Goldrätsel gelüftet: Hat Fekter das Parlament belogen?
Tags
Gerhard Deimek, Gold, Österreichische Nationalbank. Finanzministerium, Maria Fekter, Peter Zöllner, Josef Pröll, FPÖ, ORF, €CO, Schweiz, London
Thema Gold - Antworten blieben aus.
Foto: FPÖ
Bereiche
GoldreservenSeit mehr als zwei Jahren verweigern Finanzministerium und Nationalbank Auskünfte über Österreichs Goldreserven. Während man gegenüber dem Parlament eine Mauer des Schweigens errichtete, erteilt die Nationalbank dem ORF bereitwillig Auskünfte. Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek spricht von einem Skandal.
Wo lagern die Goldbarren der Österreichischen Nationalbank? Diese Frage wurde in mehreren parlamentarischen Anfragen an das Finanzministerium gerichtet. Unter Verweis auf eine angebliche „Ausweispraxis“ wurden sämtliche Auskünfte verweigert. Auch die Österreichische Nationalbank – kurz OeNB - zeigte sich wenig kooperativ gegenüber dem Parlament. Im Wirtschaftsmagazin €CO vom 21. Juni allerdings plauderte Peter Zöllner – der Zuständige innerhalb der OeNB – aus dem Nähkästchen. Bereitwillig wurden die Fragen der Reporter beantwortet. Just jene Fragen, die man über mehr als zwei Jahre hinweg gegenüber dem freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Gerhard Deimek nicht beantworten wollte.
Widersprüchliche Auskünfte
Zöllner zufolge lagert das Gold der Österreicherinnen und Österreicher in der Schweiz und der britischen Hauptstadt London. Dabei wird der ORF nicht nur gegenüber Oppositionsparteien und dem Parlament bevorzugt. Zöllner widerlegte durch seine Angaben die Angaben des Finanzministeriums. Maria Fekter gab folgende Auskunft:
Wie bereits mehrmals anlässlich der Beantwortung gleichlautender schriftlicher parlamentarischer Anfragen festgehalten werden die einzelnen Lagerorte, die Anteile bzw. Mengen des im Inland und Ausland gelagerten Goldes sowie deren Entwicklung im Zeitablauf von der OeNB nicht bekanntgegeben. Damit folgt die OeNB der Ausweispraxis des Eurosystems, bei der ebenfalls nicht zwischen Goldbeständen innerhalb und außerhalb des Eurosystems unterschieden wird. Auch veröffentlicht die OeNB, der international überwiegend gehandhabten Notenbank-Praxis folgend, ihre Strategie hinsichtlich der Lagerung und der Disposition von Gold im In- und Ausland nicht.
Ein goldener Skandal?
Wie sind die Aussagen Peter Zöllners und Maria Fekters in Einklang zu bringen? Gegenwärtig kann darüber wohl lediglich gemutmaßt werden. Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek spricht wörtlich von einem „Skandal“. Entweder hätten Maria Fekter und ihr Vorgänger Josef Pröll das Parlament falsch informiert, oder Zöllner hätte das Gesetz gebrochen. „Beides wäre inakzeptabel. Eine andere Möglichkeit gibt es jedoch nicht“, kündigt Deimek ein parlamentarisches Nachspiel an. Eine entsprechende Anfrage wurde bereits eingebracht.










Kommentare
Ein neutraler Staat verlegt seine Goldreserven -
in einen neutralen Staat! Da steckt viel vertrauen unserer Politiker an ihr Land - oder haben sie etwas zu verbergen ? Wenn dem so ist, wäre auch der Zeitpunkt (Jahr) der Verlegung des österr. Goldes interessant. Und Zöllner wünsche ich nur das er seinen Job behält - denn Nowotny wird schon Gift für ihn streuen.
Nun, das scheint...
....so üblich zu sein, dass die herrschende Elite Gold ins Ausland verschiebt; tunlichst auf Privatbanken. Das haben ja Ghaddafi und Konsorten auch gemacht. Das soll wohl sicherstellen, daß im Falle des Falles ein externer Zugriff gesichert ist. Was es in der Regel dann nicht ist, wenn man sich den Sozialisten/Kommunisten gegenüber unbeliebt gemacht hat. Da kommt's dann zu einem "Einfrieren" der Konten. Und klammheimlich krallt's sich's die obligate Clique: die Banken. Und wer da die Eigentümer sind, ist eh evident!
Neuen Kommentar schreiben
- Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
- In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
- Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
- Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.