Mario Draghi ist gescheitert: EZB-Gipfel spaltet die Eurozone

3. August 2012 - 7:47
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Mario Draghi setzte sich mit seinen Forderungen nicht durch.
Foto: European Parliament / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

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Euro

Es wäre zu schön gewesen – für den Süden. Die Ankündigung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, erwies sich als Sager. Auch weiterhin wird (noch) nicht alles getan werden, um den Euro zu retten. Die EZB wird nicht unbegrenzt Staatsanleihen in Not geratener Euro-Staaten kaufen. Der Steuerzahler des Nordens darf vorerst wohl aufatmen, der Süden wird erneut unter Druck geraten.

Flop für südliche Euro-Staaten

Die Europäische Zentralbank werde alles tun, den Euro zu erhalten. „Und glauben Sie mir, das wird reichen“, meinte der smarte Banker im Vorfeld der gestrigen EZB-Ratssitzung. Manche Anleger und Investoren werden sich an die US-amerikanische FED erinnert gefühlt haben. In den USA werden Außenhandelsbilanzdefizite durch einen sich immer wieder erneuernden Strom frischer Dollars ausgeglichen. Eine ähnliche Zukunft schien Mario Draghi für den Euroraum angekündigt zu haben. Die Märkte erholten sich. Für Griechenland, Spanien und Italien schienen nicht bloß klimatisch sonnige Zeiten anzubrechen. Doch der EZB-Präsident, Italiener und frühere Investmentbanker konnte sich mit seinen Vorstellungen nicht durchsetzen.

EZB will Staaten nicht von ihren Pflichten befreien

„Der Euro ist unumkehrbar“, verkündete Draghi in seiner gestrigen Pressekonferenz. Die EZB könne die jeweiligen Staaten nicht von ihren Pflichten befreien. Reformen und die Sanierung der Haushalte bleiben weiterhin staatliche Aufgaben. Die Notenbank wird also nicht mit einer inflationären Welle ungedeckter Euros aushelfen. Um Hilfen zu erhalten, müssen Staaten auch weiterhin Anträge beim Eurorettungsschirm EFSF stellen. Für eine positive Beurteilung sind in diesem Fall – wie theoretisch das Beispiel Griechenlands zeigt - Reformen durchzuführen. Erst dann könne die EZB aktiv werden, müsse sie aber nicht, wie Draghi betonte.

Nach diesen Statements des EZB-Präsidenten ist die Aufbruchstimmung an den Börsen verebbt. Die Bank wird nicht unbegrenzt Anleihen Spaniens erwerben und den Wünschen der Madrider Regierung nachkommen. Die Politik habe zu handeln, die „EZB wird hier nicht vorangehen“, kündigten Notenbanker im Vorfeld des Gipfels hinter vorgehaltener Hand an. Der Europäische Stabilitätsmechanismus sei kein geeigneter Partner für die EZB, überraschte Draghi. Allerdings werde man in den nächsten Wochen „angemessene  Modalitäten“ entwerfen, um den Süden der angeschlagenen Währungsunion von seinen Lasten zu befreien. Was auch immer das heißen mag.

Kurztitel: 
Euro: Mario Draghi vorerst gescheitert
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Kommentare

Bild des Benutzers der faule Willi

... immer in Angst um sein - wie auch immer erlangtes - Vermögen.
Mir kommen die Tränen!
Da sitzt ein solcher Anleger fett in seiner Villa und zittert um seine Gewinne, die er aus solchen Anlagen wie z.B. irgendwelchen ominösen Fonds, die ihrerseits wieder an den Börsen auf steigende oder fallende Kurse von Gütern, Währungen oder sogar Grundnahrungsmitteln wetten, den Hungertod von Millionen billigend in Kauf nehmen (Spekulation auf Reis), bloß um ihren Anlegern und sich selbst die Vermehrung ihres Geldes zu ermöglichen, natürlich ohne einen Finger rühren zu müssen!
Wirklich traurig die Schicksale dieser Gierigen, buhuhuuu !!!
Ich selbst erfreue mich tagtäglich daran, wie die Farcebook Aktie den Bach runtergegangen ist ... uuuuaaaaaaahahahahahahahahahaha!!!

