Griechische Reedereien setzen sich gegen deutsche Schiffe durch

20. August 2012 - 17:00
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Basel III ruiniert deutsche Reedereinen.
Foto: New Zealand Defence Force / Wikimedia (CC BY 2.0)

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Banken

Deutschland ist weltweit führend im maritimen Transportgeschäft. Der Marktanteil deutscher Reeder liegt bei 40 Prozent. Doch die glorreichen Zeiten des Frachtgeschäftes sind zumindest vorerst vorbei. Die Weltwirtschaftskrise hatte negative Auswirkungen auf das Handelsvolumen. Griechenlands Rolle ist diesmal eine andere. Südliche Reeder bringen ihre deutschen Kollegen unter Druck. Die Bankenwelt der Bundesrepublik investiert lieber in griechische Unternehmen als in landeseigene.

Handelsvolumen rückläufig

Exporte und Importe gingen in der jüngeren Vergangenheit zurück. Einführen aus Nordamerika verringerten sich um 7,5 Prozent. Asien hatte mit neun Prozent noch größere Einbußen zu verzeichnen. Die Mittelmeerregion benötigte um ein Sechstel weniger Container. Keine leichten Zeiten für Unternehmen im Transportgeschäft. Die Preise liegen nur knapp über den Kosten. Verschuldete Carrier laufen Gefahr, in ihren Verbindlichkeiten zu ertrinken. Frische Kredite sind kaum zu bekommen. Die Commerzbank, der zweitgrößte Financier im Reedereigeschäft, will ihr Engagement im Volumen von 20 Milliarden Euro zurückfahren. Grund dafür ist nicht bloß das schwächelnde Geschäft. Die erhöhten Eigenkapitalanforderungen von Basel III zwingen die Banken, ihr ausstehendes Kreditvolumen zu verringern. Zwei Drittel der deutschen Seefrachtunternehmen geraten unter finanziellen Druck.  

Erfolg - Griechenland mal anders

Griechenland wurde zum Sinnbild der Eurokrise. Im Fall der internationalen Seefracht haben die Griechen bessere – wenn nicht sogar die besten - Karten in der Hand. Während der globalen Hochkonjunktur verkauften griechische Reeder einen Teil ihrer Flotte um gutes Geld. Mittlerweile erwerben sie die abgestoßenen Tonnagen zu Dumpingpreisen zurück. Konkurse von Mitbewerbern und weltweit sinkende Frachtaufkommen drücken die Preise. Die Reederei Costamare investierte 1,2 Milliarden US-Dollar in die Erweiterung der hauseigenen Flotte seit Anfang 2011. Im Juli kaufte die Gruppe das ursprünglich unter deutscher Flagge schippernde Schiff „Stadt Lübeck“. Die Hypo Vereinsbank bot eine hundertprozentige Kreditfinanzierung des Deals an. Konditionen, die der deutschen Konkurrenz verwehrt bleiben.

Giorgos Xiradakis, der Gründer eines auf Frachtschifffahrt spezialisierten Beratungsunternehmens, gibt Einblick in die Geschäftsgeheimnisse der griechischen Firmen: Der chinesische Premierminister Wen Jiabao sagte der Branche fünf Milliarden Euro an Krediten zu. Einerseits, um in den Markt einzudringen, andererseits um chinesische Werften indirekt zu unterstützen.

Kurztitel: 
Schiffe versenken mit Basel III
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Kommentare

Ostagentin? Scheubels General?

Oder ......

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Es kann doch niemanden verwundern, der in den letzten Jahren Zeitungen (nicht "Österreich" oder "Heute" als einzige Blätter) gelesen hat: Die reichen Griechen haben ihre Vermögen "rechtzeitig" ins Ausland transferiert - dieses immense Kapital muss nun wohl auch veranlagt werden, am besten (auch) in jener Branche, in der man sich gut auskennt und schon bisher erfolgreich war.

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"Die Hypo Vereinsbank bot eine hundertprozentige Kreditfinanzierung des Deals an. Konditionen, die der deutschen Konkurrenz verwehrt bleiben" WARUM WOHL? WEIL DIESE BANK EIN ITALIENISCHES GELDHAUS IST: HELLAS STEHT IHNEN NÄHER ALS DEUTSCHLAND, DAS LAND, IN WELCHEM  DIE MUTTER- GESELLSCHAFT UNICREDIT DIE MEISTEN GEWINNE EINFÄHRT ....

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Alles schön und (nicht) gut. viele Möglichkeiten der griechischen Reeder ist recht leicht, denn die zahlen noch immer keine Steuern. also - wo ist die 'Ehrlichkeit'?
Aber es nutzt ja sowieso nichts, weil dann fahren's halt unter einer anderen Flagge.
die richten sich's sowieso.

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