Appell an die Bürger: Verklagt die EZB!

3. August 2012 - 9:59
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Die Bürger können gegen die Politik der Europäischen Zentralbank
klagen, meint der Jurist und Ökonom Hans-Walter Forkel.
Foto: Yann / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

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Staatsschulden

Die Oppositionsparteien FPÖ, BZÖ und Grüne gehen vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) gemeinsam gegen den Fiskalpakt vor. Das Land Kärnten hat eine Klage gegen den ESM beschlossen. Auch in Deutschland sind zahlreiche Klagen anhängig, über die das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) Mitte September entscheiden will. Der Rechtsanwalt und Ökonom Hans-Walter Forkel ermuntert in der Welt die Bürger, auch gegen die Europäische Zentralbank zu klagen. Der Jurist ist der Meinung, dass die Staatsschuldenkrise nicht entstanden wäre, wenn europäisches Recht konsequent durchgesetzt worden wäre.

Die EU verstößt gegen Gesetze die sie selbst gemacht hat, weil sie sich dauernd selbst rettet. Ein Ansatzpunkt für eine Klage wäre aus Sicht Forkels ein Verstoß gegen die Besteuerungsgleichheit. Über Inflation und bewusst niedrig festgelegte Zinsen finanziere die EZB die Staaten und deren Schulden mit. Staatsfinanzierung über Inflation und Niedrigzins sei ungleich, willkürlich und verstoße so gegen die Besteuerungsgleichheit.

Der Staat finanziert sich nicht nur durch Steuern, sondern auch mittels Anleihen, deren Zinssatz künstlich tief gehalten wird. Das Geld der Bürger – ob in Anleihen oder auf Sparbüchern – wird durch diese Niedrigzinspolitik immer weniger wert, weil die Inflation darüber liegt. Forkel erkennt darin einen Verstoß gegen die Besteuerungsgleichheit. Weil dadurch auch der einzelne Bürger individuell geschädigt sei, könne er vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die EZB-Politik klagen.

Schulden als Ergebnis gebrochener Gesetze

Der Rechtsstaat ist für Forkel bei der Euro-Krise nicht das Problem, sondern die Lösung. Wenn sich von Beginn an alle korrekt an die Gesetze gehalten hätten, dann würden wir nun nicht in einer europäischen Staatsschuldenkrise stecken, weil es den Staaten nicht möglich gewesen wäre, ihre Schulden immer weiter aufzublasen, bis manche von ihnen nun bereits vor der Pleite stehen.  Forkel, der seinen Kommentar provokant mit „Verklagt die EZB!“ betitelt, sieht daher nun die juristischen Institutionen in der Pflicht, die Krise zu stoppen, und schließt mit den Worten:

Bei dem Weg in die Staatsschuldenkrise haben BVerfG und EuGH versagt. Bei dem Weg aus der Staatsschuldenkrise heraus dürfen sie nicht wieder versagen. Es geht um das Überleben Europas.

Kurztitel: 
Aufruf zu Klagen gegen die EZB
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Kommentare

Bild des Benutzers der faule Willi

... von einer anderen Seite aus an.
Offensichtlich besteht eine irrsinnige Angst der Roten vor dem Einbringen der Verfassungsklagen gegen den ESM, bzw. den Fiskalpakt. Nachdem aber nur Kärnten mit der freiheitlichen Regierung als Land die Möglichkeit hat, eine solche Klage einzubringen, versucht man jetzt mit allen Mitteln, die Kärntner Landesregierung zu putschen. Anders kann man den verzweifelten Versuch der Linken nicht werten, derart schnell Neuwahlen anzustreben.
Mit einem regulären Ablauf ist denen nämlich nicht geholfen. Sie haben ein Skandälchen künstlich aufgeblasen und über alle (systemhörigen) Medien österreichweit breitgetreten. Naturgemäß wollen sie es auch jetzt sofort ausschlachten, um die freiheitliche Mehrheit in Kärnten zu brechen, mit dem Endziel, die Verfassungsklage zu verhindern.
Das Verfassungsgericht muß nämlich, wenn es nicht total link korrumpiert ist, die Verfassungswidrigkeit von ESM und Fiskalpakt erkennen und auch so beurteilen.

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dfW

 An alle: Und es wird aus Gräbers Mauern, schaurig ein zuuuuuu späät erschauern, denn alle Richter und Gerichte sind fest in politischer Hand. Und von denen kommt keine Hilfe. Die richten sich nach dem Morgenthauplan, zurück in die Steinzeit "Good old Europe". Dafür werden sie zwar nicht gewählt, aber von bestimmten Nutznießern bezahlt.

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Kommt der Appell von den Bürger oder wird der an sie gerichtet?
 
Bürger auf die Straße, laßt euch das nicht länger gefallen. Die maroden Schweine verkaufen uns alle mit Haut und Haaren.

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der Bürger wird es schwer haben, eine Klage zu verfassen und einzubringen.

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Glaube nicht. Die spielen bei dem ganzen Theater sicher mit. So wie mit dem Lissabonvertrag. Sind auch nur Schmähführer und Steuergeldkassierer.
 
Wo sind die Klagen gegen den Lissaboner Verfassungsbruch. Wo sie ihre eigenen Gesetze nicht einhalten. Das wäre wichter als in Pilz seine Doktorarbeit. Der hat sicher mehr Dreck am Stecken als seinen Titel.

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unterzeichnen den ESM und dann gehen sie wegen dem Fiskalpakt vor Gericht. Einfach zum Speiben des Gesinde.

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Bild des Benutzers der faule Willi

Sind die Klagen schon eingebracht?
Am 32. Dezember ist es zu spät ...

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dfW

Kommt erst am 33.Dezember. Vergiß nicht den Winterschlaf. Davor ist wegen dem Urlaub, einen Grund muss man ja haben, auch keine Zeit.

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