Eurokrise: Bürger und Anleger flüchten in Gold

14. Juli 2012 - 9:03
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Europäische Anleger flüchten in Gold.
Foto: Swiss Banker / Wikimedia

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Goldreserven

Goldfonds sind international im Aufwind. Die Flucht von institutionellen Anlegern und Sparern in reale Werte hält ungebrochen an. Daran scheinen auch der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) und Hilfspakete nichts ändern zu können. Alleine im Juni dieses Jahres konnten sich Goldfonds über 1,6 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital freuen. Der Löwenanteil stammt aus Europa.

Europa vertraut dem Euro nicht

Die Politiker der Europäischen Union eilen von Krisengipfel zu Krisengipfel. Alleine das wirtschaftlich verhältnismäßig unbedeutende Griechenland erhielt dutzende Milliarden Euro. Doch trotz dieser massiven Subventionierung ist keine Besserung der Situation abzusehen. Der Wert von Papiergeld besteht darin, dass der Bürger auf den abgedruckten Wert vertraut. Genau dieses Vertrauen scheint ernsthaft zu bröckeln. Goldinvestments werden immer beliebter. Börsennotierte Indexfonds und an internationalen Börsen gehandelte Produkte erfreuen sich regen Zuspruchs. Anleger und Sparer vertrauen Gold als dem wohl ältesten Tauschmittel der Welt. Allein im Juni dieses Jahres flossen insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar in „goldene“ Anlageformen.

Der Löwenanteil des zusätzlichen Goldinvestments stammt aus Europa. Die so genannte Eurorettung, die bisher weitgehend ohne Erfolg blieb, und die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank erschüttern das Vertrauen in die Währungsunion.

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Alchemistische EZB?

Da sicherste Investment sind wohl Goldmünzen und Goldbarren. Im Fall einer sich verschärfenden Währungskrise wäre „Papiergold“ möglicherweise nicht greifbar. Während die Zahlungskraft von Banknoten von den  - mittlerweile schwierig vorherzusehenden - Entscheidungen der Politik abhängt, ist Gold apolitisch. Die Menge ist begrenzt, die Nachfrage bestimmt den Preis. „Fiat money“ funktioniert, jedenfalls zeitlich begrenzt. Doch Alchemisten sind über Jahrhunderte daran gescheitert, Blei in Gold zu verwandeln. Geschweige denn, es aus dem Nichts zu erschaffen.

Kurztitel: 
Eurokrise: Gold als Alternative
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