Ed Moschitz würde wieder Neonazis zu FPÖ-Veranstaltung bringen

10. Juli 2012 - 9:02
Bild: 
Moschitz und Turnheim beklagten das Verhalten der Justiz.
Foto: Unzensuriert.at

Bereiche 

Journalismus

Ed Moschitz betrat die Räumlichkeiten des Österreichischen Journalisten Clubs betont lässig. Gemeinsamt mit seinem Kollegen Fred Turnheim sprach der umstrittene Redakteur über das Thema „Das ‚Heil Hitler‘-Rätsel oder eine unendliche Geschichte“. Hinter dem Titel verbirgt sich das Verfahren gegen Moschitz. Er hat mit zwei Skinheads im Schlepptau eine Veranstaltung der FPÖ besucht. FPÖ-Obmann HC Strache warf ihm vor, diese zur Wiederbetätigung im nationalsozialistischen Sinn angestiftet zu haben. Ein diesbezügliches Verfahren wurde jedoch eingestellt.

Der ORF-Redakteur Ed Moschitz befindet sich dennoch in einer unangenehmen Lage. Dessen Sendung „Am Schauplatz“ beschäftigte sich in einer Folge mit zwei Skinheads. Im Verlauf der Sendung besuchte er mit den beiden ein Geschäft, in dem einschlägige Devotionalien erworben wurden. Dann ging es weiter zu einer Wahlveranstaltung der FPÖ in Wiener Neustadt. Moschitz nahm die Jugendlichen in seinem Auto mit. Dort soll, so behauptet Strache, zumindest einer „Sieg Heil“ gerufen haben. Gegen Moschitz wird weiterhin wegen des Verdachts ermittelt, er habe die Filmkassette als Beweismittel manipuliert, um den mutmaßlichen Nazi-Sager unkenntlich zu machen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Inhalt der Filmkassette soll das Rätsel klären, doch das gestaltet sich aus technischen Gründen schwierig.

Untaugliche Interventionen

Moschitz und der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs, Fred Turnheim, scheinen die Sache anders zu sehen. Das Verfahren dauert bisher mehr als zwei Jahre, ein angeblich unzumutbarer Zeitraum. Dennoch wirkt der Redakteur entspannt. „Weil man die Dinge einfach nicht mehr ernst nehmen kann“, begründete Moschitz seine gute Laune trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens. Vor der Justiz und ihren Entscheidungen scheint der Mann wenig Respekt zu haben. Er habe vieles versucht, um eine Einstellung bei der Staatsanwaltschaft zu bewirken. Mit geringem Erfolg. „Wie ich’s tue ist es völlig falsch“, beschreibt der umstrittene Journalist den Nutzen seiner Interventionen.

In Moschitz‘ Fall handle es sich um etwas Besonderes. „Der krasseste Fall der Zweiten Republik“, beschrieb er seine Situation. Turnheim fragte ihn einfühlsam nach seiner Situation. Moschitz fühlt sich demnach ambivalent. Das Vorgehen von Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaft würde ihn einerseits amüsieren, andererseits auch deprimieren.  „Es ist ja nichts dran an dem Ganzen“, versuchte er sich selbst Mut zuzusprechen. Seine Kinder würden unter der Situation jedoch nicht allzu sehr leiden. In der Schule werden die Sprösslinge nicht wegen der Aktivitäten ihres Vaters gehänselt, hob Moschitz hervor. Welche Konsequenzen zog der ORF-Mann aus den Geschehnissen?

Ein potentieller Wiederholungstäter

„Das würde ich wieder so machen, ja.“ Diesen Satz entgegnete Moschitz auf die Frage des Präsidenten des Journalisten Clubs, ob er erneut so handeln würde, wie er es beim Dreh der umstrittenen Folge von "Am Schauplatz" getan hatte. Moschitz meinte, dass er lediglich nicht mehr gemeinsam mit den beiden Skinheads die Veranstaltung besuchen würde. Doch er würde auch ein zweites Mal Neonazis zu einer Wahlveranstaltung der FPÖ bringen. Zu welchem Zweck ließ er allerdings offen. Die Beschuldigungen HC Straches seiner Person gegenüber schien Moschitz nicht nachvollziehen zu können. Er wollte offensichtlich keinen Skandal darin erkennen können, tendenziöse Berichterstattung betrieben zu haben, und erklärte wörtlich: "Wenn man eine Geschichte über Neonazis macht, dann stehen halt die Freiheitlichen da."

