ORF-Sommergespräch: Glawischnig ohne Ecken und Kanten

21. August 2012 - 15:04
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Glawischnig wirkte beim ORF-Sommergespräch abgehoben und uninformiert.
Foto: bundespräsidentin / flickr (CC BY-SA 2.0)

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Zu einem konturenlosen Kaffeeplausch geriet das zweite ORF-Sommergespräch zwischen Redakteur Armin Wolf und der Grünen Bundessprecherin Eva Glawischnig. Obwohl der Bogen vom stramm konservativen Elternhaus am Kärntner Millstättersee bis hin zu einer angestrebten Regierungsbeteiligung reichte, waren die Antworten der Grünen Spitzenfrau ausweichend und indifferent. Klare Worte zum Grünen Eurokurs oder zukünftigen Wahlchancen blieben aus. Und bei der direkten Demokratie, möchte die Grüne Bundessprecherin nur über Fragen abstimmen lassen, die den Grünen auch ins Konzept passen. Das Ertapptwerden beim Schnellfahren auf ihrer Sommertour kostete viel Gesprächszeit. Dafür wollte Glawischnig von Van der Bellens Homepageaffäre noch nichts gehört haben und rettete sich so zum nächsten Thema

Peinlich betroffen von eigener familiärer Herkunft

Als in einem eingespielten Beitrag der Fokus auf Glawischnigs stramm konservatives Elternhaus gelegt wurde, gab sich die Grüne Bundessprecherin peinlich berührt. Ob die Eltern früher selbst freiheitlich gewählt hätten, könne sie nicht bestätigen, da über solche Sachen nicht gesprochen worden sei. Dafür habe sie sich in Fragen „des Deutschnationalismus“ und beim Ortstafelkonflikt klar gegen die elterliche Meinung positioniert. Zum eingespielten Bild als jugendliche Hackbrettspielerin verschlug es ihr vollständig die Sprache.

Regierungsbeteiligung bleibt Ziel der Grünen

Glawischnig begeisterte sich einmal mehr für eine Grüne Regierungsbeteiligung. Dass sie dieses Ziel bereits im Jahre 1999 zum ersten Mal formuliert hatte, ohne ihm auf Bundesebene auch nur einen Schritt näher gekommen zu sein, tat dem keinen Abbruch. Auch zu den mangelnden Wahlerfolgen seit der Übernahme der Grünen Obmannschaft 2008 durch ihre Person war Glawischnig wenig zu entlocken.

Direkte Demokratie nur bei Themen, die den Grünen passen

Angesprochen auf die liebe Not der Wiener Grünen mit dem Parkpickerl und der direkten Demokratie, verstieg sich Glawischnig völlig in linke Dialektik. Heraus kam, dass die Grünen nur für direktdemokratische Mitbestimmung sind, wenn ihnen Thema und zu erwartendes Ergebnis auch tatsächlich passen. Beim Thema der Grünen Regierungsbeteiligung in Wien setzte sich die selektive Wahrnehmung fort, indem Glawischnig von der „Homepageaffäre“ Alexander Van der Bellens als Universitätsbeauftragter noch nicht gehört haben wollte.

Kurztitel: 
Fader Kaffeeplausch mit Glawischnig
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Kommentare

geschrieben?! An Belanglosigkeit schwer zu überbieten.
Wenigstens ein Bild vom Sommergespräch hätte, anstatt des Symbolbildes, verwendet werden können...
Ansonsten würde ich klar feststellen: lieber Aufnahmen vom Hackbrett spielen, als dabei erwischt zu werden, wie man mit seinen Lausbuben-Freunden "Gotcha" spielte.

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...Sommergespräch gleicht doch dem letzten. Armin Wolf stellt die Fragen in gleicher Weise, die Gesprächspartnerin hat oft nur ausweichende Antworten parat, wie das bei PolitikerInnen leider meist der Fall ist. Der Artikel dazu aber ist einfach nur lächerlich. Man versteift sich auf die unwichtigsten Dinge und den Rest erfindet man.

Dabei gäbe es ohnehin genug auszusetzen. Von der Homepageaffäre nichts zu wissen, ist doch ein wenig peinlich. Stattdessen nimmt man Bezug auf das angebliche zu schnell Fahren des Chaffeurs von Glawischnig und verkürzt die Diskussion um das Parkpickerl wieder auf das, was der FPÖ passt.

Es wundert einen doch, wie manche hier behaupten können, unzensuriert biete eine willkommene Abwechslung zur angeblich politisch unterwanderten Medienlandschaft in Österreich, wird hier doch das Parteiprogramm der FPÖ eins zu eins umgesetzt. Aber dazu scheinen sich die meisten auch nicht bekennen zu wollen.

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Bild des Benutzers dagarser

Ich war von dem Gespräch eigentlich positiv überrascht: Armin Wolf ist ganz schön Schlitten mit ihr gefahren...

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Warum fragt man hier nicht nach und wurde es angesprochen? Muß mir erst das Sommergespräch ansehen. Eine Frage zur Solidarität mit der Giechischen Regierung hoffe ich auch zu hören. Wem interessiert denn ein Foto mit Hackbrettspielen?

Nochmals nachgefragt:

Warum muß die FPK die Verfassungsklage einbringen. Bitte bitte um Aufklärung. Wenn ich genug Geld hätte, dürfte ich den Verwaltungsgerichthof oder den OGH beschäftigen?

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...Verfassungsklage kann entweder ein Drittel der Nationalratsabgeordneten oder eine Landesregierung einbringen.

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Kärnten wollen. Eine Verfassungsklage trifft sie sicher mitten ins ??? Ins Was eigentlich? Hirn und Herz haben sie ja keines.

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...wollen Neuwahlen, weil zum Einen die Politik der FPK eine reine Freunderlwirtschaft ist, und zum Anderen sicher auch, weil sie jetzt ihre große Chance sehen. Die Verfassungsklage dient doch nur der FPK als Ausrede.

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Jetzt muß ich wenigstens nicht blöd sterben.

Also nochmals einen schönen Dank.

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