Facebook-Partys geraten außer Kontrolle
Tags
Facebook, Klosterneuburg, Polizei, Party, Kosten, Festnahme, Gefängnis, Frankreich, Deutschland, Villa, Project X, Film
Foto: OmarCaf / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)
Bereiche
InternetIn Österreich sorgte vor wenigen Tagen eine Facebook-Party in Klosterneuburg für große Aufregung. 700 Gäste aus ganz Österreich kamen nach Niederösterreich, um den Geburtstag des 16-jährigen Maximilian H. zu feiern und die Stadt "eskalieren" zu lassen. Ein 80 Mann starkes Polizeiaufgebot schaffte es, die Party ohne größere Zwischenfälle zu beenden. H. hatte vergeblich versucht, das Ausufern der Feier zu vermeiden, in dem er die Einladung via Facebook zurückgezogen hatte.
In Deutschlands finden solche Partys noch um einiges häufiger statt und geraten öfters außer Kontrolle. Nach aktuellen Unzensuriert-Recherchen war dort bereits mindestens 15 mal ein Großeinsatz der Polizei notwendig, um Facebook-Partys zu beenden oder erst gar nicht beginnen zu lassen. In Konstanz musste ein Strandbad geschlossen werden, in Oberbayern gab es 18.000 Zusagen für die Geburtstagsfeier einer 13-jährigen und in vielen anderen Städten werden Party- und Aufenthaltsverbote aufgrund angekündigter Facebook-Feste verordnet.
100.000 Euro für Personalkosten der Polizei
Die größte Eskalation gab es in Backnang, Baden-Württemberg. Ein anonymer Veranstalter lud 22.500 Leute ein, 1.000 kamen trotz eines Partyverbots von Gemeinde und Polizei. 300 Polizisten versuchten, die Jugendlichen in Zaum zu halten, wurden jedoch mit bengalischen Feuern und Flaschen beworfen. Die Folgen der Party sind erschreckend. Alleine durch die Personalkosten ist ein Schaden von über 100.000 Euro entstanden, außerdem gab es ein Dutzend Verletzte und sechs Festnahmen.
Zwei Party-Veranstalter mussten ins Gefängnis
In Frankreich wurden bereits Gefängnisstrafen aufgrund einer Facebook-Party verhängt. Zwei junge Franzosen organisierten eine Fete in einer gemieteten Ferienvilla. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch, Waschbecken wurden abgerissen und Möbelstücke landeten im Pool. Laut Polizei beziffert sich der Sachschaden auf ca. 80.000 Euro, die Verantwortlichen wurden zu einer Gefängnisstrafe von je einem Jahr und zu einer Geldstrafe von je 20.000 Euro verurteilt.
Den Anstoß für die immer häufiger werdenden Massenpartys hat vermutlich der Hollywood-Film "Projekt X" gegeben. Dieser handelt von einem amerikanischen Teenager, der zu seinem Geburtstag "sturmfrei" bekommt und eine kleine Feier plant. Es kommen jedoch über 2000 Leute, und die Party stürzt ins Chaos. Der Film scheint zur Nachahmung anzuregen, viele Veranstalter der eskalierenden Facebook Partys nahmen sich "Project X" als Vorbild.









Kommentare
Ja Freunde, ...
... das biblische Sodom und Gomorha sind ein Nichts gegen heute!
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/1_mose/19/
Es kann nicht mehr lange dauern, bis auch die schrecklichsten Szenarien - auf den letzten Seiten des NT zu finden - Wahrheit werden.
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/offenbarung/1/#1
Sicher hat der Autor damals mit seinen Worten Bilder gezeichnet, aber auf die heutige Zeit in heutige Begriffe gewandelt sind wir schon mitten drin im Armageddon!
Und nicht nur die Bibel beschreibt die Endzeit (in der wir uns offensichtlich schon befinden), ...
dfW
333 Euro für einen Tag und einen Polizisten.
Was verdienen denn die im Monat?
Das Geld sollte man sich aber vorwiegend von den Partygästen holen, denn die sind ja die Aggressoren. Und die Polizei kann ja Vorort die Personalien aufnehmen.
Ob es richtig oder falsch ist, möchte ich nicht beurteilen. Lustig und einfallsreich auf jeden Fall. Auch ein Zeichen, dass man nicht alleine ist. Vielleicht auch nicht alleine mit seinen Sorgen. Die Auschreitungen gehören aber im Keim erstickt.
Neuen Kommentar schreiben
- Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
- In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
- Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
- Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.