Hochkonjunktur für kriminelle Pyramidenspiele

24. August 2012 - 17:00
Bild: 
Pyramidenspiele verursachen Millionenschäden bei Konsumenten.
Foto: Netsrak78 / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)

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Justiz

Kriminelle Pyramidenspiele gewinnen durch moderne Kommunikationsformen wie Internet und soziale Netzwerke wieder an Fahrt. In der jüngsten Vergangenheit sind solche Erscheinungen unter den harmlosen Bezeichnungen „Schenkkreis“, „Herzkreis“, „Chart“ oder „Lotus“ aufgetreten. Das bekannteste dieser Pyramidenspiele, die im Fokus behördlicher Ermittlungen stehen, ist aktuell das System „Lyoness“. Aber auch andere Systeme, wie „Club Asteria“, „Euro Success“, „Unacio“, „Unternehmerforum Chart“ und sogar Goldankäufe werden mittlerweile von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaften unter die Lupe genommen. Eine parlamentarische Anfrage an Innen- und Justizministerium hat den aktuellen Stand der strafrechtlichen Verfolgung von Pyramidenspielen in Österreich offengelegt.

Pyramidenspiel oft zu Lasten von Verwandten und Bekannten

Auf der Homepage www.kriminalitaet.at wird vor Pyramidenspielen ausdrücklich gewarnt. Jüngst seien vor allem im Umfeld von Graz wieder Werber für diese Art des „Glücksspiels“ aufgetreten und hätten „ freundlich, blauäugig vorgetäuscht und behauptet, man schenke nur, man wolle nur Gutes tun, es sei nicht strafbar, es wäre keine Steuer fällig usw.“ Für „Neueinsteiger“ seien sogar Darlehen zum Mitmachen angeboten worden. Oft würden solche Neueinsteiger ihr System vor allem im eigenen Verwandten- und Bekanntenkreis bewerben, um eine entsprechende Anzahl an Mitmachern zu erreichen.

Zahlreiche Anzeigen und Strafverfahren

Die Zahl der tatsächlich angezeigten Fälle von Ketten- und Pyramidenspielen in den in der Kriminalstatistik bereits erfassten Jahren 2010 und 2011 ist allerdings gering. So wurden 2010 acht Fälle und 2011 dreizehn Fälle in ganz Österreich angezeigt. Diese betrafen alle Bundesländer mit Ausnahme von Kärnten, Tirol und Vorarlberg.  Den insgesamt 21 angezeigten Pyramidenspielen stehen 15 aufgeklärte Fälle gegenüber. In Niederösterreich und im Burgenland betrug die Erfolgsquote sogar 100 Prozent. Bei der Aufklärung arbeitet die österreichische Kriminalpolizei auch mit Europol und Interpol zusammen. Da in vielen Ländern Pyramidenspiele nicht illegal sind, gestaltet sich die strafrechtliche Verfolgung oft schwierig.

Schwierige Verfahren mit enormen Schadenssummen

Wegen der Komplexität der Verfahren sind diese von den zuständigen Strafbehörden oft schwierig zu führen. De Schadenssummen jedoch sind bei dieser Art der Wirtschaftskriminalität sehr hoch. Allein bei einem Prozess im Jahr 2011 vor dem Straflandesgericht in Graz, der mit 12 Schuldsprüchen endete, ging es um eine Gesamtschadenssumme von 20 Millionen Euro.

Kurztitel: 
Millionenschaden mit Pyramidenspielen
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Kommentare

Aufgrund der vielen Medienberichte habe ich mir Lyoness ein wenig näher angesehen. Ich möchte auch gleich festhalten, dass ich kein Mitglied von Lyoness bin, es mir mittlerweile aber überlege, doch eines zu werden.

Bei der heutigen Preissteigerung möchte man sparen, wo es nur geht. Am Einfachsten geht das natürlich beim Einkaufen. Wenn ich denke, was ich alles für Kundenkarten besitze und ich dann nur Gutscheine beim jeweiligen Store bekomme, warum dann nicht mit der Cashback Karte von Lyoness bezahlen? So bekomme ich sofort einen Preisnachlass und kann mir später die restliche Vergütung unter den Gutscheinen von allen Partnerbetrieben aussuchen. Da bin ich nicht auf 1 Geschäft fixiert.

Außerdem finde ich die beiden Projekte "Child & Family" und "Greenfinity" super. Also kann ich mit meinem Einkauf gleichzeitig auch noch was Gutes tun.

