Deutsche Medien jagen junge Ruderin wegen ihres Freundes

4. August 2012 - 12:58
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Michael Vesper, Leiter der deutschen Olympia-Deöegation, zeigte sich
erleichtert über die Abreise Drygallas und trat die Medien-Lawine los.
Foto: Marcus Cyron / Wikimedia (CC BY 3.0)

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Sport

Was ist ein Land in PC-Taumel und Gegen-Rechts-Hysterie imstande, einer 23-jährigen Frau und Spitzensportlerin anzutun? Die deutschen Medien haben eine entfesselte Jagd auf Nadja Drygalla eröffnet, eine Ruderin des Deutschland-Achters, der in London bei den Olympischen Spielen den siebenten Platz belegt hat. Weil ein linksextremes Internet-Portal schreibt, dass ihr Freund in der – in Drygallas Heimatbundesland Mecklenburg-Vorpommern im Landtag vertretenen – NPD aktiv sei, hat sie über Nacht das Olympische Dorf verlassen. Auf eigenen Wunsch, wie die Verantwortlichen des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) betonen. Dennoch bleibt ein überaus schaler Nachgeschmack.

Obwohl bisher kein einziges Medium in der Lage war, mit Nadja Drygalla persönlich über die „Vorwürfe“ zu sprechen, werden bereits die Urteile gesprochen. Bild-Kommentator Walter M. Straten fordert mehr als bloß den Olympia-Abschied:

Welcher Funktionär oder Trainer hat gepennt? Oder noch schlimmer: bewusst braunen Dreck unter den Teppich gekehrt? Mit der Heimreise der Athletin ist es nicht getan. Der Fall muss aufgerollt werden und Konsequenzen haben.

FAZ: Sie muss wegen der Medienhatz weg

Für FAZ-Sportredakteur Anno Hecker verbietet sich zwar eine „Charakterbewertung“ der Sportlerin, allerdings stellt auch er fest:

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte keine Wahl. Er musste die Ruderin Nadja Drygalla von ihrem Rückzug aus dem Olympischen Dorf überzeugen.

Die Begründung dafür ist besonders grotesk und perfide. Die Engländer könnten glauben, dass die Deutschen Nazis sind, weil die deutschen Medien in ihrem politisch-korrekten Wahn so viel Unfug schreiben, lässt sich der folgende Absatz in verständliches Deutsch übersetzen:

Denn in der immer schneller rotierenden Welt der verkürzten, auf Effekte ausgerichteten Kommunikation hätte die Stichwort-Kombination „junge Deutsche, Freundin eines Nazis, Mitglied des Olympia-Teams“ schnell in England und dann in aller Welt ein groteskes, aberwitziges, falsches Bild produziert, gegen das aber jede Aufklärung machtlos gewesen wäre: deutsche Sportler von Nazis unterwandert. Dazu durfte es der DOSB nicht kommen lassen.

Top-Thema in ARD und ZDF

Auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender spielten in der Hetzjagd wie gewohnt mit. Die ARD-Tagesschau vom Freitag widmete den „Vorwürfen“ eine mehr als zweiminütige Reportage und vermeldete danach kurz und knapp eine olympische Goldmedaille für den deutschen Ruder-Vierer. Im Heute-Journal des ZDF war die Story sogar der Aufmacher, wenngleich hier immerhin auch die Frage intensiv diskutiert wurde, ob man denn eine junge Sportlerin für die politischen Ansichten ihres Lebensgefährten in Sippenhaft nehmen dürfe.

Wie die an sich nicht neue Beziehung der Ruderin mit dem Rechtsextremisten plötzlich zur Olympia-Affäre wurde und sich die Medien ohne Hemmungen auf die Veröffentlichung eines anonymen linksextremen Internetportals berufen, hat Felix Menzel hier für die Sezession beschrieben. Zum Spiel gehören natürlich auch die rigorosen Zensurmaßnahmen in den Kommentarspalten der Mainstream-Medien.

Facebook-Gemeinde solidarisch mit der Sportlerin

In sozialen Netzwerken hingegen wird sichtbar, was die Bürger über den künstlichen Skandal denken. Eine Solidaritäts-Gruppe mit Nadja Drygalla hat mittlerweile mehr als 2650 Unterstützer, die Gruppe „Nadja Drygalla? Nein, danke.“ hingegen nur 117 (beides Stand 4. August 2012, 12 Uhr).

