Menschenhandel und Schlepperei in Österreich kaum untersucht
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Schlepperkriminalität, Innenministerium, Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, SPÖ, Johann Maier, Anfrage, Menschenhandel, Sklaverei, Zuhälterei, Prostitution, Anzeige
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0509-421 / CC-BY-SA
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KriminalitätKeine Erfolgsstory ist das Vorgehen des österreichischen Innenministeriums gegen die Schlepperkriminalität. Dies belegt aktuell eine Anfrage des Salzburger SPÖ-Abgeordneten Johann Maier. Er bekam von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) durchwegs ernüchternde Antworten. Die Schlepperkriminalität insgesamt ist sehr hoch, zwischen aktuell eingereisten und aufhältigen „Illegalen“ besteht eine große Differenz. Statistiken über aufgegriffene Illegale werden nicht geführt, Anzeigen wegen Menschenhandel, Sklaverei und ähnlicher Delikte gibt es kaum.
Viereinhalb Mal so viele Illegale aufhältig wie eingereist
Während man 2011 offiziell von 2022 „rechtswidrig eingereisten“ Personen im Innenressort weiß, beträgt die Anzahl der „rechtswidrig aufhältigen“ Personen stolze 9.231. Dass es sich dabei offensichtlich um den Rückstau nicht aufgegriffener Illegaler aus den Vorjahren handelt, verschweigt die Innenministerin. Die Erklärung von Mikl-Leitner ist vielmehr dazu: „Die Abweichung von der Gesamtzahl des Jahresberichts entsteht aufgrund von Nachmeldungen.“
Zur Frage, bei wie vielen Personen, die sich rechtswidrig im Bundesgebiet aufhielten, in den Jahren 2009 und 2010 eine illegale Beschäftigung nachgewiesen wurde, konnte die Innenministerin keine Antwort geben. Ebenso wenig auf die Frage, wie viele illegal eingereiste Frauen als Prostituierte tätig waren. Auch das Phänomen der Zwangsprostitution wird nicht erfasst.
Wenige Anzeigen wegen Menschenhandelsdelikten
Bei der Verfolgung wegen Menschenhandels oder ähnlicher Delikte waren die Sicherheitsbehörden kaum aktiv. Wegen „grenzüberschreitenden Prostitutionshandels“ und „Zuhälterei“ wurden in jeweils 47 Fällen Strafanzeigen bei der Justiz eingebracht, wegen Menschenhandels insgesamt 18 und wegen Sklaverei lediglich eine einzige. Stellt man dem die Gesamtanzahl von 9.231 „illegal Aufhältigen" entgegen, so wird die Diskrepanz offensichtlich.
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Kommentare
Jetzt denke ich mal ganz kühn ...
... und frage mich, "CUI BONO"?
Wer hat was davon, daß Schlepper Unmengen an "Asylanten" ins Land bringen. Könnten diejenigen nicht bei den entsprechenden Behörden auch ein wenig dafür sorgen, daß das Schlepperunwesen eher schleppend untersucht und ausgeforscht wird, daß Statistiken nicht geführt, bzw. nicht veröffentlicht werden?
Extrapolierend könnte ich nun einen Zusammenhang herstellen zwischen den Leuten, die hier mit Asylanten ein blühendes Geschäft machen und jenen, die dafür sorgen, daß nicht untersucht wird und noch welchen, die in den Medien immer sofort die Nazikeule schwingen, wenn jemand dieses Thema an die Öffentlichkeit zu bringen versucht ...
Erst mal klingt das wohl wie eine "Verschwörungstheorie", aber ...
Gach sind das alles sogar dieselben Leute? Dann bräuchten sie sich nämlich gar nicht zu verschwören und Freunde helfen einander doch immer, oder???
dfW