Kurztitel: 
Ed Moschitz und das „Heil-Hitler-Rätsel“
Spende für Unzensuriert
 

Kommentare

kommt mir ungeheuer wehleidig und eingebildet vor - da ist er aber nicht der einzige. man denke an kurt kuch von news...
daran, wo man wirklich was riskiert als journalist, wo es aber umso wichtiger ist, dass man recherchiert und berichtet, ist er nicht interessiert. sind aber skandale etwa im umfeld der spö oder in der partei....
stattdessen behauptet er, was ihm widerfahre, sei der krasseste skandal der 2. republik.
wie bitte?
jemals den job verloren, weil er keine us-kriegsproganda machen will?
oder weil er einer regierungspartei unangenehm ist?
der ist wie ein kleines kind, dem man die sandschaufel wegnimmt - das ist natürlich der grösste skandal, den es je gab...

2
1

Diese Typen waren nicht mal Skinheads.Skinhead ist eine Jugendkultur die nicht Politisch ist-heutzutage gibt es zwar Kommunisten,Nazis,Anarchisten die sich so bezeichnen etc. aber sogar die dürften davon mehr Ahnung haben als diese 2 Typen die vom Reporter erst ausgestattet werden mussten.Wenn meine Oma Mofa fährt ist sie nicht gleich ein Rocker.Das lustige ist ja das der eine Halb Serbe ist und bei seiner Feier ein Asiate rumsass und er draussen seinen Türkischen Kumpel traf..
Das waren einfach 2 arme Typen die nicht wussten wie sie ihre Wut auf den Staat abbauen können.In der Nazi Szene hätten die doch gleich aufs Maul bekommen.

2
1

So unangenehm und tentenziös die ganze Sache auch gegen die FPÖ und H.C. STRACHE auch dargestellt wurde und teilweise noch wird, so eindeutiger liegt die Angelegenheit ja wirklich auf der Hand!

H.C. STRACHE hat auf die augenscheinliche Provokation vor laufender Kamera intuitiv, also authentisch reagiert!

Einen besseren Beweis für seine antinationalsozialistische Gesinnung konnte nicht erbracht werden. Und das vor laufender Kamera des "neutralen" Report und ORF.
Jetzt kann jeder entspannt H.C. STRACHE wählen!
Denn jetzt ist sicher: "Unter H.C. ist Blau eben Blau und nicht Braun"!!!

6
1

"Wenn man eine Geschichte über Neonazis macht, dann stehen halt die Freiheitlichen da."
 
Findet ihr das nun wirklich verwunderlich oder gar tendenziös? Zu welcher Wahlveranstaltung sollten Neonazis sonst gehen, wenn nicht zur FPÖ?

2
8
Bild des Benutzers der faule Willi

... zu den Grünen und den Roten natürlich!
Dort gehören sie nämlich wirklich hin!!!

8
1

dfW

Dieser Typ ist offensichtlich Gehirnamputiert.Den sollte man wegen Wiederbetätigung anzeigen. Bald glaube ich, dass er in den Neonazikreisen- mit der die FPÖ gar nichts am Hut hat- verkehrt. Das hat,glaube ich noch niemand überprüft. Am besten wäre es, wenn man sich von diesem 'Komiker' fernhält.Moralisch dürfte er gar keinen Job mehr bekommen.Mit Journalismus hat dies nichts zu tun. Wenn der sagt, dass es das nochmals machen würde gehört er sofort von einem öffentlich-rechtlichen Sender entfernt.der darf nicht von unserem Geld leben.Eine Frechheit sondergleichen.Nehmen Sie Ihren Hut und entfernen Sie sich unauffällig.Ausserdem ist es wirklich langweilig, immer wieder diesen Unsinn im Zusammenhang Neonazi's und FPÖ zu hören oder zu lesen. Wie der Pseudo-Journalist Moschitz durch sein Vorgehen immer wieder beweist, muss er seine Neo-Nazis zu FPÖ-Veranstaltungen selber mitbringen. Ist das nicht Verhetzung?

7
1

Neuen Kommentar schreiben

Beim Verfassen von Kommentaren sind folgende Regeln zu beachten:
  1. Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
  2. In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
  3. Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
  4. Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.
Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind, um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Füllen sie das Feld aus.