Für ihre kritische Auseinandersetzung mit der tschechoslowakischen Nachkriegsvergangenheit wurde der 43jährigen Radka Denemarková vor kurzem der mit 5.000 Euro dotierte Usedomer Literaturpreis zuteil.
Im Mittelpunkt ihres Roman „Ein herrlicher Flecken Erde“ wird das Schicksal einer Frau, Gita Lauschmannova, beschrieben, die ihn ihrem Leben durch mehrere Höllen gehen musste. Von den Nazis als Jüdin gequält, von den Tschechen als Kollaborateurin vertrieben, schließlich von den ehemaligen Nachbarn als habgierige Alte abgestempelt, als sie den Familienbesitz zurückfordert. Trotz aller körperlicher und emotionaler Wunden führt Gita den Kampf gegen Unrecht und für Verständigung weiter.