Grüne Programmansage in der Krise: „Gegen die Glühbirne!“

Eva Glawischnig gab anlässlich der Wahlniederlage ihrer Partei im Burgenland dem „Standard“ ein mehr erheiterndes als aufschlussreiches Interview. Als Beispiel für die staatstragenden Qualitäten der Grünfraktion führte die ungeliebte Klubobfrau sehr alternative gesetzliche Regulierungsvorschläge an.

Wer jetzt an Vorschläge zur Spekulationsbekämpfung an den Börsen oder die Beschränkung von Managergehältern denkt – weit gefehlt! Der wahre Feind, geht es nach der ewig zwinkernden Ex-Präsidentin, befindet sich in jedem Haushalt. Und das mehrfach. Die Rede ist von der Glühbirne, die im erwähnten Interview in einem Atemzug mit Atomkraft und Gentechnik genannt wird.

Doch lassen wir die glücklose Politikerin selbst zu Wort kommen: „Aber dass die Grünen in keinen anderen Bereichen für Regulierungen sind oder Verbote fordern, stimmt so nicht. Wir befürworten das Verbot von Atomkraft, Gentechnik und der Glühbirne.“ Um die Partei zurück auf den schon seit längerem verlassenen Erfolgsweg zu bringen, werde Umweltpolitik jetzt wieder „Chefinnen-Sache“, womit Glawischnig ganz nebenbei bemerkt, dass diese Kernkompetenz der Partei ziemlich außer Kontrolle geraten ist („Da muss man ehrlich sein. Das hat nicht gut funktioniert.“)

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In dieser Art der Realitätsverweigerung liegt das Problem. Während die Bevölkerung sich mit steigender Arbeitslosigkeit und sinkendem Lebensstandard konfrontiert sieht, führt man links der Mitte Kämpfe gegen Rechts, gegen Raucher und gegen die Glühbirne. Aber vielleicht geht ja Frau Glawischnig bald ein Licht auf. Wenn nicht, wird die Wien-Wahl für ihre Fraktion wohl auch eher finster ausgehen.

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