Wien pfeift aufs Volk und bleibt beim Parkpickerl
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Parkpickerl, Wien, Ausweitung, Verkehrssteuerung, Michael Häupl, SPÖ, Maria Vassilakou, Die Grünen, Johann Gudenus, FPÖ, Manfred Juraczka, ÖVP, Demokratie, Unterschriften, Volksbefragung
Foto: Alex Halada / PID
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VerkehrSeit heute ist es fix: Die Ausweitung der Parkpickerlzonen in Wien ist beschlossen und ab 1. Oktober gültig. Eine Volkbefragung soll es sechs Monate danach geben, jedoch nur über ein von der Stadtregierung vorgelegtes Konzept für die zukünftige Verkehrsteuerung.
"Die Regulierung des ruhenden Verkehrs wird fortgesetzt, auch gemäß den Wünschen der Bevölkerung", sagte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) bei der heutigen Pressekonferenz. Maria Vassilakou (Grüne) glaubt nicht, dass "eine Befragung ergeben kann, dass die Bürger dagegen sind." Das neue Parkpickerl für die Außenbezirke soll im Unterschied zu jenem für die Innenstadt nur bis 19 Uhr gelten und statt 120 nur 90 Euro kosten.
Opposition empört über "Abkassier-Wahn"
Die von der Opposition geforderte Volksbefragung zum Parkpickerl wird es nicht geben, trotz heftiger Proteste von FPÖ und ÖVP. Die beiden Parteien sammelten 150.000 Unterschriften von Parkpickerl-Gegnern. Beide zeigen sich empört über die Vorgehensweise der Stadtregierung. Johann Gudenus, Klubchef der FPÖ-Wien, erklärte, dass Rot-Grün "in ihrem blinden Abkassier-Wahn über die ohnehin schon so leidgeprüfte Wiener Bevölkerung drüber fährt wie ein sowjetischer Panzer über den Prager Frühling." Für ÖVP-Wien-Chef Manfred Juraczka ist die Entscheidung der Stadtregierung "eine Verhöhnung der Bevölkerung und eine Bankrotterklärung der rot-grünen Stadtregierung."
Mit der heutigen Ankündigungen wird klar, dass die Verhandlungen, die die rot-grüne Regierung mit der schwarzen Opposition führte, wohl nur als taktische Maßnahme zu qualifizieren sind. Die Bereitschaft, vom ursprünglichen Plan abzurücken, dürfte von Anfang an nicht gegeben gewesen sein. Angesichts der aktuellen Diskussion über mehr direkte Demokratie lässt die Entscheidung tief blicken. Immerhin hat mehr als jeder zehnte Wiener Wahlberechtigte gegen das Parkpickerl unterschrieben.









Kommentare
Wenn sie glauben und möchten können sich Häupl und Vassilakuh
das Parkpickerl ruhig einführen. Wenn sie wollen auch gegenseitig.
sinkende Lebensqualität
Wien verliert zunehmend an Lebensqualität!!! Nicht nur, dass das Parkpickerl grob am Zeck mehr Parkplätze zur Verfügung zu stellen vorbeigeht (ab 19:00 kein Parkpickerl zu verlangen ist ein Witz und ändert nichts an der Problematik), auch die Wiener Linien sind eine Frechheit. Fahre ich bloß eine Station, muss ich 2 Euro ablegen! Zudem ist das öffentliche Netz schlecht und die Straßenbahnen brauchen ewigst von A nach B.
Die "Öffentlichen" in Graz ...
... sind eine Zumutung!
Die in Wien funktionieren dagegen grandios. Ich zumindest habe in Wien niemals länger als 5 Minuten auf einen Anschluß gewartet. In Graz dagegen steht man auch schon mal 20 Minuten herum.
