Ungarn: Fidesz-Politiker will Revision der Grenzen

22. August 2012 - 4:00
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Außenminister Martonyi relativiert die Forderungen seines Parteikollegen.
Foto: wikimedia / public domain

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Ungarn

Der Parlamentsabgeordnete Zoltán Kőszegi sprach während eines Lagers der Fidesz-Parteijugend in Borzont (Siebenbürgen, Rumänien) vor zwei Wochen im Zuge einer Podiumsdiskussion über Autonomiemöglichkeiten der ungarischen Minderheiten in Rumänien von einer möglichen Revision der Grenzen Ungarns bis 2020, falls die regierende Fidesz-Partei mehr Kräfte sammle und das Land wirtschaftlich stärker werde.

Über die Aussage, welche Teilnehmer des Lagers bestätigten, wurde zunächst von der rumänischen Tageszeitung Krónika berichtet. Der ungarische Außenminister János Martonyi stellte am Mittwoch klar, dass es sich um die private Meinung des Parlamentsabgeordneten handle und diese nicht die Ansichten der Regierung darstelle, da sich Ungarn an internationale Verträge halte und Autonomiebestrebungen ungarischer Minderheiten im Ausland mit den betroffenen Staaten festlege.

Der Wunsch nach einer Revision des Friedensvertrages von Trianon ist auch eine Forderung der rechtsnationalen Jobbik-Partei. Laut Jobbik-Sprecher Zoltán Balczó sei diese Forderung aber aufgrund der heutigen globalpolitischen Umstände nicht realisierbar.

Kurztitel: 
Ungarn: Politiker will Grenzrevision
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Kommentare

der Begünstigten des Heimatraubes an Ungarn wie Deutschen spricht Bände.
So einflußreich und mächtig wie die Juden müßten sie sein...

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auch der vertrag von st.germain war unfair, warum fordern wir nicht - zurecht - südtirol zurück, weiters - viel problematischer, da österreicher bereits vertrieben: tarvis, marburg, ödenburg, brünn etc.?
wenn die eu auseinanderbricht, sollte südtirol ein thema werden.

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Die Revisionsforderung der Ungarn mag zwar extremistisch erscheinen, jedoch sollte nicht vergessen werden, dass der Vertrag von Trianon eben diese Revision vorsah. Dieses Recht wurde und wird den Ungarn vorenthalten, obwohl dies ausdrücklich  vertragsgemäß zuerkannt wird. In Anbetracht der Tatsache, dass Millionen von Ungarn unnötigerweise an die Nachbarländer "veteilt" wurden, und seitdem stetig unterdrückt werden, ist dieser Schritt durchaus vorstellbar.

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Szép kincses Kolozsvár, Mátyás büszkesége,
Nem lehet, nem, soha! Oláhország éke!
Nem teremhet Bánát a rácnak kenyeret!
Magyar szél fog fúni a Kárpátok felett!

wörtlich:
Kolozsvár [Klausenburg], du herrlicher Schatz, König Matthias' Stolz,
Es darf nicht sein, nein, niemals! Sei ein Keil im Welschen Land!
Auch der Banat kann nicht ertragen, der Serben Brotkammer zu sein!
Ungarns Wind wird weiter über den Karpaten wehen!

Ein patriotisches Gedicht des Dichters Attila József, der als Koryphäe der ungarischen Linken gilt (im Kommunismus wie auch heute). Die Fidesz-Regierung will sein nach 1945 errichtetes Denkmal am Kossuth-Platz hinter dem Budapester Parlament beseitigen. Die Jobbik hingegen ehrt ihn mit einer eigenen Webseite:

http://kecel.jobbik.hu/?q=jozsef_attila_nem_nem_soha

Übers Őrvidék ("Wartland" = Burgenland) hat der gute Attila József übrigens nix gedichtet...

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