WM-Tagebuch 2: Rehhagel lehrte die Griechen Sparsamkeit

Zwei Tore, kein Sieger. Der Start in die Fußball-WM hätte etwas mehr Schwung brauchen können. Aber ein Unentschieden ist das logische Ergebnis für den ersten WM-Auftritt, denn es erhält jedenfalls beiden Teams die Aufstiegschance bis zum dritten und letzten Vorrunden-Spieltag.

So ähnlich sehen das auch die Griechen, die heute gegen Südkorea den zweiten WM-Tag eröffnen. Unter Otto Rehhagel haben sie sich in den letzten Jahren immer stärker zu reinen Betonmischern entwickelt, die hinten dicht machen und ihre Chancen im Konter suchen.

Was für ein Unterschied zu den Griechen, die in den letzten Jahren die Politik bestimmt haben! Die wollten von Defensive und kontrolliertem Spielaufbau nichts wissen und agierten planlos, aber offensiv. Die Niederlage, die sie ihrem Land und seinen Bürgern damit einhandelten, erinnert an den Auftritt der griechischen Kicker bei der Fußball-WM 1994 – als sie alle drei Spiele mit einem Gesamt-Torverhältnis von 0:10 verloren.

Doch dann kam Otto Rehhagel, lehrte die Mannschaft Disziplin und Taktik und führte sie 2004 zum Europameistertitel. Unter deutscher Aufsicht läuft s offenbar besser. Das soll nun ja auch für die Euro-Zone und ihre größten Sorgenkinder gelten, wo Deutschland aufpassen soll, dass niemand mehr kopflos stürmt oder gar ein Eigentor schießt.

Unterschied zum Fußball: Otto Rehhagel wird von den Griechen bezahlt. In der EU zahlen die Deutschen dafür, dass die Griechen hoffentlich von ihnen lernen werden.

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