Frankreichs Sozialisten lassen Roma nach Rumänien abschieben

10. August 2012 - 10:43
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Die Stadt Lille geht gegen illegal lagernde Roma-Familien vor.
Foto: Wester / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)

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Frankreich

In Frankreich ist ein neuer Konflikt über den Umgang mit illegal eingewanderten Roma-Familien ausgebrochen. Während die Sozialisten unter ihrem Präsidenten Hollande im vergangenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlkampf noch gegen die Abschiebepraxis der Regierung Sarkozy gegen Roma polemisierten, sind sie nun selbst gezwungen, gegen diese Zuwanderer aus den EU-Oststaaten sicherheitspolizeilich vorzugehen. Vor allem sozialistisch verwaltete Kommunen wie etwa die Stadt Lille wollen die Roma-Familien loswerden.

Sozialistisches Lille schiebt hunderte Roma ab

Am Donnerstag räumte die französische Polizei in einer Vorortgemeinde der Stadt Lille zwei Roma-Lager. Rund 200 Menschen wurden aus ihren illegal aufgestellten Wohnwagen vertrieben. Die nordfranzösische Stadt wird von der Parteichefin der Sozialisten, Martine Aubry, regiert, die sich durch den wachsenden Protest der Bevölkerung gezwungen sah, gegen die lagernden Roma vorzugehen. Kritik von linken Gruppen an den Sicherheitsbehörden prallt an den verantwortlichen Politikern aus dem roten Lager ab.

Razzien gegen Roma quer durch Frankreich

In den vergangen Wochen wurden auch Razzien gegen Roma in den Städten Paris und Lyon vorgenommen. Mehrere Hundert eingewanderte Roma ohne gültige Papiere wurden zum Verlassen ihrer Wohnungen veranlasst,  allein 240 Roma wurden diese Woche von Lyon nach Rumänien ausgeflogen. Politisch verantwortlich dafür zeichnet der sozialistische Innenminister Manuel Valls. Er verteidigt die jüngsten Abschiebungen als legal und notwendig, da die provisorische Unterbringung hunderter Menschen in Wohnwagensiedlungen ein gesundheitspolitisches Risiko darstelle. „Unhygienische Camps sind nicht hinnehmbar. Die Spannungen waren untragbar geworden“, argumentierte Valls, zumal sich auch die ursprünglichen Einwohner in den betroffenen Gebieten von den Roma belästig fühlen.

Kurztitel: 
Rotes Lille räumt Romalager
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Kommentare

Lustig ist das Zigeunerleben,brauchst dem Kaiser kein Zins zu geben.. Jetzt werden sie staatlicherseits gratis auch noch herumkutschiert,das hätten sie sich nie träumen lassen! Und das geht auch noch in einem Aufwasch,die "ursprüngliche Bevölkerung!" zu belästigen,zu beleidigen und zum Zahlen zu verpflichten! Da Zigeuner ähnlich organisiert sind wie die Mafia und die zahllosen Islamvereine-sie bieten Angebote,die man nicht ablehnen kann,ist der "Demokratische Staat" natürlich am Ende seines Lateins! Ja schade!

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Roma, die sich freiwillig "repatriieren" lassen, kriegen 300 Euro pro Erwachsener und 150 Euro pro Kind. Kritiker halten diese Politik für verfehlt, da sie meinen, das Geld würde nur für einen Heimurlaub verwendet werden, um danach in Bälde wieder nach Frankreich zurückzukehren.

"Die französische Regierung verschwendet riesige Mengen an Geld, um den Leuten einen Heimurlaub in Rumänien zu finanzieren", erklärt Valeriu Nicolae vom Zentrum für Roma und Minderheiten in Bukarest (eine NGO, die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten an junge Roma zu vermitteln versucht), gegenüber der linken Tageszeitung Libération.

"Was glauben Sie wohl, was die tun werden? Schließlich lebt sich in einem Ghetto in Frankreich viel bequemer als in einem Ghetto in Rumänien. Also bleiben sie ein paar Wochen hier in Rumänien und kehren dann wieder nach Frankreich zurück."

http://www.france24.com/en/20120809-france-dismantles-camps-deports-roma...

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Bild des Benutzers der faule Willi

Dank der vielgerühmten Reisefreiheit in Europa!
Ich sch... drauf!
Lieber zücke ich an der Grenze meinen Reisepass und nehme gerne ein paar Minuten (auch Stunden!) Wartezeit in Kauf.

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dfW

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