ÖVP-Ablenkungskampagne gegen politischen Linkskurs

11. Juli 2012 - 15:25
Bild: 
ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch schwört die Basis auf einen
langen Wahlkampf ein und malt das rot-rüne Gespenst an die Wand.
Foto: gerhard.loub / flickr (CC BY-NC 2.0)

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Parteien

Da hatte es der ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch wohl sehr eilig. In den vergangenen 14 Tagen waren die österreichischen „Christ-Demokraten“ auf Kuschelkurs mit Rot und Grün. Man lobte sich gegenseitig, trat staatsmännisch auf und setzte sich mit vereinten Kräften für den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) inklusive Souveränitätsverlust und möglichen Verfassungsbruch ein. Schon schrieben linke Gazetten das politische Zukunftsmodell einer rot-schwarz-grünen Dreierkoalition herbei. Die linke „Zivilgesellschaft“ sollte sich gemeinsam mit dem Trio aus linksliberalen Schwarzen, fortschrittlichen Sozialdemokraten und neomarxistischen Grünen für ein zukünftiges Regierungsbündnis rüsten. Ein paar Tage später ist alles anders: ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch ließ eine Kampschrift gegen Rot-Grün vom Stapel.

Signal an Konservative musste gesetzt werden

Lange ist es her, dass die strammen ÖVP-Ranger von der Leine gelassen wurden. Viel zu sehr wollte die ÖVP nach dem Konservativen Wolfgang Schüssel das liberalmoderne Image pflegen. Nun darf man offensichtlich wieder, oder man muss vielmehr. Seit Wochen sollen sich in der Bundesparteizentrale, aber auch in den Landesgeschäftstellen Briefe und Mails von Bürgern häufen, die mit dem aktuellen politischen Kurs der ÖVP nicht einverstanden sind. Gerade viele Konservative hatten über die Jahre hinweg trotz permanenter Enttäuschung immer noch brav der ÖVP die Stange gehalten, dies hatte ihr den Platz zwei im Politischen System gesichert. Durch ESM und Fiskalpakt, falsche Zuwanderungspolitik und liberales Gehabe lichten sich aber auch hier die Reihen. Dem wollte man nun offensichtlich mit einer Wahlkampffibel entgegen. 

Rot-Grün als Untergang des Abendlandes angekündigt

Mit der vorliegenden Broschüre gegen Rot-Grün möchte man offensichtlich vor dem Untergang des Abendlandes warnen, wenn dieses Regierungsbündnis auch auf Bundesebene nach 2013 in Regierungsverantwortung kommt. So bedeutet für die ÖVP eine solche Regierungsvariante zukünftig: „Chaos und Anarchie“, „Städte als Drogenmagneten“, „Guantanamo-Häftlinge in Österreich“, „Abschaffung der Ehe“, „Abschaffung von Lebenslänglich“, „grenzenlose Zuwanderung“ und „Legalisierung von Haschisch“. So deuten es jedenfalls die Kapitelüberschriften.

ÖVP macht mit Grünen auf Landesebene gemeinsame Sache

Dass die ÖVP es war, die seit ihren ersten Flirtversuchen 2002/2003 die Grünen bundespolitisch ins Spiel gebracht hat, verschweigt man geflissentlich. Seit 2003 sitzen die Grünen gemeinsam mit der ÖVP in der Oberösterreichischen Landesregierung. In der Steiermärkischen Landeshauptstadt Graz gab es zwischen 2008 und 2012 eine schwarz-grüne Rathauskoalition. Und in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck regiert die liberale ÖVP-Abspaltung „Für Innsbruck“ gemeinsam mit Grün und Rot seit diesem Frühjahr das Rathaus. Aber dies will man offensichtlich bei den eigenen Funktionären und Wählern Vergessen machen. Man spielt bis zur Wahl wieder einmal die konservative „Stahlhelmfraktion“.

Kurztitel: 
ÖVP lenkt vom ESM-Bündnis ab
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Kommentare

... dass Ihr nicht vergesst, was wichtig und unwichtig ist, dass Ihr Euch nicht beirren lasst! Heil Euch!

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Es ist hier keine "Heil"-Familie zu Hause.

Ich denke, es sind hier alle an einem friedlichen und schönen Österreich sowie Europa mit einer lebbaren Zukunft interessiert.

Das Wichtige zuerst, Unwichtiges gibt es nicht.

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Bild des Benutzers der faule Willi

... gloriosen "Dreiparteieneinigung" auf eine gemeinsame Verfassungsklage gegen den Fiskalpakt.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120712_OTS0134/fpoe-strache-dre...

Dreiparteieneinigung? FPÖ, BZÖ und wer?
die Grünen?
Die haben doch gerade eben parlametarisch den ESM mit durchgewunken.
Wieso sollen die jetztn eine Verfassungsklage gegen den Fiskalpakt einbringen wollen?
Und zweiteres ist doch, dass, wenn dann alle mit dem "Ausarbeiten" fertig sind, eine V-Klage erst im Herbst eingebracht wird, wenn der ganze Zirkus wahrscheinlich vorbei ist und sich Europa fest in den Krallen der Bankster befindet.

Warum nicht sofort??? (sprich in einer Woche, bis dahin sollte ein Klagstext doch fertig gedichtet sein)

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dfW

Für eine schnelle Ausarbeitung einer Verfassungsklage fehlt den Politkern doch das Hirn.

Scheinbar allen.

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Bild des Benutzers der faule Willi

... das ist alles nur Sommerlochgeplänkel!
Bei der nächsten Entscheidung pro EUdSSR und gegen das Volk halten wieder alle schön zusammen und winken alles durch. Unser Bundes-Fischer macht brav sein Kraxerl drunter und der Feigmann bringt vom nächsten Bilderberg-Treffen ein paar Leckerlis für alle mit ...

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dfW

Martin, was ist denn jetzt mit dem Uwe und mit dir?

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Haben sie dich nicht ganz abdrehen können?

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der EURO 2012. Wer ist Martin?? Verteidiger??

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Ein Unterschied zum Verhalten von Union/FDP zu Rotgrün ist auch in Deutschland kaum erkennbar. Möglicherweise haben wir seit dem gestrigen Verhalten der Karlsruher Richter noch 3 Monate Zeit bis zur Ratifizierung.
http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/07/11/bundesverfassungsgericht-...

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Das verlogene Gesindel gehört entsorgt.

Fünf Jahre für eine Regierungperiode ist einfach zu lang. Aber da wollten ja alle mit.

Bin auf die neuen Wahllügen und Versprechungen der Parteien gespannt. Veröffentlicht eine Liste mit all den Missetaten und hält sie den Wählern vor der Urne vor die Nase. Alle Missetaten und Lügen. Von Allen.

Lieber Wähler, geht auch zu den Urnen, auch wenn ihr kein Kreuzerl macht. Die haben nämlich nicht 20, 30 oder 40 Prozent der Stimmen, sondern nur die Hälfte. Den Wähler sind auch die, die nicht zur Urne gegangen sind. Um ihnen das zu verdeutlichen geht bitte zur Urne. Das Wahlrecht ist die größte Errungenschaft, die das Volk hat. Es sprachen sich die Politiker vor den Wahlen gegen eine ungültige Stimme aus, weil sonst ihr Dillema (ihr Erbebnis) offenbar ist. Mit 15% oder weniger zu behaupten , dass Recht zu haben, dass Volk zu verkaufen, sieht ein bisschen fadenscheinig aus.

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