Austro Control: Betriebsräte und Gewerkschaft im Kampf gegen Lehrlinge?

24. August 2012 - 23:30
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Schikaniert der Betriebsrat der Austro Control Lehrlinge?
Foto: Incinerator / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

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Verkehr

Betriebsräte sollen die Interessen der Belegschaft vertreten. In der für die Fluglotsenausbildung zuständigen Austro Control scheint das nicht zum Selbstverständnis zu gehören. Der FPÖ zufolge werden jüngere Mitarbeiter und Lehrlinge regelrecht gemobbt. Die zuständige Gewerkschaft Vida weist die Vorwürfe auf das Schärfste zurück.

Begehrte Überstunden

Jedes Jahr melden sich junge Menschen an der Ausbildungsakademie der Austro Control für den Lehrgang zum Fluglotsen an. Am Ende steht ein verantwortungsvoller und gut bezahlter Beruf. Zuvor muss eine anspruchsvolle und kostspielige Ausbildung absolviert werden. Der Prozentsatz an durchfallenden Kandidaten ist hoch. Das liegt betreffenden Personen und dem freiheitlichen Nationalratsabgeordneten und Verkehrssprecher Gerard Deimek zufolge jedoch nicht in erster Linie an den Prüflingen. Ganz im Gegenteil. Demnach würden systematisch und bewusst Prüfungsfragen gestellt, welche die im Laufe der Ausbildung durchgenommenen Lehrinhalte übersteigen. „Um Überstundenzulagen kassieren zu können, wird die Anzahl an Fluglotsen künstlich und mit Hilfe von Schikanen niedrig gehalten. Man sichert die eigenen Futtertröge“, kritisiert Deimek. Belegschaftsvertreter und Gewerkschaft würden ihr wahres Gesicht zeigen, nämlich das einer „Parteibuch-Lobby“.

Populismus oder berechtigte Kritik?

Gewerkschaft und Betriebsrat interpretieren die Lage naturgemäß aus einer anderen Perspektive. Der Vorsitzende des Berufsgruppenausschusses Flugsicherung innerhalb der Gewerkschaft Vida, Norbert Payr, weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als „gewohnt plumpen FPÖ-Populismus, bar jeder Sachlichkeit.“ Die Vorwürfe seien „völliger Schwachsinn“. Payr betonte, dass die Gewerkschaft bemüht sei, die Ausbildung auf Vordermann zu bringen. Weshalb sich frustrierte Bewerber jedoch an den freiheitlichen Gerhard Deimek statt an die Belegschaftsvertretung wandten, konnte sich auch der Gewerkschafter nicht schlüssig erklären.

Kurztitel: 
Lehrlingsmobbing in der Austro Control?
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Kommentare

... klar, dass dieser Herr Payr die Vorwürfe zurückweist etc.... - na zugeben wird er's sicher nicht. Wenn man aber schon nicht überzeugen kann dann sollte man aber wenigstens verwirren, oder?! Etwas als kompletten Schwachsinn zu betiteln kann nur jemandem einfallen dem es an Gegenbeweisen mangelt. Abgesehen davon - nach Allem was diese Welt schon gesehen hat, gibt es eigentlich nichts mehr, dass für unmöglich gehalten werden kann und darf. Und - je kurioser oder verrückter etwas klingt um höher ist die Wahrscheinlichkeit das genau das der Wahrheit entspricht - weil sich so eine Wahrheit keiner vorstellen kann. Absolut plausibel - ich wäre dafür, dass alle jemals durchgefallenen Kandidaten befragt werden. Auf diversen Messen habe ich den Stand der AustroControl mehrfach besucht - hochnäsig bis zum Geht nicht Mehr sind die Schausteller; das ist der Eindruck den nicht nur ich gewonnen habe - so ein Zufall aber auch.

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Wozu sind Gewerkschaften denn da? Kümmern Sie sich mithilfe der Beiträge ihrer Mitglieder um deren Interessen? Oder werden Etablierten lediglich stellen an Futterträgen zugewiesen? Der "Fall  BAWAG" beantwortet diese Fragen.

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Hier wird diskutiert, obwohl offenbar nur wenig Wissen vorhanden ist. Ausgerechnet die FPÖ als Kronzeugen für die letzte Wahrheit zu betrachten ist mehr als super. Vielleicht sogar superdeppert?
Die Ausbildung der Fluglotsen ist europaweit extrem hart. Das liegt daran, dass wir zwar alle ganz gescheit, mancher auch weniger gescheit, daherreden können, aber unter allen Umständen Luftfahrzeuge nicht miteinander kollidieren zu lassen, das muss man erstmal hinbekommen. Allein die Tests für die Wahrnehmungsfähigkeit sind so, dass kaum jemand sie besteht. Also: Weniger dumm daherreden, statt dem ernsthaft in die Themen schauen! Und nicht Politspielchen der FPÖ für wahr halten.

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