Die Kriegskasse der britischen Finanzlobby
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Euro, Lehman Brothers, Banken, Regulierung, The Guardian, City of London, Finanzlobby, Staatsschulden, Labour-Party, Stuart Fraser, Hedgefonds, House of Lords, British Banker’s Association, City of London corporation, Angela Knight
Foto: stewartmorris / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
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FinanzkriseNach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers sollte alles anders werden. Daraus wurde nichts. Ist die Politik unwillig oder gar unfähig, die Finanzmärkte einigermaßen zu regulieren? Diese naiven Fragen drängen sich auf. Britische Journalisten enthüllten die Wahrheit. Hunderte Mitarbeiter und ebenso viele Millionen verhinderten Reformen.
Schall und Rauch
Quer durch den Globus machten Regierungen große Versprechungen. Man habe aus dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers und der Immobilienkrise Lehren gezogen. Die Finanzmärkte würden in naher Zeit reguliert werden. Das war im Jahr 2008. Seither eilen Europas Regierungen in regelmäßigen Abständen zu Krisengipfeln, um den Euro zu retten. Die Finanzkrise wurde zur Wirtschaftskrise und schließlich zur Staatsschuldenkrise. In letzter Konsequenz trägt der Steuerzahler die Last. Sozialleistungen werden gekürzt, der Kreis der Empfänger kleiner und die Steuern höher. Banken erhalten gleichzeitig immer höhere Summen. Das Gegenteil der versprochenen Reformen ist eingetreten.
Eine lange Gehaltsliste…
Die Politik verharrt in Untätigkeit. Reaktionen auf das Geschehen an den Finanzmärkten stehen an der Tagesordnung, Reformen finden sich kaum auf den Agenden. Daran scheint die Finanzlobby einen erheblichen Anteil zu haben. Investigative Journalisten der renommierten britischen Zeitung The Guardian haben aufschlussreiche Dokumente entdeckt. Ein Sechstel, insgesamt 124, der Mitglieder des House of Lords - einer der beiden Kammern des britischen Parlaments – hat finanzielle Verbindungen zur Finanzwelt. Im Jahr 2011 hat mehr als die Hälfte dieser adeligen Abgeordneten Zuwendungen von Finanzinstitutionen erhalten. Empfänge und Bankette von Entscheidungsträgern wurden großzügig subventioniert. 38 PR-Agenturen erhielten 15,8 Millionen Pfund von Banken, Versicherungen und Hedgefonds. Die Labour-Partei, ebenso wie die Konservativen und die Liberalen erhielten aus der gleichen Quelle zusammen 6,1 Millionen Pfund in einem Jahr.
…und dankbare Politiker?
Stuart Fraser, der mächtigste Funktionär und Lobbyist im Dienste der City of London, wurde regemäßig beim Finanzminister und dessen Apparat vorstellig. Insgesamt 22 Besprechungen und Termine soll Fraser innerhalb von 14 Monaten bis März dieses Jahres gehabt haben. Die City of London hat einiges zu bieten und entsprechende Erfolge vorzuweisen. Mehr als 100 Firmen mit rund 800 direkten Mitarbeitern sind für ihre Interessen im Einsatz. Diese Erfolge lassen sich zumindest zum Teil auch belegen. So setzte die Finanzwelt ihre Interessen im Steuerwesen durch. Auslandstöchter und deren Aktivitäten werden nicht durch Steuern zugunsten des Königreiches belastet. Ersparnis: mehrere Milliarden britische Pfund pro Jahr. Erreicht haben das die City of London Corporation und die British Banker’s Association. Zusätzlich wurde die Einrichtung staatlicher Behörden zur Kontrolle von Finanzgeschäften erfolgreich abgewehrt.
Die hochadelige Angela Knight ist die scheidende Vorstandsvorsitzende der British Banker’s Association. Sie bestreitet direktes Lobbying bei der Regierung, räumt aber ein:
Wir repräsentieren eine Reihe unterschiedlicher Banken in einer Vielzahl von Gremien. Natürlich sind wir darin erfolgreich, die Politik zu beeinflussen, die andere machen.
Ein Sprecher der City verneinte ebenfalls Einflussnahme für einzelne Unternehmen oder Personen. Er räumte aber Kontakte zu allen Parteien ein.









Kommentare
Schön, dass...
...sich jemand im Umfeld der FPÖ für das Thema Banken und Währung und Finanzen interessiert. Die Partei sollte jemanden haben, der sich zu diesen Sachen gut auskennt. (Wie will sie Skandale aufdecken, wenn sie die Zusammenhänge nicht kennt? Nun gut: Man kann sich dumm stellen. Dazu hat man das Recht. Man muss nicht klüger sein als der durchschnittliche Journalist.)
