AMS-Mitarbeiter werden häufig bedroht
Tags
AMS, Cobra, Hausverbot, Sicherheitsfirma, eJobroom, Prävention, Mindestsicherung, SPÖ, Justiz, Sozialministerium, Rudolf Hundstorfer, Justizministerium
angenehme Atmosphäre, wie es die Pressefotos suggerieren.
Foto: AMS, Petra Spiola
Bereiche
SozialesIn der österreichischen Justiz ist das Sicherheitsproblem spätestens seit Amokläufen an diversen Gerichten bestens bekannt. Mit Sicherheitsschleusen und privaten Sicherheitsdiensten versucht das Justizministerium, seine Mitarbeiter, aber auch Zeugen und Verhandlungsparteien vor aggressiven Gerichtsbesuchern zu schützen. Eine parlamentarische Anfrage an Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat nun ergeben, dass auch die Mitarbeiter des Arbeitsmarktservice (AMS) gefährlich leben.
104 Polizeiensätze beim AMS
Allein 2011 musste die Polizei zu insgesamt 104 Polizeieinsätzen ausrücken. Spitzenreiter ist Wien, wo fünfzig Blaulichteinsätze notwendig waren, um aggressive Arbeitslose von der Begehung strafbarer Handlungen abzuhalten. Auch Oberösterreich und Tirol mit jeweils 16 Polizeieinsätzen sind mit hohen Sicherheitsproblemen konfrontiert. In Kärnten musste im Sommer 2011 sogar die Spezialeinheit „Cobra“ angefordert werden, um dem Verdacht nach einem bewaffneten AMS-Kunden nachzugehen.
Subjektiver Eindruck der gesteigerten Aggressivität
Aber die notwendig gewordenen Polizeieinsätze sind nur die Spitze des Eisberges. Insgesamt bestehe ein „subjektiver Eindruck der gesteigerten Kundenaggressivität“ , wie etwa das AMS Burgenland vermeldet. Die steirischen Kollegen listen 200 Vorfälle auf, das AMS Oberösterreich 170 und das AMS Niederösterreich 160 Situationen, in denen es zu aggressiven Beschimpfungen und Verbalinjurien gegen AMS-Mitarbeiter kam. Das AMS Wien schätzt die Zahl der Tätlichkeiten auf 30 bis 40 im Jahr ein. Mit Strafanzeigen halten sich die AMS-Dienststellen sehr zurück, so wurden 2011 lediglich drei Anzeigen in Tirol und jeweils eine in Nieder- und Oberösterreich eingebracht. In Tirol wurde zusätzlich ein Hausverbot gegen einen aggressiven Arbeitslosen verhängt.
Sicherheitsdienste und elektronischer Kundenverkehr sollen Probleme abmildern
Liest man Hundstorfers Anfragebeantwortung, dann scheinen Sozialministerium und AMS gleichermaßen ratlos. In einzelnen AMS-Landesgeschäftstellen wie Kärnten, Niederösterreich, Steiermark und Tirol behilft man sich nach dem Vorbild des Justizministeriums mit dem Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten. Zusätzlich setzt man auf den vermehrten Einsatz des elektronischen Kundenverkehrs über „eJobroom“, „eAMS-Konto“ oder „AMSHelp“ um so eine unmittelbare Aggressivität gegenüber AMS-Mitarbeitern erst gar nicht möglich zu machen. Auch sogenannte „Notfallspsychologen“ und eine eigenen Rechtshilfe steht bereit, um verbal oder tätlich angegriffene Mitarbeiter zu unterstützen. Zukünftig möchte man auch eigene Workshops mit Sicherheitsdienstleistern und der Polizei für die Mitarbeiter verstärkt anbieten, um diese für das zunehmend aggressiver agierende Klientel fit zu machen.









Kommentare
Bitte keine Polizeieinsätze...!
Um Himmels Willen: Die "AMS-Kundschaft" besteht vorwiegend aus Benachteiligten, Minderbegabten und Traumatisierten.
Ein Polizist (mit Waffe oder Pfefferspray) könnte diesen armen Menschen schon durch seinen Anblick (noch mehr) verunsichern oder irritieren.
Deshalb: Sanftes Vorgehen gegen Ausrastende: Lieder singen, Sesselkreis-Übungen (aber nicht: "Reise nach Jerusalem"!), Lichterkerzen-Veranstaltungen etc...
Hirn einschalten
1. wer glaubt, dass wir in einer Demokratie leben, irrt. 2. Alle AMS-Mitarbeiter machen sich an dieser faschistoiden Arbeitsmarktpolitik mitschuldig. 3. Weswegen konzentriert sich der Frust, Hass, Kampf, Widerstand dessen Opfer nicht in die Richtung wo er hingehört - in Richtung Verantwortliche dieser menschenverachtenden politischen Rahmenbedingungen und dessen behördlichen HandlangerInnen, sondern auf die künstlichen Feindbilder, die ihnen vorgesetzt wurden - und "meist" aus der gleichen niedrigen sozialen Schicht kommen!? Sehen "die", dass es ihnen bei Personen nicht gelingt sie ins Boot, der mit der Unterdrückung Einverstandenen, ev. des Arschkriechertum, Denunziantentum, zu holen, nimmt die Brutalität, Diffamierung, Beleidigung, Feindseligkeit zu! Deswegen auch haben die Regierenden / Parteien in Österreich ein so leichtes Spiel eine Politik der eigenen Interessen zum Schaden der Gesellschaft durchzusetzen.
