Den eigenen Finanzen zuliebe: Sag Nein zu AAA!

Herr und Frau Österreicher halten im Schnitt nur zwei Prozent ihres Finanzvermögens in Bundesanleihen der Republik Österreich. Magere vier Prozent können sich überhaupt für diese Anlageform begeistern. Geht es nach der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur und deren Chefin Martha Oberndorfer, soll sich das drastisch ändern.

Dieser Dame zufolge würden Staatsanleihen für Sicherheit, Transparenz und überdurchschnittliche Rendite stehen. Die Bonität der Republik liegt (noch) bei AAA, dem Höchstwert der Skala. Wie es Österreich unter einem Finanzminister Pröll schafft, dieses Ranking nach wie vor innezuhaben, ist kaum nachzuvollziehen. Milliarden für Griechenland und Haftungen für den europäischen Sicherheitsschirm dürften in die Bewertung noch nicht eingeflossen sein. Sollten diese schlagend werden, droht Österreich der Staatsbankrott und Staatsanleihen würden zu wertlosen Raschpapieren mutieren. Trotzdem: "Ja zu AAA sagen", fordert Martha Oberndorfer die Österreicher auf. Versprochen wird nicht nur die erwähnte überdurchschnittliche Rendite – nein – es handle sich beinahe um eine patriotische Pflicht. Durch den Erwerb könne nämlich gleich jeder Österreicher seinen Anteil zum Staatshaushalt beitragen und so seine Verbundenheit mit dem Regierungskurs demonstrieren.

Faymann und Pröll verschenken unser "Löschwasser" – wie sie es nennen – ja ganz solidarisch nach Griechenland, anstatt das Budget zu sanieren. Wir empfehlen unseren Lesern, der Chefin der ÖBFA und unserem Finanzminister ebenso wenig Vertrauen zu schenken wie dem griechischen Premier und dementsprechend vom Kauf griechischer und österreichischer "Toxic Papers" – aus Solidarität mit dem eigenen Geldtascherl – Abstand zu nehmen.
 

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