussreiche Leute wie Herr Stronach zu scheitern scheinen.
Na jetzt tun Sie aber doch
Na jetzt tun Sie aber doch übertreiben tun,Herr Denk ich doch! Die einflussreichen Leute wie der Herr Strohsack,sind auch nicht irgendwelche Wegwerfwindel und man kann nicht ständig Leute rekrutieren,um sie alsbaldigst auf den Restmüll zu werfen! In diesem Fall die Besatzerzeitungen früher zu informieren,sonst sind sie blamiert...was nicht mehr so schmerzt! Das unterbezahlte Personal kriegt das eh nicht mehr so mit!
Tut leid, @Brigitta, aber es ist heiß und ich kann ihren
Kommentar nicht ganz folgen.
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Denken Sie, ich werfe Herrn Stronach auf den Müll? Oder denken Sie, dass Herr Stronach ein Spielchen spielt. Für das Letztere können Sie mich nicht überzeugen. Ich denke, dass ich Herrn Stronach gut verstehe. Menschliches einbezogen. Damit meine ich, dass ich ihm keinen Heiligenschein verpasse. Aber in seiner Art versteht er die Welt und ob seiner Sorge engagiert er sich eben für diese. Eben auch besonders für seine Heimat, für Österreich. Und Leute wie er brauchen Beschäftigung. Zum Glück in diesem Fall mit dem Ziel einer besseren Zukunft, einer besseren Zukunft für Österreich und für Europa. Oder würden sie es lieber sehen, dass er wie die Globalplayer seine Fähigkeiten für eine Ausbeute der Menschheit einsetzt??
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Welche Aversionen haben Sie gegen Herrn Stronach?? Haben Sie Angst um politische Pfründe??
@Brigitta, ich kann Sie beruhigen, das Erstere
ist nicht einmal einen Gedanken wert.
Die Kreatur von Jekyll Island ist das Biest
Die EU und der Euro sind Kreationen der Besitzer und Kontrolleure des transatlantischen monetären Systems, welches mit der Kreatur von Jekyll Island zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts seine Konturen gewann. Hinter diesem Biest stecken die altbekannten globalistischen Geldschöpfer, welche auf breiter Basis u.a. mit ihrem privaten Zentralbankensystem, elitärer Schuldgeldschöpfung und der Organisation von Weltkriegen stetig ihre Macht konsolidierten und die Menschheit auf subtile Art versklavt haben. Ihr Ziel ist die Herstellung eines zentralisierten faschistischen Weltstaats und direkter Versklavung wie die Pflicht zu bargeldloser Zahlung. In allen Ländern der Westens sind die Systemparteien hoffnungslos von diesem Biest korrumpiert worden. Die extreme Überschuldung der Euroländer liegt im Plan der Globalisten, die Menschheit mit Papier zu enteignen und sich schließlich zu totalitären Despoten ihres elitären Weltstaats zu machen.
Leider dürfen unsere Politiker diese Seiten nicht lesen.
Wer auch immer es ihnen verbietet, unsere Herren und Herrinnen im Parlament, sie dürfen sie nicht lesen.
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Anders ist ihr Verhalten nicht zu erklären.
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Sollte sie jedoch die Expertisen kennen und wider guten Gewissens trotzdem unser Land verraten, dann gehören sie vor Gericht gestellt, enteignet und mit aller Härte bestraft. Die Gruft als Bleibe wäre noch eine zu humane Unterkunft für das, was sie ihren Anvertrauten Bürgen antun.
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Selbst bei Unwissenheit gilt auch hier der Satz, dass Nichtwissen nicht vor Strafe schützt.
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?Hat es mit dem Kommentar, der entfernt wurde, Probleme gegeben? Seltsam.
Sie dürfen schon lesen, aber...
... aber sie lesen halt z.B. wie Herr Faymann, der lt. "Heute" sich in den Urlaub vertschüßt u.a "... den Liebesroman "Fische füttern" sowie ein Buch von Michael Kohlmeier."
Die Sorgen dieses Herrn möchten wohl viele haben...
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