Darabos nach Olympia auch als Sportminister unten durch

15. August 2012 - 10:08
Bild: 
Nach dem Olympia-Debakel wünschen sich die Österreicher ein
völlig neues Sportystem mit einem Profi an der Spitze.
Foto: Böhringer / Wikimedia (CC-BY-SA-2.5)

Bereiche 

Sport

Schlechte Noten stellen die Österreicher der heimischen Sportpolitik und ihrem verantwortlichen Minister aus. Dies ergab eine Umfrage des Humaninstituts, die im Zeitraum zwischen 10. und 14. August 2012 durchgeführt worden ist. Nach den Misserfolgen bei den Sommerspielen in London kritisieren die Befragten vor allem das aktuelle Sportförderungssystem, den mangelnden Schulsport und die fehlenden Anreize für den Breitensport. Dabei betonten die Befragten gleichzeitig die Wichtigkeit des Sports für Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung.

Österreicher sind unzufrieden mit Olympiaergebnissen

Sehr unzufrieden geben sich die Österreicher mit den Ergebnissen der zu Ende gegangenen Olympischen Bewerbern in London. 79 Prozent der Befragten sind mit den Leistungen der österreichischen Olympia-Teilnehmer nicht zufrieden, nur 12 Prozent sind mit den Ergebnissen einverstanden. Neben der fehlenden Motivation der Sportler mit immerhin 78 Prozent sticht vor allem die schlechte Organisation des Sports mit 69 Prozent Zustimmung durch die Befragten heraus.

Einen zentralen Stellenwert messen die Österreicher dem Sport für die Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung zu. 62 Prozent sehen einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Leistungen im Sport und Erfolgen in Schule oder Beruf. Dass Sport fit hält, überzeugt 90 Prozent, 81 Prozent halten ihn für gesundheitsfördernd, 75 Prozent für motivierend. Und immerhin 71 Prozent der Befragten sehen im Sport eine Komponente für die Persönlichkeitsentwicklung. 57 Prozent wünschen sich eine verstärkte Förderung des Schulsports.

Falscher Mann an der Spitze des Systems

Den hohen Stellenwert, den die Österreicher dem Sport einräumen, sehen sie an der Spitze der politischen Verantwortung nicht gewährleistet. Die bisherige Arbeit von Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) wird von 26 Prozent mit „Nicht genügend“, von 28 Prozent mit „Genügend“ und weiteren 32 Prozent mit „Befriedigend“ bewertet. Darüber hinaus wird von fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer dem heimischen Sportförderungssystem die zentrale Rolle für die negative Leistungsbilanz bei der Olympiade in London gegeben. Bisherige Reformbemühungen halten 66 Prozent für nicht zielführend.

Österreicher wünschen sich Schwarzenegger, Maier oder Innauer

Für eine bessere Zukunft braucht es eine radikale Abkehr vom verpolitisierten Funktionärssystem. Statt Sportminister Darabos oder Olympia-Chef Karl Stoss stehen die Namen Arnold Schwarzenegger (84 Prozent) , Hermann Maier (78 Prozent) oder Toni Innauer (74 Prozent) ganz oben auf der Wunschliste der Österreicher als Verantwortungsträger für die Sportförderung. Aber auch Skilegende Franz Klammer hat mit 61 Prozent ein gutes Image.

Kurztitel: 
Olympia-Debakel: Darabos unten durch
Spende für Unzensuriert
 

Kommentare

ÖFB Auswahl gegen Türkei: 2:0
Danke Hr. Minister, Ihre Leistung.
Genau gleich blöd wie Misserfolge bei Olympia dem Minister anzulasten.
denn so gedacht - wie auf dieser site - würde Kärnten ganz mies abschneiden.
 

1
0

Die Trainingsstätte der Spitzensportler.

Wie war die Aufteilung der Kosten. 30% Kosten Sanierung, 70% Parteifinanzierung?? Dann wäre klar, daß das Bad nicht saniert sein kann. Denn ein Großteil der 30% dient zur Deckung der Boni für die Manager. So gesehen ist die Halle eigentlich eine gute Anlage geworden.

Irgendwo müssen jetzt ja auch Sportler eine Sportanlage verlassen, weil sie abgerissen wird. So gesehen ist die Leistung unserer Sportler mehr als eine Spitzenleistung.

Von SkyLink schreibe ich hier nicht, denn der hat mit Sport nur so viel zu tun, als dort die Athleten abfliegen oder am Korruptionsterminal landen.

0
0

Ohne Kommentar!
Ersuche trotzdem sich das anzusehen und eigene Schlüsse zu ziehen:
http://www.youtube.com/watch?v=gCUNqYIRX_0

1
0