FPÖ prüft Anzeige wegen Pilz-Dissertation

24. Juli 2012 - 10:25
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HC Strache und Herbert Kickl durchleuchteten die Dissertation von Peter Pilz.
Foto: Unzensuriert.at

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Wissenschaft

In einer Pressekonferenz erklärte FPÖ-Klubobmann HC Strache, dass derzeit die Möglichkeiten einer Anzeige gegen den Grün-Abgeordneten Peter Pilz geprüft würden. Grund dafür ist seine im Oktober 1983 verfasste Dissertation zum Thema "Ökonomische Bedeutung der Einführung neuer Medien".

Diese soll zu über 90 Prozent mit einer Studie für das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung aus dem Jahr 1982 übereinstimmen. Demnach wurden sogar Tippfehler, wie "12,50 Frnaken" oder "Kärtner" übernommen. Die Studie wurde ebenfalls von Pilz verfasst, allerdings in Zusammenarbeit mit Hannes Werthner. So habe Pilz nicht nur ein "Selbstplagiat" eingereicht, sondern seine Dissertation nicht einmal alleine verfasst, kritisierte Strache.

Von einem "Selbstplagiat" ist die Rede, wenn der Studierende dieselbe Arbeit in mehreren Lehrveranstaltungen abgibt oder bestehende eigene Texte, ohne dies auszuweisen, in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet. Eine Dissertation ist eine wissenschaftliche Arbeit, welche zur Erlangung eines Doktorgrades notwendig ist.

Eine Rücktrittsforderung der FPÖ blieb jedoch vorerst aus. "Wir werden uns das jetzt ganz genau anschauen, da braucht es ein paar statistische Auswertungen, und wenn das zu Ende gekommen ist, werden wir auch die entsprechenden Schritte setzen.", kündigte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl an.

Peter Pilz wies den Vorwurf gegenüber Medien als "lächerlich" zurück und erklärte, die Sache sei bereits von der Uni Wien geprüft worden und "erledigt".

Unzensuriert griff Pilz-Dissertation erstmals auf

Bereits im März 2011 hat sich Unzensuriert.at als erstes Medium die Dissertation des Grün-Politikers näher angesehen. Unser Urteil damals: Zu dünn für ein Plagiat - auch inhaltlich. Die hohe Übereinstimmung mit der Studie war damals noch nicht bekannt.

Kurztitel: 
FPÖ durchleuchtet Pilz-Dissertation
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Kommentare

zum Thema wissenschaftliche Arbeit hat! Achso, da hat ihm wahrscheinlich der Kickl noch schnell ein paar Zeilen zusammengeschrieben, bevor er in seinen Urlaub nach Braunau gefahren ist...

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Bemerkenswert ist nur, dass es offenkundig wird, warum Herr Dr. Pilz so ein guter Aufdecker ist. Er kennt sich in diesem Umfeld, diesem Milieu, wie es scheint sehr gut aus.

Ich komme mit vielen wirklichen Größen zusammen. Und je mehr die können und wissen, desto relaxter sind sie. Sagens einfach X zu mir Oder I bin der Sepp sind sehr oft ihre Worte. Aber wir kennen ja die andere Seite auch. Die Seite von der Frau Hofrat.

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Gut dass wir Sie haben PapaJoe! Oder darf ich Sie X nenen? Oder sind Sie keiner von den wirklich Großen? Ich vermute mal...

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Techniker. Der sich hier die Finger verbiegt, da Maschinschreiben und Deutsch nicht meine Stärken sind.

Ich habe vor jedem Menschen Respekt, kenne Personen, die keine Uni abgeschlossen haben und Professoren Aufklärungsunterricht in Sachen Medizin UND Technik vermitteln. (Nicht meine Wenigkeit). Aber auch unter Lagerarbeiter oder Regalbetreuer ohne Berufsschuleausbildung gibt es viele kluge Köpfe. Viele sind nur faul und lassen sich, so wie unsere Politiker auch, die Worte in den Mund legen. Aber das sind ja nicht die Themen, die diskutiert werden sollen und verfehlen das Thema. Ich will hier nur ausdrücken, dass ein Titel nichtssagend ist. Die große Klaffung der Gehälter ist eben nicht gerechtfertigt. Außer die Mühe der Absitzung. Wir brauchen alle einander.

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...kann man denn sein, wenn man schon ein "Selbstplagiat" abgibt, dass noch dazu mit Hilfe anderer geschrieben wurde und dies nicht einmal auf Tippfehler überprüft? Ist das nur maßlose Selbstüberschatzung? Oder rechnet der gute Herr Dr. Peter Pilz einfach mit der Dummheit der Leute? Unfassbar...

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...nun das ist ja vom Sachverhalt nichts Neues, mich wundert bloß, dass man so unausgegoren an die Öffentlichkeit geht.

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Ein (ordentlich ausgewiesenes!) Zitat zum Beweis dafür, dass der Einserschmäh der C&P-Doctores keinesfalls eine Erfindung von geschassten Wirtschaftsministern oder noch immer amtierenden Kommissaren ist:

>>Es sei damals etwa nicht notwendig gewesen, Zitate mit Anführungszeichen kenntlich zu machen, solange die genutzten Arbeiten im Literaturverzeichnis genannt würden.<<

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/rumaenien-universitaet-bestae...

Mehr zum Schmunzeln auf Englisch (mit Verweis auf Original-C&P-Belege in der Originalsprache) hier:

http://www.economist.com/blogs/easternapproaches/2012/07/romanian-politi...

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