Somalische Olympia-Sportlerin ging mit Flüchtlingsboot unter

25. August 2012 - 3:30
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Mit einem Flüchtlingsboot ist die somalische Läuferin Samia Yusuf Omar
bei der Anreise zu den Olympischen Spielen gekentert.
Foto: llauren / flickr

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Afrika

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking war die somalische Sprinterin Samia Yusuf Omar Fahnenträgerin und zugleich einzige Athletin ihres Landes. Obwohl sie mit einer persönlichen Bestzeit von 32,16 Sekunden beim 200-Meter-Lauf als Letzte in der Vorrunde ausschied, wurde ihr sportlicher Einsatz mit frenetischem Applaus bedacht. Auch dieses Jahr freute sich die 1991 geborene Somalierin auf die Wettkämpfe in London. Doch dazu kam es nicht. Sie starb auf dem Weg zu den Sommerspielen, weil ihr Flüchtlingsboot, mit dem sie nach Europa übersetzen wollte, Schiffbruch erlitt.

 „Aus Geldgründen wussten wir nicht, ob Somalia Athleten nach London schicken würde. Sie hatte uns daher vorgeschlagen, allein London zu erreichen“, berichtete Samias Trainer Mustafa Abdelaziz der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. Er und Samias Familie sammelten eifrig Geld, um die Olympia-Teilnahme der begeisterten Sportlerin zu ermöglichen. Die Mutter verkaufte dafür sogar eigens ein kleines Grundstück. Mit einem voll besetzten Flüchtlingsboot wollte es die Athletin schließlich von Libyen aus über Italien bis nach London schaffen. Vor acht Monaten verlor sich allerdings die Spur. Vermutlich Anfang April dürfte sie im Kanal von Sizilien unweit der Küste Maltas ums Leben gekommen sein. „Wir wussten, dass die Reise nach Europa gefährlich war, wir dachten jedoch nicht, dass sie das Leben verlieren würde. Ihr Tod hat uns zutiefst erschüttert“, bedauerte Abdelaziz.

Sportlerin zog Hass der islamistischen Milizen auf sich

Bereits als 17jährige hatte sich Samia Yusuf Omar gegen den Widerstand in ihrer muslimischen Heimat durchgesetzt und sich einen Olympia-Start ermöglicht. „Ich renne gegen den Hass in meinem Land und um meiner Familie zu helfen“, sagte sie damals. Die Teilnahme für Sportler aus dem von Bürgerkrieg und Terrorismus geprägten Land ist nicht ungefährlich. Schon während ihrer Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Peking wurde sie von Soldaten der islamistischen al-Shabaab-Miliz mehrfach vom Training abgehalten. „Frauen sollen keinen Sport betreiben, sagten sie zu mir. Aber ich war überzeugt, dass die Teilnahme an den Spielen das Ticket aus Armut und Gewalt ist“, berichtete Samia dem britischen Fernsehsender BBC.

Hohe Sportfunktionäre ermordet

Nach Angaben der Wiener Zeitung haben die beiden in London teilnehmenden somalischen Athleten und ihre Familien in der Heimat Drohungen via Telefon und Facebook erhalten. Im April wurden der Präsident des Somalischen Olympischen Komitees, Aden Yabarow Wiish, und der Präsident des somalischen Fußballverbandes, Said Mohamed Nur, in Mogadischu getötet. Ende Juli wurde der Unter-17-Torhüter Abdulkader Dheere Hussein von Unbekannten ermordet.

Kurztitel: 
Somalia-Athletin starb als Bootsflüchtling
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Kommentare

oder friedlichen Bürger, in Massen zu uns holt. Korrigiere: Nicht Leute, Bagage. Diese Bagage mit ihrer Ideologie.

Unsere Quotenfeministinnen. Wozu haben sie die Bundeshymne geändert, wenn sie "eh" bald nichts mehr zu sagen haben? So gesehen, warum sollten wir sie nicht zu holen? Wenn sie wissen was ich schreiben wollte.

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