Wie sieht es mit den anderen Parteien aus?? Noch schöner?
Sie sollten eigentlich allgemein fragen.
Jetzt haben wir es im Griff. Nein jetzt wissen wir es besser. Auf dem Stand unseres jeztigen Wissen ... Wir machen mit Griechenland Gewinne, ...... Wenn wir nicht unterstützen wird es schlimmer (und es wird trotzdem immer noch schlimmer) ..... Jetzt denken wir darüber nach, Griechenland aus der Eurozone zu nehmen. Es ist für mich nicht mehr undenkbar. SIND LEICHT DIE BANKEN SCHON AUSREICHEND BEDIENT WORDEN????????
Na lauter gescheite Leute, unsere Politdeppen. Dann beschließen sie noch eine Institution, unkündbar, Immun in allen Instanzen, widerstands -und spruchlos autoritär und zwingend
Was haben die "ausgfressen", dass man sie so nötigen kann?? Denn so deppert kann man im Prinzip gar nicht sein, um so etwas zu ratifizieren. Könnte man denen irgendwelche Morde nachweisen?? Oder zumindest Mitwisserschaft. Es ist mich nicht anders erklärbar.
Wenn "die da Oben" uns weis machen, dass wir an der Erweiterung
so viel verdienen, dann meinen sie nicht uns sondern "die da Oben".
Wenn "die da Oben" die Gewinne weggeräumt und "die da Unten" im Osten abgeräumt haben und dann jammern, dann bekommen sie auch noch das Geld von unseren "denen da Unten".
Ganz beruhigt mich Konfuzius Weisheit nicht, als er sagte:
Die Affen, die Manager, "die da Oben" in den Wipfeln sitzen, sehen herab auf lauter lachende Gesichter. "Die da Unten" schauen hinauf zu "die da Oben" und sehen "da Oben" lauter Ar...löcher.
Man sehe sich (bei Interesse) ...
... dieses Video an:
http://nuoviso.tv/filme-a-dokus/item/bilderberger-das-geheime-zentrum-de...
dfW
Bei uns hier in Österreich ...
... ist das natürlich gaaaaanz anders, oder?
Da hat die Banken-Gangster-Lobby gar keinen Einfluß auf die Politik, oder?
Da werden keine Sozialleistungen gekürzt, oder Selbstbehalte (Rezeptgebühr) bei Krankheit erhöht, oder?
(Sozialleistungen für Österreicher, wohlgemerkt! Für Fremde wird ganz tief in den Topf gegriffen, selbstverständlich! Eigentlich für die Asylmafia, aber das ist ein anderes Thema!)
Bankster bekommen in Österreich ja schon lange keine Boni mehr, oder?
Hochrisiko-Fonds sind schon lange verboten, oder?
Spekulationen auf alle möglichen Güter und Grundlebensmittel sind ebenfalls verboten, oder?
bitte selbst beliebig ergänzen ...
dfW
Josef Pröll kann dir bestätigen, dass die Banken bei uns
in Österreich keinen Einfluß auf den Staat haben.
Hätten sie Einfluß, hätten sie auch kein Geld bekommen. Oder??
Zu --> der faule Willi
--// ist das nicht ein weiterer Beweis dafür,daß die Kreaturen, die die Mehrheit der Finanz-Gangster stellen, eine besondere "Art-Mensch" ist,die weltweit miteinander verflochten sind um ihre erpreßten Pfründe zu sichern und ihr gemeinsames Ziel zu verwirklichen.
Daß die Weltherrschaft dieser Finanz-Gangster schon so lange Bestand hat, heute nicht weniger politikbestimmend als früher,obwohl sämtliche Informationstechniken vorhanden wären die Menschen über Zusammenhänge,Wahrheit und Machenschaften dieser Gruppe der Banken-und Finanz-Clans und einiger anderer Ganoven aufzuklären,liegt zu großen Teilen daran, daß sich, aus der Mitte des Volkes, massenhaft käufliche Kreaturen finden, die sich den Finanz-/Banken-Verbrechern anbiedern um von deren Beute ebenfalls hemmungs- und skrupellos zu profitieren.
In Deutschland nennt man sie
In Deutschland nennt man sie schon lange HIWIS! Hilfswillige!
Man darf zu jenen aber nicht ungerecht sein. Sie gibt es in jedem System und sie fühlen sich richtig dabei! Ob sie nachher beleidigt werden,tut ihnen nicht weh,da meist verstorben! Das funktioniert zumindestens 300 Jahre-ich fürchte länger!
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