Es wird einfach viel zu viel geredet und nachgeplappert, ohne das man sich selber ein Bild von Lyoness macht. http://www.lyoness.com

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Lyoness gibt nur uns Klein- und Mittelunternehmer die Chance gegen die Grossfilialisten zu überleben. Keiner der kleinen Betriebe könnte sich eine eigene Kundenkarte leisten, mit der Lyoness Karte ist es für uns möglich. Wir müssten ansonsten sehr viel Geld für Werbung ausgeben oder wie sollte man sonst gefunden werden?  Durch Lyoness wird unser Rabatt an die Kunden weitergegeben!  Also das Geld das der Kunde zurückbekommt kommt immer vom Händler wo eingekauft wird! Der Händler hat den Vorteil das er leicht gefunden wird (Lyoness Homepage) und den Rabatt erst dann zahlen muss, wenn er das Geld vom Kunden in der Tasche hat!

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Ich finde es als sehr löblich, dass Sie auf die Machenschaften von Lyoness hinweisen, Danke! Unglaublich was alles möglich ist heutzutage... Natürlich sind manche "Opfer" ein wenig Mitschuld, aus reiner Gier fallen diese auf diverse Versprechungen herein.
Aber bitte nicht auf dubiose MLM-Ausflüge in den eigenen Reihen vergessen, siehe hier:
http://derstandard.at/1319181294958/FP-Kappel-wirbt-in-Osteuropa-fuer-bi...
Wird wohl nichts mit der zukünftigen Finanzministerin ;-)
 
 
 

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Mich würde  w i r k l i c h  interessieren, wie die sehr geschätzte Redaktion darauf kommt, LYONESS als "Pyramidenspiel" zu titulieren?! -Meines Erachtens ist das eine lupenreine Form des NETWORK-MARKETINGS, die sich sogar echte soziale Kompetenz in Form ganz konkreter  Hilfsprojekte in der sog. 3. Welt leistet... Und dem zusätzlichen Rabatt des Konsumenten beim Einkauf steht auf der Seite des Handels die Neugewinnung und Anbindung von Kunden gegenüber... Fairer geht´s in meinen Augen nicht... Oder habe ich da irgendetwas verpasst?

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... und deren Einrichtungen ziehen regelmäßig den ehrenwerten Gedanken jemandem helfen zu wollen in den Dreck. Sie hoffen einzig und allein auf das schnelle und einfache Geld von irgendwelchen gutgläubigen Menschen die leider zu naiv sind um sich vorstellen zu können was es nicht für Schei..kerle gibt. Wenn Sie tatsächlich an der 3. Welt interessiert wären - was machen Sie dann eigentlich noch hier?! Kaufen Sie sich ein Ticket und fliegen Sie in die 3. Welt und fangen an zu helfen - jeder aufgeklärte Mensch weiß mittlerer Weile was wirklich gespielt wird. Achso das geht ja nicht weil Sie dazu doch Geld brauchen - natürlich nur das von anderen - und um Gottes Willen doch nicht das eigene - aber Moment - Sie haben doch kein eigenes - das müssen Sie sich erst unter dem Titel "Wir helfen der 3. Welt" von anderen erschleichen.

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Echte soziale Kompetenz leistet sich also Lyoness!! Aha! der Name allein lässt Böses erwarten! Die lupenreine Form des Networkmarketings als fair anzupreisen ist schon auch eine eigene Kunst,die vielleicht einmal wieder als : L’art pour l’art Eingang finden könnte... Die lieben Umschreibungen in den diversen Sprachen könnten dann aber auch schon wieder der Vergangenheit angehören! Wo ist denn der 3. Welt jemals effektiv geholfen worden,die dritte Welt hilft sich zum Schrecken der Helfer jetzt selbst und die Neger sitzen zuhauf selbst in Israel,gar nicht wenige , sie terrorisieren die Umgebung und werden dort in Geiselhaft gehalten!-um sie bei passender Gelegenheit nach Europa zu schicken! Es ist zu grauslich um darüber nachzudenken!

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Bild des Benutzers regimegegner

gegenüber den billionen-geschäften der NWO-pyramidenspitze, mit der manipulierten erdbevölkerung , wacht doch mal auf !!!

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Nicht nur bei Pensionen. Man macht auch nicht einmal einen Hehl daraus. Baut auf ständigen Wachstum auf. Die Grundvoraussetzung des Pyramidenspiels.

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Bild des Benutzers Kimtradin Krux

Gut gemachter Film,damit es auch die Dümmsten begreifen.
https://www.dropbox.com/s/p35qucsba1x9cqq/20100101Geld_aus_Schulden_Mone...
Was anderes als ein Pyramidenspiel ist das ganze nähmlich nicht.

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