Auch unter Sportlern und Sportfunktionären mehren sich nach dem miesen Spiel des Olympia-Delegationsleiters Michael Vesper, der sich öffentlich über die Abreise der Sportlerin aus London gefreut hatte, die vernünftigen Stimmen. Martin Sauer, Steuermann des goldenen deutschen Männer-Achters, verwies nach Vespers Ausführungen sichtlich genervt auf Grundgesetz und Meinungsfreiheit. Und Walter Arnold, Vorsitzender des Rostocker Ruderklubs, dem Drygalla angehört, sagte dem Nachrichtenmagazin Focus: „Ich finde es erbärmlich, dass ein junges Mädchen in Sippenhaft genommen wird.“ An der Zerstörungswut deutscher Sportfunktionäre und Politiker hegt Arnold jedoch keine Zweifel: Er gehe davon aus, dass die Abreise der 23-Jährigen gleichbedeutend mit dem Ende ihrer sportlichen Karriere sei.

Politik und Funktionäre werden Drygallas Karriere beenden

In der Tat hat die Diskussion längst die Politik erfasst. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will sich erst noch ein Bild machen. Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag (SPD), hat bereits eines, das sie der Welt so ausbreitet:

Wir haben ein Fördersystem, das eigentlich aufeinander abgestimmt sein sollte. Dazu gehören zum Beispiel die Fördergruppen der Bundeswehr und der Landespolizei. Es ist völlig unvorstellbar, dass jemand aus einer solchen Fördergruppe ausscheidet und niemand, aber absolut niemand, will etwas davon gewusst haben. Das muss schonungslos geklärt werden.

Freitag spielt auf den Austritt Drygallas aus der Polizei an, nachdem dort ihre Beziehung zum Thema gemacht worden war. Ähnlich äußert sich der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU). Es habe schon damals, nämlich 2011, Gespräche zwischen Drygalla, dem Landessportbund und ihrem Verein wegen der Kontakte in die rechte Szene gegeben. Caffiers strahlendes Lächeln auf dem Foto der Verabschiedung der Olympia-Teilnehmer des Bundeslandes konnte dieses Wissen nicht trüben.

Kurztitel: 
Medien-Hetzjagd auf deutsche Ruderin
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Kommentare

Das Mädel hat wohl ihren politischen Ahnenpass nicht vollständig ausgefüllt.
Irgendwie kommt mir das Ganze bekannt vor.

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Das Mädel hat das flott nachholen müssen-hat ihren Freund und alle die sie unterstützt haben in einer Nacht verraten! Schade! Wird ihr vielleicht einmal leid tun! So in meinem Alter..Entschuldigen nützt dann nix mehr!
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein..alles gewesen!

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Bild des Benutzers der faule Willi

... ist die Tatsache, daß ca. 1/3 der NPD Funkionäre Leute aus dem BRD- Verfassungsschutz sind oder zumindest demselben zuarbeiten ...

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dfW

Nur für alle zum Verständnis, wie sehr sich die linke Diktatur in Europa schon von der Rechtsstaatlichkeit entfernt hat. Auch wer mit jemandem 'zusammen' ist, der ein Funktionär einer nicht systemkonformen Partei ist, hat mit schweren Konsequenzen inklusive Existenzvernichtung (als Sportlerin) zu rechnen.
Die NDP ist ein extremes Überbleibsel der hoffnungslos zersplitterten deutschen Rechten. Aber die NDP ist (noch) nicht gesetzlich verboten und der Freund der Ruderin und erst recht (und darum geht es!) Nadja Drygalla selbst sind unbescholten!
Auch bei uns wird versucht, die FPÖ entgegen der weltanschaulichen Überzeugung der Mitglieder und Funktionäre in der veröffentlichten Meinung ins Nazi-Eck zu drängen. Wenn dies gelingt, kann wahrscheinlich ein Drittel unserer Olympiamannschaft heimfahren, weil irgendwer bei der FPÖ ist, oder jemanden kennt, der bei der FPÖ ist. So werden Regimegegner verfolgt und eingeschüchtert! Die gute alte STASI läßt grüßen.