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dfW

In einem Land wie Österreich ist es der politische Wille, dass wirtschaftliche Bildung Privatsache ist. In der schulischen Ausbildung geht dies über Buchhaltung nicht hinaus. Umso leichter fällt es dem einschlägigen Politikern die Mähr vom bösen Spekulanten zu strapazieren. Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Der Gläubiger muss zusehen wie sein hergeborgtes Geld durch einen Schuldenschnitt weggestrichen wird und wird beschimpft, wenn er nichts- oder nur mehr mit hohen Zinsen leiht.
Der Eingangskommentar tut einfach weh in der Birne.

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Der Euro ist also laut Draghi "unumkehrbar". Ja,ja, und unsere Neutralität ist "immerwährend". Alles klar! 

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Ich kann es nicht mehr hören, am Euro hängen natürlich nur die "Negeranten- Staaten", weil er einzig und alleine auf UNSERE Kosten (und das im Sinne des Wortes) geht! Die Nettozahler würden ohne weit besser dastehen, vor allem sämtliche Sparer, die schon jetzt die inflationäre Zeche zahlen, denn mit der offiziellen Inflationsrate kann man sich den Hintern wischen und politisch gewollt gibt es keine Zinsen mehr! Was zählt sind die Güter des täglichen Bedarfs und da sind wir bei lockeren 8% angelangt! Unser regierendes Lumpenpack hat uns zu allem Überfluss auch noch an diese durch und durch korrumpierte EU mittels ESM verkauft.
Diese EU hat für den kleinen Mann auf der Straße nur gewaltige Kosten, zusätzliche Kriminalität und gewaltigen Arbeitsplatzverlust beschert. Wer etwas Anderes behauptet ist ein Lügner und zählt voraussichtlich zu dem winzig- kleinen Prozentsatz EU- Nutznießer, die daraus einen finanziellen Vorteil ziehen! Der Rest zahlt bei diesen ganzen Sauereien nur mehr drauf!

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die Strände alle verkauft sind, wird man sich (vielleicht) bemühen, so ferne natürlich auch die Banken perfide sind, sich VIELLEICHT herablassen und dann den Euro retten, wenn er noch zu retten ist. Für die Bevölkerung wird man aber sicherlich nichts unternehmen, außer sie mit Steuern und Gebühren in ihren Sklavendasein zu fixieren.
 
Die Misswirtschaft ist doch ein Teil des teuflischen Planes. Kommunikation ist schon lange abverkauft.

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unserer "selbst ernannten" Eliten sind "das Vertrauen der Märkte zu erlangen" und "alternativlos". Mit Letzterem meinen sie sich selbst - es geht ja um Arbeitsplätze - ihre eigenen! Laßt doch die "Investoren" das Risiko auch spüren, für das sie diese hohen Aufschläge verrechnen - sonst wären diese ja ungerechtfertigt. Und das frisch gedruckte Geld schüttet nicht nach Süden, sondern verstaatlicht - auf Zeit! - die taumelnden Banken, damit man weiß, wo der Bartl den Most holt. Und mit zu reden hätten wir auch etwas. W.

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Bild des Benutzers der faule Willi

... damit sind im Wesentlichen die Geldmärkte gemeint, also die Börsen, in denen ausschließlich Spekulanten, Investoren und Anleger ihr Unwesen treiben.

SCHÖN LANGSAM HAB ICH DIE SCHNAUZE GESTRICHEN VOLL VON DIESEN SCHMAROTZERN!

Enteignet dieses elende Gesocks, stellt einfach die Schulden aller Länder auf NULL und schickt diese verdammten Geld-Verbrecher in die Hölle!!!

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dfW

Hm,das gemahnt an eine Hitlerrede und wirds nicht spielen....Vorher wirst Dir Dir noch das Rauchen angewöhnen... Verzeih! das ist natürlich ein Untergriff!

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Bild des Benutzers der faule Willi

... war mein Auszucker eher eine Vorwegnahme der Ideen Sahra Wagenknechts. Ihre Ideen allerdings grenzen tatsächlich an die von Dir gemeinte Rede ...
Nein, nein, der Vergleich stimmt schon, eher werde ich zum Raucher, als daß die Geld-Verbrecher freiwillig ihre Strategie aufgeben!

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dfW

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