Schweizer Hotels locken mit Ramadan-Angeboten
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legt sich die Schweizer Hotellerie kräftig ins Zeug.
Foto: AslanMedia / flickr
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SchweizFür den islamischen Fastenmonat Ramadan hat sich die Schweizer Hotellerie ordentlich ins Zeug gelegt, um den Ansprüchen ihrer zahlungskräftigen muslimischen Gäste gerecht zu werden. Schon in der Empfangshalle des Züricher Flughafens sind Listen mit jenen Unterkünften ausgehängt, die spezielle Dienstleistungen in diesen vier Wochen anbieten. Etwa setzt die Luxushotelkette Swissotel nicht nur auf die Zubereitung von Speisen nach islamischen Speisevorschriften (Halal-Produkte), sondern verlängert auch die Öffnungszeiten ihrer Küchen.
„Wir ermöglichen muslimischen Gästen, ihre Fastenzeit auch in den Ferien problemlos einzuhalten“, erklärt Pressesprecherin Eva-Maria Lindner. Alle Mahlzeiten könnten vor und nach Sonnenuntergang eingenommen werden. Auch Räume für das gemeinsame Gebet, Gebetsteppiche und Kompasse zur genauen Ausrichtung nach Mekka werden nach Angaben der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) zur Verfügung gestellt. Die Angestellten seien zudem in der Lage, ihren muslimischen Gästen den Weg zu Moscheen in der Umgebung zu weisen. Manchmal gebe es sogar Extra-Tipps für libanesische, marokkanische und tunesische Restaurants. Ein Nachrichtenangebot in Print und Fernsehen runde das Angebot ab.
Interkulturelle Fortbildungen für Mitarbeiter
Mit Halal-Speisen und Moscheen-Führer alleine ist es aber noch nicht getan. Besonders Städte wie Zürich, St. Gallen oder Basel hätten noch enormen Nachholbedarf in Sachen muslimischer Lebensart, heißt es. Darum gibt es für die Hotelangestellten spezielle Fortbildungen in Sachen Interkulturalität. Um mit der Lebensweise ihrer Gäste vertraut zu sein, lernen sie über spirituelle Übungen zur inneren Reinigung, wohltätige Handlungen und Geselligkeit. Besonders der Fastenmonat Ramadan gelte für viele Muslime als die fröhlichste Zeit des Jahres – diese Freude müsse man auch den Mitarbeitern am Gesicht ablesen können. Zur Ausbildung gehören auch Verhaltensregeln, etwa, dass es unhöflich ist, während des Ramadan vor muslimischen Gästen zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Langer Augenkontakt beim anderen Geschlecht oder körperliche Nähe sind ebenfalls tabu.
Ständig neue Ideen
Der „Halal-Tourismus“ kennt scheinbar keine Grenzen. Die Tourismusorganisation in der Ferienregion Interlaken (Kanton Bern) organisiert in diesem Sommer erstmals eine „Halal Barbecue Cruise“ auf dem Brienzersee. Dort werden neben eidgenössischer Folklore-Musik auch islamische Spezialitäten wie Falafel und Hummus serviert. Im Schickeria-Dorf Gstaad im Berner Oberland können betuchte Großfamilien schon seit längerer Zeit komplette Etagen in Hotels und Ferienhäusern anmieten. Die Anreise erfolgt selbstverständlich mit Fluglinien, die religiöse Programme an Bord anbieten und Gebetszeiten ankündigen.









Kommentare
Kindereien
Soweit ich weis,sind Reisende vom Ramadan ausgenommen.
Wird ja auch zur genüge ausgenutzt(besoffener Saudiprinz usw)
Also was soll der Kniefall vor den Kameltreibern.
und was ist jetzt das Problem ?
Ich versteh nicht ganz was jetzt das Problem ist. Ein Hotel das sich auf seine Gäste einstellt? Genauso wie es in der Türkei in den Sommerhotels ein Schweinschnitzerl gibt mit Kartoffelsalat sowie deutschsprachige Reiseführer. Sag mal , wart ihr eigentlich schon mal außerhalb von Österreich oder geschweige denn außerhalb von Europa ? Was seit ihr ? Bauern die Angst haben dass der Ahmed euch die Hühner stiehlt ?
