Finnland erwägt als erstes Land Euro-Austritt

9. Juli 2012 - 17:26
Bild: 
Finnlands sozialdemokratische Finanzministerin Jutta Urpilainen
kokettiert mit dem Ausstieg ihres Landes aus der Eurozone.
Foto: Magnus Fröderberg / Wikimedia (CC BY 2.5)

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Euro

Nachdem in Österreich und Deutschland bereits heftig über die Zukunft des Euros diskutiert wird, hat die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen nun in einem Interview mit der finnischen Wirtschaftszeitung Kauppalehti  Klartext gesprochen:

Finnland ist ein überzeugtes Mitglied der Eurozone und wir glauben daran, dass der Euro Finnland nutzt. Dennoch wird Finnland nicht um jeden Preis am Euro festhalten. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet, auch auf einen Ausstieg aus dem Euro.

Diese Worte lassen aufhorchen, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Eurozone zieht ein Mitgliedsstaat laut einen Austritt aus der Währungsunion in Erwägung. Die Finanzmärkte reagierten sehr verängstigt auf das Interview, der Euro-Kurs ist dadurch auf unter 1,23 Dollar gesunken. Urpilainens Sprecher Matti Hirvola versuchte anschließend, die Medien zu beruhigen: Die Äußerungen der Finanzministerin dürfe man nicht missverstehen, Finnland plane keineswegs einen Ausstieg aus der Eurozone.

Keine Zustimmung für Haftungs- und Bankenunion

Jedoch werden die Skandinavier bezüglich der Rettungspläne eine "harte Haltung" einnehmen, erklärte Urpilainen und machte im  Interview deutlich, dass die finnische Regierung weder bereit sei, einer gemeinsamen Haftung für die Schulden der Euroländer noch einer Bankenunion zuzustimmen.

Falls sich die EU jedoch nicht mit der finnischen Regierung einigen kann und diese tatsächlich ernsthaft über einen Austritt aus der Eurozone nachdenken sollte, wird Finnland zum Zünglein an der Waage für Europas Zukunft. Den Ausstieg eines der wirtschaftlich stabilsten und wohlhabendsten Mitgliedsstaaten würde der Euro wohl nicht verkraften.

Kurztitel: 
Finnland erwägt Euro-Austritt
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Kommentare

denn sie wissen genau das sie 2013 viele Wählerstimmen in den Wind schreiben können - darum wird jetzt schon gepackelt an einer Dreierkoalition zwischen SP/VP/Grün um ihren EU-Größenwahn vollenden zu können. Für die Grünen zählt nur - dass sie fest am Futtertrog der Steuerzahler mit naschen können und sich einige Ämter für ihre Ahnungslosen mehr ergeben. Aber das Wohlergehen für die österr. Bürger geht ihnen am A.... vorbei.

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Bitte liebe Finnen, fang endlich an und rette wenigsten eueren Haut, aber die Macht des Geldes wird das bestimmt verhindern, weil dieser Gruppe will Europa zer-
stören, wie schon so oft in der Geschichte.....

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WANDERERS NACHTLIED ©
Frei nach Johann Wolfgang von Goethe

Über allen Gipfeln ist Ruh´.
Im Tal krepiert leis´ die geliebte EU.
Vernehmlich sind noch Politik und Presse,
planlos wie stets, doch mit großer Fresse;
von Kompetenz indessen, kaum einen Hauch.
Geduldet euch, Leute! Balde ruhen sie auch.
G. G.

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der Mut zur Handlung beweist - sofern es nicht nur leere Worte sind.

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Dieser Tentenz bzw. Meinung sollte durchaus breiterer Raum eingeräumt werden!

Wie?

Ganz einfach. Mit einer Solidarisierung durch andere Länder bzw. Regierungs- Politiker!

Nur diese haben wir nicht!
Noch nicht!
Leider!

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Wissen wir doch wie solche Verweigerungshaltung in der Slowakei ausgegangen ist. Da wird "Druck" ausgeübt werden und andere "Mittel agressiv eingesetzt werden" (nach Graf Ali). Aber vielleicht gehen die Uhren im Norden anders....die Hoffnung stirbt zuletzt! W.

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Das ist die mögliche Chance, es doch zu schaffen.

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Wenn die Finnen das tun, habe ich alle Achtung vor Ihnen!!!!
Ich hoffe sie tun es, alles andere führt ganz Europa in Armut und mehr!!!

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Hoffentlich bricht diese EU-Diktatur endlich zusammen.

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Na wenigstens eine Politikerin die mal was anderes sagt, als alle anderen herunterbeten! Es gibt sie doch die Gallier ;-)

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