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In der Nacht ist eine weitere Facebook-Seite hinzugekommen, die sich gegen die Diffamierung durch die gleichgeschalteten deutschen Medien (Welt, Stern, Bild, Spiegel) wendet und aus dem Stand bereits auf fast 500 "Gefällt mir"-Unterstützungserklärungen gekommen ist:

www.facebook.com/pages/Nadja-Drygalla-Wir-stehen-zu-Dir-Gegen-den-linken...

Die oben zitierte Contra-Seite hat momentan vergleichsweise sehr magere 176 "Gefällt mir" - man kann sich vorstellen, dass man dafür wie wild unter der eigenen Anhängerschaft getrommelt hat! Die Haupttätigkeit der Seite dürfte derzeit allerdings darin bestehen, dass man eine Flut erboster Kommentare aus dem Publikum zensurieren muss (eigene Diktion: "beleidigende Kommentare löschen"). Dennoch kann man dort zB lesen:

>>Die Hexenjagd gegen Frau Drygalla ist ein Rückfall ins dunkelste Mittelalter<<

>>kein Wunder, dass die gesamte organisierte Anifa von allen Seiten nur peinlich belächelt wird<<

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Wer sich aufgrund einer angeblichen Freundschaft der Athletin zu einem NPD-Funktionär dazu berufen fühlt machtvoll den moralischen Zeigefinger zu erheben, kennt die wahre neuere Geschichte Deutschlands nicht. Es war schließlich das kriminelle aristokratische westliche Geldschöpfer-Kartell, welches das Deutsche Reich absichtsvoll umfänglich sozial beschädigte und politisch verdarb, um es in eine schreckliche tyrannische Diktatur zu verwandeln. Genau dieses Geldschöpfer-Kartell ist ein wesentlicher Träger des olympischen Profitsystems und arbeitet seit vielen Jahrzehnten daran, eine skrupellose globalistische Diktatur zu errichten, die mit großer Wahrscheinlichkeit Milliarden von Menschen das Leben kosten wird. Deutschland-Hetzer sind deshalb ideologisch verblendete Komplizen des kriminellen globalistischen Geldschöpferkartells; ihre Doppel-Moral bereitet den Boden für eine weitere skrupellose elitäre politische Tyrannei.

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Dank undifferenziertem Fremdschämen ohne Details zu wissen, fällt niemandem auf oder ein,dass es im Jahre 36 Olympische Spiele in Deutschland gab. Den Teilnehmern wurde dringend "angeraten" sich von jüdischen Partnern zu trennen,ansonsten...

Diktatur und Diktatur ist sichtlich nicht dasselbe!

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Diktatur ist Diktatur!
Und den Vergleich mit 1936 kann man den nichtgewählten linken EU-Führern gar nicht oft genug an den Kopf werfen.

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Auf den entwürdigenden Gesetzesverstoß der linksgrünen Meute und der anderen selbsternannten Bessermenschen und ihrer kriechenden willfährigen Ausführenden gehe ich hier nicht ein.
Aufmerksam machen möchte ich darauf wie die Standards/Leistungen auch jetzt im Sport durch die Einteilung in -->förderungswürdig oder nicht<
systemkonform beeinflußt werden; politisch korrekt:ja--ansonsten gibt´s nichts, trotz erbrachter Leistung.
Auf anderen Gebieten gibt es Ähnliches:Quoten: für Frauen,Ausländer, Behinderte oder sonstwie Gehandicapte.Nicht Wissen,Können und Leistung bestimmen wer was wo machen darf,sondern die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht (oder nicht),zu Partei,ethnischer Gruppe und jetzt verstärkt die "politische Gesinnung."
Und da erdreisten sich die ausführenden Handlanger mich daran zu erinnern, daß ich das Glück habe in dem freiesten Rechtstaat auf deutschem Boden leben zu dürfen.
Forts.:-->

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Wer sich wundert warum unsere Länder bei internationalen Leistungsvergleichen immer weiter abfallen, könnte ja mal anfangen zu überlegen: am angeblich immer fehlenden Geld liegt es ganz sicher nicht!

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