Das Bild ist eine solche Frechheit ? Als würden alle Muslime mit einem Burka herumlaufen. Ich bin Christ und bin in der ganzen Welt von den Muslimen mit solch Freundlichkeit und Offenheit begrüßt worden. Ich kapier echt nicht warum wir das nicht auch machen können. Wieder mal nur Hetze und da wundert ihr euch, dass man euch Nazis nennt.
Guter Punkt
Ihr Kommentar ist im Kern (nicht im Ton) richtig: gegen Touristen ist nichts einzuwenden, denen soll man durchaus (besonders in Tourismusregionen) entgegenkommen.
Ein Problem sind (nur) die fremdkulturellen Zuwanderer, wenn sie in solchen Massen kommen, dass man Angst bekommen kann, sie werden in nicht allzu ferner Zukunft uns ihre Vorstellungen von Sitte und Recht (demokratisch einwandfrei mit entsprechender Mehrheit) aufoktroieren.
Das Beispiel der Indianer, die die ersten Zuwanderer freundlich empfingen, ihnen die Ansiedlung gestatteten und heute (nur wenige Generationen später) von deren Nachfahren in Reservate gesperrt werden, schreckt einfach ab.
Da reagieren viele einfach "allergisch", auch beim falschen Anlass (Touristen unterscheiden sich von Zuwanderern wesentlich durch
a) ihre zeitlich sehr begrenzte Aufenthaltsdauer und
b) Nichtinanspruchnahme der Sozialnetze des Gastlandes).
Perfekt getroffen.
Entgegenkommen für Touristen finde ich in Ordnung. So, wie ich schon geschrieben habe, wir ja auch im Fernen Osten mit McDonald vertreten sind. Da kann man die Chinesen und Co. sogar bedauern.
Nun die Schweiz! ist schon
Nun die Schweiz! ist schon ein wenig rätselhaft und unverständlich. Teils konnte man ja in früheren Eidgenossenschaftsschwüren "baden" und sich die Schweiz als Vorbild nehmen..jüngstens..in der Nichtteilhabe am EU- Wahnsinn!
Wie die Schweiz aber ebenso beleidigt wird,wie alle die der Hochfinanz eine Heimstatt geben,sieht man jetzt.
Schweizer Hotels
Es bleibt einem Unternehmen unbenommen, auf Kundenfang zu gehen.Ich finde es aber sehr traurig,dass man einen derartigen Kniefall vor den Moslems macht.wenn ein Moslem in die Schweiz auf Urlaub fährt, sollte er wissen, dass die Schweiz ein-glaube ich-christliches Land ist. Daher wird der Ramadan hier eigentlich nicht praktiziert.wenn ich nach SaudiArabien fahre muss ich mich auch den dortigen Bräuchen anpassen.warum also nicht umgekehrt?
Natürlich sollte man sich da
Natürlich sollte man sich da anpassen, dennoch geht es ja hier nur ums Geschäft. Das sind eben Touristen! Wobei ich muss schon sagen, dass die meisten Golfstaaten-Araber gerne Deutsch essen und zu mal der eine oder andere gekommen ist um sein "sündigen" Hobbys nachzugehen. Mein Onkel selber ist Chef-Koch im Mariott im 1. Wiener Gemeindebezirk und dort gibt es sogar im Casino für die Golfstaaten-Araber einen Mitarbeiter der Arabisch spricht. Also viele leben mit der Doppelmoral, eigentlich. :-P
Die Katholische Nachrichten-Agentur möge bei den Hotelportiers
... doch einmal erfragen, was "sonst noch" bei den zahlungskräftigen moslemischen Gästen gefragt ist - oder liegen die diesbezüglichen Informationen ohnedies vor und wurden bloß der freiwilligen Selbstzensur unterworfen? Die Schweiz dürfte jedenfalls seit der Hannibal-Gaddafi-Affäre einiges gelernt haben.
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