Iran-Affäre: 100.000 Dollar bringen Obama in Bedrängnis
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David Plouffe, Hillary Clinton, Barack Obama, Präsidentschaftswahlen, Wahlkampf, Demokraten, Republikaner, Mitt Romney, Turkcell, Iran, Syrien, MTN, Südafrika, Israel, Atomprogramm, Irak, Afghanistan, George Bush
Foto: jamesomalley / flickr (CC BY 2.0)
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USADie US-amerikanische Regierung und Präsident Barack Obama finden immer deutlichere Worte zum Atomprogramm des Iran. Es gelte, Israel und seine Existenz zu schützen. Hinter den Kulissen erscheint die Sache in einem anderen Licht. Obamas Wahlkampfmanager bei der letzten Präsidentschaftswahl, David Plouffe, kassierte 100.000 Dollar, um in Afrika für die Mullahs zu werben.
Ausgebliebener Wandel?
Im Jahr 2008 galt Barack Obama als Garant des Wandels. Das ramponierte Image der Vereinigten Staaten besserte sich etwas. In Berlin bejubelten ihn die Massen. Obamas Versprechen haben sich bisher nicht erfüllt. Er verwendet eine andere Diktion als sein Vorgänger George W. Bush, seine Politik gleicht der Bushs jedoch weitgehend. Der von seinem Vorgänger ausgerufene „Krieg gegen den Terror“ geht weiter. Immer noch befinden sich US-amerikanische Truppen im Irak und in Afghanistan. Und zumindest in Afghanistan werden sie noch lange Zeit bleiben.
Obamas Regierung und insbesondere Außenministerin Hillary Clinton stellten sich in der Auseinandersetzung um das umstrittene Atomprogramm auf die Seite Israels. Amerika werde seinen Verbündeten im Nahen Osten nicht im Stich lassen, versicherten Vertreter und Pressesprecher des Weißen Hauses. Hinter den Kulissen und abseits der Öffentlichkeit werden dennoch Geschäfte mit dem Iran angebahnt. David Plouffe, Obamas erfolgreicher Wahlkampfmanager und Berater des Präsidenten, betätigte sich in Afrika als Lobbyist für die Sache der Mullahs.
50.000 Dollar pro Rede
Eine Tochterfirma des Telekommunikationskonzerns MTN mit Sitz in Südafrika entlohnte Plouffe für zwei Reden, die er in Nigeria gehalten hatte, mit 100.000 US-Dollar. Er hatte sich als Lobbyist für das Unternehmen stark gemacht und für dessen Vorzüge geworben. Das delikate an der Sache: MTN ist hochaktiv in Staaten wie dem Iran und dessen Bündnispartner Syrien. Dabei geht es nicht lediglich um Handys oder Festnetzanschlüsse. Sensible Technologien und militärisch nutzbare Infrastruktur gehören ebenfalls zur Exportpalette des Unternehmens. Das Unternehmen vereinbarte eine fünfjährige Zusammenarbeit mit einem staatlichen Unternehmen des Iran, wie die den Demokraten nahe stehende Washington Post enthüllte. In der gegenwärtigen Situation könnte dieser Zwischenfall unangenehm für die Demokraten und Barack Obama werden. Der republikanische Präsidentschaftskandidat und Herausforderer Mitt Romney kritisiert den Präsidenten und seine Mannschaft massiv wegen ihrer zu sanften Gangart gegenüber dem ölreichen Staat.
Misslungener Gegenangriff
Dementsprechend hat Obamas Administration David Plouffe untersagt, mediale Stellungnahmen abzugeben. Anstatt dessen ging man zum Gegenangriff über. Romney mache ebenfalls über die Firma „Turkcell“ Geschäfte mit dem Iran. Bestätigt wurden diese Anschuldigungen jedoch bisher nicht. Sollte sich die Geschäftsbeziehung jedoch als wahr herausstellen, könnte auch das unangenehm für den wahlkämpfenden Obama werden. Plouffe kassierte im Jahr 2010 48.000 Dollar für eine Rede im Dienste von Turkcell.









Kommentare
Iran-Affäre: 100.000 Dollar bringen Obama in Bedrängnis
Keine bange. Niemand gerät in Bedrängnis. am wenigsten der schwarze Man im weißen Haus. Die irrige Annahme rührt vermutlich daher, dass der Autor tatsächlich der festen Überzeugung ist, dass Sanktionen und Embargos gegen Mullahstaat für alle, gleicher Maßen, gelten. Mit Nichten. Der Befehl zu Sanktionen besagt in Wirklichkeit nichts anderes außer: Haltet euch zurück, ich will alles selbst fressen. Mehr nicht. Und noch etwas: Falls der schwarze man geht und ein anderes Ungetier kommt ändert sich doch nichts. Denn der Imperialismus bleibt. Es ist die Sache der 99% amerikaner das zu ändern. last not least: / Tote und etliche Tempelverletzte lassen grüßen, nebst die aus dem Kinosaal in Clorado.
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