Unglaubliche Rassismus-Vorwürfe gegen Fußballklub

12. Juli 2012 - 11:07
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Ein Wiener Fußballklub steht nach einem "Tatsachenbericht"
unter Rassismus-Verdacht.
Foto: dirk@vorderstrasse.de / flickr (CC BY 2.0)

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Sport

Rassismus, Verhöhnung und Verspottung werden dem Wiener Athletic Sportclub Koma, der in der Amateursportgemeinschaft (früher Reichsbund) spielt, vom Fußballverband vorgeworfen. Der Grund: Obmann Andreas Brazda schilderte auf der Klub-Homepage den Platzsturm von kurdischen Zuschauern bei einem Cup-Semifinalspiel, bei dem es zu einer regelrechten Treibjagd auf seine Spieler gekommen sein soll. Dabei verwendete er Ausdrücke wie „Aggression des Migrationsvereins“ oder „gewalttätige und prügelnde Kurden“, für die Brazda nun vor den Strafausschuss zitiert wurde.

AS Koma gegen Achmed Sport hieß die Begegnung auf dem ASV-13-Platz. Die Stimmung, so Augenzeugen, war unter den siegessicheren Anhängern des kurdischen Vereins Achmed Sport von Beginn an aufgeheizt, noch mehr als AS Koma mit 1:0 in Führung ging. Das Fass zum Überlaufen hätte aber ein harmloses Dutzendfoul eines türkischstämmigen Koma-Spielers gebracht, so Obmann Brazda, der die Situation folgendermaßen schildert: „Mehrere Achmed-Spieler besprangen sofort wahllos die Koma-Spieler in Kampsportmanier und ermunterten damit auch noch ca. 50 Achmed-Fans aus dem Zuschauerraum, die längst auf einen Grund warteten, um unter wütendem Geschrei den Platzsturm zu vollziehen.“ Ein Spielabbruch war unvermeidlich. Schiedsrichter und Spieler brauchten Minuten, um sich in die Kabinen zu retten. Drei Funkstreifen konnten schließlich für Ordnung und Sicherheit sorgen.

Neuaustragung unter schwerem Polizeischutz

Der Schock über die Ereignisse saß beim AS Koma tief. Die Spieler waren sich schnell einig, dass das Risiko an Leib und Leben viel zu groß sei, um nochmals gegen Achmed Sport anzutreten. Doch die Amateursportgemeinschaft hatte kein Einsehen: Beide Vereine wurden vorerst zu Geldstrafen verdonnert und eine Neuaustragung des Spiels festgesetzt. Dieses sollte am 7. Juni über die Bühne gehen. Die Fußballer von AS Koma waren dafür schwer zu motivieren. Erst als Obmann Brazda auf eigene Kosten Polizeischutz anmietete und beim Verband, der Amateursportgemeinschaft, eine Passkontrolle durchsetzte, waren die Spieler bereit anzutreten. Doch siehe da: Zwei Tage vor dieser Neuaustragung kam die Absage von Achmed Sport. Koma-Obmann Brazda vermutet, dass diese Absage durch die Passkontrolle provoziert wurde. Denn schon bei der ersten Begegnung wurden einige „linke“ Spieler beim Gegner entdeckt, u.a. einer, der eigentlich bei den Vienna Amateuren gemeldet ist und daher für den Verein Achmed Sport gar keine Spielgenehmigung hat.

Verstoß gegen Meinungsfreiheit und Menschenrechtskonvention

Wer glaubt, die Sache sei für den AS Koma damit erledigt, irrt. Der Koma-Obmann wurde Ende Juni mittels eines merkwürdigen Mails zu einer Sitzung des Straf- und Meldeausschusses (STRUMA) eingeladen:

Hallo Andi, die STRUMA Sitzung betreffend Deines Berichtes auf der Homepage von AS Koma findet am 26.6.2012 um 18 Uhr im RB Sekretariat im Happel Stadion statt.

Dort wurde ihm vorgeworfen, dass der Inhalt seines Artikels auf der Klub-Homepage „rassistisch“ sei. Nachgefragt im Sekretariat der Amateursportgemeinschaft, die im Wiener Fußballverband (WFV) eingegliedert ist, gab man sich zur Causa wortkarg. Dort bestätigte man zwar, dass es ein laufendes Verfahren gäbe und dass man in zwei bis drei Wochen mehr wisse, doch wolle man telefonisch keine weiteren Auskünfte geben, da man mit der Kronen Zeitung diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht habe.

AS-Koma-Obmann Andreas Brazda hat inzwischen Rechtsanwältin Eva Maria Barki mit der Sache beauftragt. Diese sagte gegenüber Unzensuriert.at, dass allein schon die Einladung zum Strafausschuss der Menschenrechtskonvention widerspreche. „Man muss ihm schon bei der Einladung sagen, was ihm vorgeworfen wird und ihn darauf hinweisen, dass ein Rechtsanwalt die Vertretung übernehmen kann“, so Barki, die im Homepage-Bericht keine rassistischen Äußerungen erkennen kann, vielmehr einen Tatsachenbericht. Das Vorgehen des Verbandes gegen diese Veröffentlichung bezeichnet sie als „schweren Verstoß gegen die Meinungsfreiheit“.

Kurztitel: 
Rassismus-Vorwurf gegen Fußballklub
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Kommentare

Solange die sich die Schädel gegenseitig einhaun ist mir das wurst...ich würde mir solche Spiele sowieso nicht ansehen. Und der Rest ist mir auch egal!

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Antwort auf den Kommentar von Viktor L.: Zuerst erkundigen, dann brüllen! AS Koma hat sowohl im Reichsbund, jetzt Amateursportgemeinschaft, als auch in der Oberliga einen Verein. Ein Kasperl ist also einer, der drauf los brüllt, bevor er sich erkundigt.

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ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat.

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ob und in welcher Darstellung diese Meldung den mainstream der veröffentlichten Meinung erreicht. Die Version "Am Schauplatz" wäre da interessant. W.

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Ist doch schön, wenn die Menschen endlich aufwachen und erkennen, dass solche Aktionen bewusst von Linken provoziert werden. Solche Sachen werden mit Duldung unserer Politiker organisiert. Wer denkt holt radikale Menschen ins Land? Genau unsere ReGIERung samt den GrünInnen.
Hier ein uraltes Zitat: "Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen." — Friedrich Engels (1820-1895)
Ist das nicht treffend?

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Was seid ihr für Kasperln ? Der AS Koma spielt schon seit Jahren nicht mehr im Reichsbund. Sie sind vor geraumer Zeit in den WFV gewechselt und spielen in der Oberliga B.
Wo habt ihr diese heiße Story her ? Vom Kebabstandl in Siebenhirten ?

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So etwas darf man als politisch korrekter Mensch natürlich nicht sagen. Pfui!
 
Mann: Diese ständigen Denk- und Sprechverbote erinnern mich verdammt an eine Zeit, von der ich hoffte, dass sie für immer vorbei wäre....

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