Anfang der siebziger Jahre spaltete sich die Gruppe Revolutionärer Marxisten (GRM) von den Marxistisch-Leninistischen Studenten ab. Ein Richtungsstreit zwischen moskautreuen und damit KPÖ-orientierten, maoistischen und trotzkistischen Marxisten war dieser Spaltung voraus gegangen. Bei allgemeinen Wahlen ist die GRM nur 1975 bei einer einzigen Nationalratswahl angetreten und erzielte damals magere 1.024 Stimmen. Erfolgereicher war man da schon auf Hochschülerschaftsebene, wo man in den siebziger und achtziger Jahren zeitweise zu einer echten Konkurrenz zum Kommunistischen Studentenverband (KSV) wurde. Demgegenüber war die GRM die Basis für einen konsequenten Marsch durch die Institutionen bis hinein in den Print- und Fernsehmedienbereich oder die Parlamentspartei „Die Grünen“. Heute vegetiert die GRM unter dem Namen Sozialistische Alternative (SOAL) am linken Rand des politischen Spektrums herum und nutzt die marxistischen Netzwerke weiterhin zur ideologischen Basisarbeit.