Wenn ich im Monat nur einmal mit dem "Proletenschlauch" fahre, dann sind € 2,- echt billig. Fahre ich täglich (mit der Jahreskarte), kommt es mir immer noch wesentlich billiger, als der Unterhalt eines eigenen Autos. Wenn ich mir also ein Auto leisten kann, wird das Parkpickerl auch noch drin sein.
Das muß ich in Graz-Stadt nämlich überall haben und als Nicht-Grazer bekomme ich nicht mal eines, selbst wenn ich wollte!
Da kostet ein Tag in der "blauen Zone" € 13,20 abgesehen davon, daß ich nur max. 3 Std. an der gleichen Stelle stehen darf.
So, liebe Wiener, jetzt regt's Euch auf ...
dfW
Also,...
..bei aller berechtigten Kritik, aber zu sagen, dass das öffentliche Verkehrsnetz in Wien schlecht ist, stimmt schlichtweg nicht. Die Einzelfahrscheine sind wirklich ein wenig teuer geworden, das Jahresticket kostet aber nur mehr 365€, also einen Euro pro Tag.
Interessant aber nur, wenn ich jeden Tag unterwegs bin.
Und für manche Menschen noch immer mehr wie ein halbes Monat ihres Einkommens.
Rechnet man die Tage weg, die man nicht die Öffis benützt, dann sind es schon EUR 3,- pro genützten Tag.
Die Frage, warum man die Pensionisten mit Erhöhungen bedacht hat, würde ich auch gerne wissen. Nicht jeder hat die Pension (Ruhegeld) eines Politikerbeamten.
Immer...
...noch billiger als jedes Auto, egal wie Sie das rechnen.
Vorausgesetzt, das Auto ist berufsrelevant.
4 Personen á EUR 3,- = EUR 12,-
Mit dem Auto erreiche ich damit 150 Kilometer. Normale Wegstrecke in der Stadt ist maximal 25 km. Quer durch Wien und retour sind 66 Kilometer.
Das...
...ist aber eine Milchmädchenrechnung.
Erstens gehen Sie von einer Vollbesetzung aus. Durchschnittlich sitzen nicht einmal zwei Personen in einem Auto.
Zweitens beziehen Sie sich offenbar nur auf die Treibstoffkosten. Andere laufende Kosten, wie Versicherung, Wertverlust oder gar Reparaturen auf Grund von Verschleiß oder Unfall sind nicht dabei.
Drittens muss man sich ein Auto erstmal anschaffen, was im Normalfall auch im mindestens vierstelligen Eurobereich liegt.
Viertens gehen Sie von 3 € aus.
Nicht nur in diesem Vergleich sind 365 € für eine Jahreskarte ziemlich günstig.
Gegen die Aussage, daß die Öffis in Wien gut (jetzt) ausgebaut
sind, habe ich nicht wiedersprochen. Der Preis ist aber davon abhängig, wieviel und wie oft man die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt oder benutzen muß. Und trotzdem hat das mit den Parkpickerl nichts zu tun. Lediglich die Häufigkeit der Benutzung des eigenen Kfz's im Stadtgebiet ist durch die Öffis nicht so notwendig. Anders, wenn man die Bewegungsfreiheit des Einzelnen einschränken will. Dann erfüllt das Parkpickerl sehr wohl diesen Zweck. Die scheinheiligen Grünen haben im Sommergespräch ja auch eingestanden, daß ihre Chefin das Kind in den Kindergarten führt und Einkäufe durchführt.
Wenig benutzen, eine Station fahren, tour retour sind EUR 3,80. Das sind in guten Schillingen ATS 52,30. Eine Stange Geld.
Lesen, lesen, lesen.
Sie sollten lesen, was geschrieben wird. Ich wiederhole mich nicht so gerne. Es ist auffällig, daß sie nur auf ihren Scheuklappenblick antworten. So verdreht meine ich. So wie, das Glas ist halb voll, nein halb leer oder so.
Wie schaffen sie es eigentlich, sowohl eingeloggt als auch (nicht überprüft) zu posten.
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