ORF wehrt sich gegen Zangers Rechtsextremismus-Unterstellungen - Video
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Journalismus, Justiz, Grundrechte
Der Wiener Anwalt Georg Zanger hat bekanntlich mehr als 50 Menschen, darunter hauptsächlich freiheitliche Politiker wegen Bildung einer kriminellen Organisation angezeigt und dazu ein "Spinnennetz des Rechtsextremismus" gezeichnet. Das Unzensuriert-Video entlarvt seine Argumentation und zeigt die Reaktion der Journalisten auf die Tatsache, dass sich auch ORF-Redakteur Hanno Settele auf Zangers Liste findet.
Zanger verlangt Mail- und SMS-Überwachung sowie Hausdurchsuchungen bei den von ihm Verdächtigten, räumt aber zugleich ein, keine neuen Materialien gesammelt zu haben. Als Mittel der Vernetzung identifiziert er gegenseitige Einladungen und Vorträge bei Veranstaltungen. Erstaunt stellt er selbst fest, dass sich in dem seinen Gedanken entsprungenen Netz so viele Freiheitliche finden.
Während die Journalisten seinen Ausführungen gegen die FPÖ noch geduldig lauschen, wird es dann etwas turbulent, als es darum geht, warum sich ORF-Korrespondent Hanno Settele auf der Liste findet. Solidarisch entzaubern die anwesenden Journalisten Zangers eigentümliche Beweisführung. Zuerst spricht er von Beweisen, streitet dann wieder alles ab - und sitzt am Ende ganz alleine und schweigend dem staunenden Publikum gegenüber.
ORF wehrt sich gegen Unterstellungen
Auch ein weiterer „rechtsextremer ORF-Mann“ soll sich auf der Liste des aufmerksamkeitssuchenden Verschwörungstheoretikers befinden: der mittlerweile pensionierte Chefredakteur Walter Seledec. Ihm und Settele wird nun der Vorwurf zuteil, sich an einer kriminellen Organisation beteiligt zu haben (§ 278a StGB).
Die Redakteurssprecher der ORF-Korrespondenten, Eva Twaroch, Raimund Löw und Volker Obermayr, wiesen die Anschuldigungen zurück. Sie verurteilen den „Rufmord an ihrem Kollegen, der seit Jahren journalistische Spitzenarbeit leisten, aufs Schärfste“. Settele sprach in einer Stellungnahme von „einer haltlosen Wichtigtuerei eines Menschen, den ich in meinem Leben noch nie gesehen oder gesprochen habe“ und hofft, „dass Zanger vor Gericht als zurechnungsfähig eingestuft wird“. Er selbst strebt einen zivilrechtlichen Prozess an.









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