Â
Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt
Aktivierung in die Prekarität
Glaubt man den Autoren eines eben erschienenen Buches, dann ist mit dieser Art von Politik kein Staat zu machen: "Aktivierung in die Prekarität?", lautet ihr ernüchternder Befund. Am Beispiel von Deutschland, Österreich, Polen, Großbritannien und der Schweiz kommen die Wissenschaftler Karin Scherschel, Peter Streckeisen und Manfred Krenn zu dem Schluss, dass in diesen fünf Ländern die aktivierende Arbeitsmarktpolitik der vergangenen Jahre ihr Ziel verfehlt habe: Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und Sicherung der sozialen Teilhabe wurden demnach nicht erreicht. "Stattdessen haben die Aktivierungspolitiken zur Ausdehnung unsicherer und niedrig entlohnter Beschäftigung geführt: Sie vertiefen also gerade jene Verwerfungen, die sie zu bekämpfen suchen." Und da wundert sich noch jemand, dass die Leute -bedroht und auch tatsächlich betroffen von Existenzvernichtung- ausrasten?
Eine seriöse wissenschaftliche Statistik wirds wohl nicht geben,
die anführt, welche Landsmänner/Landsfrauen die AMS-Mitarbeiter vermöbeln.
Diese Diagnosen muss man wohl den (weniger seriösen) Postern hier überlassen.
Ich hab aber sofort ein Bild eines typischen Wiener AMS-Besuchers im Kopf:
Der alkoholkranke Blauwähler aus Favoriten oder Simmering, der zur Abwechslung mal nicht die Frau zuhause schlägt...
Wie schön,
dass der Dilettanten-Blog das Wort Ausländer nicht mal mehr erwähnen muss, um eine derartige Diskussion auszulösen. Jetzt seid ihr dort, wo man euch "Systemverweigerer" haben will.
!!!
An Gast und an Animalsex!
Ich kenne genug Beamte (auch vom AMS) welche etliche Male von "Kulturbereichern" bedroht und beschimpft wurden.
Einige von denen haben sogar ihre Arbeit als Beamte aufgegeben und sich eine andere Arbeit gesucht.   Andere wieder haben bis zur Pensionierung durchgehalten, sind dafür nun aber recht aktiv gegen die Parteien, welche dafür verantwortlich sind. :lol:
Weil sie denen etwas zurückzahlen wollen - oder gar müssen!!!
Â
Â
Â
Lieber Erhard.
Lassen sie sich nicht von diesen Typen "papierln".
Das sind ... was auch immer. Mit ihren Postings stellen sich diese Irgendwas ihr eigenes Armutszeugnis aus. Kennt hier jetzt schon jeder und sie werden auch nicht mehr bewertet. Am Besten auch nicht gelesen. Die versuchen hier primitive Gehirnwäsche zu betreiben. Mit der Gutmütigkeit der Leute diese in irgendeine Schuldgefühlsfalle zu locken. Es gibt eben Leute, die man nicht ernst nehmen kann und die mit Sektenmethoden ein paar Hirnlose zu fangen versuchen.
Teile sie hier einfach ihre Meinung mit und lassen sie sich nicht zu einen Text manipulieren, der dann wieder falsch ausgelegt wird und sie dann etwas schreiben, dass man mit tausend Zeichen gar nicht wiedergeben kann. Weder Schwarz noch Weiß ist richtig. Also bleiben wir in der Grauzone und suchen wir die Mitte. Und suchen das Richtigere.
Den Anderen lassen wir ganz einfach ihre Pippi Langstrumpf.
Das...
...ist ja fast schon niedlich, was Sie hier machen. Weil Sie selbst und einige Ihrer Kollegen sich nicht aussehen auf einer sachlichen Ebene miteinander zu kommunizieren, versuchen Sie wieder einmal mich in einem komischen Licht dastehen zu lassen und auch noch andere dazu zu bewegen, mich doch zu ignorieren. Aber machen Sie nur, es ist wirklich amüsant zu sehen, wie Sie hier andere bevormunden zu versuchen und gleichzeitig mich als Gehirnwäscher darzustellen.
Â
Das ist an Lächerlichkeit fast nicht mehr zu überbieten, aber ich muss sagen, ich glaube an Sie! Sie schaffen es!
Â
PS: Zeigen Sie mir auch nur einen einzigen Kommentar, den ich falsch ausgelegt hätte.
Also...
...weil Sie Beamte kennen, von denen einige sogar beim AMS sind, ist es so, dass Migranten die Bösen sind.
Â
Dazu fällt mir das passende Zitat ein:
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....
Â
PS: in "animalex" kommt kein "s" vor. Tut mir leid, dass mein Nickname bei Ihnen solch perverse Gedanken auslöst.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen
Mein Mitleid hält sich dabei in Grenzen.
Weil ich weiß, daß die "Bedrohten" vom AMS meist von Migratten bedroht werden, aber selber jedesmal brav die SPÖ (oder Pseudo-Grün) wählen, weil sie denen Ihre Jobs als AMS-Angestellten verdanken - und ansonsten .... selber arbeitslos wären.
(ergo: meistens selber schuld!)
Als Ausgleich aber bedrohen und schikanieren diese Angestellten dafür die Arbeitlosen und Arbeitssuchenden welche KEINEN "Migrationshintergrund" haben, also die harmlosen Inländer.
Â
Â
Seiten
Neuen Kommentar schreiben
- Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
- In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
- Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
- Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.