FPÖ-Parteitag in Wien: Kampfansage des Herausforderers

Im Austria Center eröffnet die FPÖ heute im Rahmen des 32. ordentlichen Landesparteitags inoffiziell den Wiener Wahlkampf. Heinz-Christian Strache, der mit eindrucksvollen 99,12 Prozent der Delegiertenstimmen als Wiener Landeschef bestätigt wurde, wird gleichzeitig zum Spitzenkandidaten für die Gemeinderats- und Landtagswahlen am 10. Oktober gekürt. In seiner Rede holte Strache zu einem massiven Rundumschlag gegen die politische Konkurrenz aus und versetzte die anwesenden Delegierten mit seiner Kampfansage in Jubelstimmung.

Die FPÖ sei die einzige Zukunftspartei, während Häupl, Vassilakou und Marek nur mehr Vorsitzende von Parteien seien, die an allen Ecken und Enden zerbröseln. Die rot-schwarz-grüne Dreierbande im Rathaus sei eine einzige Konkursmasse und im gleichen desaströsen Zustand wie die griechischen Staatsfinanzen, eröffnete Strache seine Rede.

Der amtierende Wiener Bürgermeister Michael Häupl sei völlig abgehoben. Im Steirereck orderte er siebengängie Menüs um 160 Euro und mehr. Erst kürzlich wurde Häupl von Gault Millau zum „Feinschmecker des Jahres“ gewählt. Daneben habe das soziale Elend in Wien ungeheure Ausmaße angenommen. "140.000 Menschen leben in Wien an oder unter der Armutsgrenze. Fast 40% aller Beschäftigungslosen sind langzeitarbeitslos. Die SPÖ-Politik hat allein in den letzten 10 Jahren 35.000 Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt vernichtet", erinnerte der Freiheitliche.

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Sicherheitspolitik stand im Mittelpunkt der Parteitagsrede. HC Strache versprach mehr Polizisten und eine Sicherheitswacht für Wien

Auch bei der Kriminalität zeige sich, dass die Häupl-SPÖ abgewirtschaftet habe. In Wien hat es 2009 70.059 Diebstähle gegeben. Aber nur mehr läppische 9 Prozent davon werden aufgeklärt. Die 17 „Kapperltruppen“ ohne Kompetenzen sind Strache zu wenig. Er werde – wenn er Bürgermeister werden sollte – die Unterbesetzung der Exekutive beenden. Eine Sicherheitswacht soll die Polizei bei ihren Einsätzen etwa in der U-Bahn unterstützen. Dafür müsse es einen eigenen Sicherheitsstadtrat und eine Sicherheitsdoktrin – in Anlehnung an den früheren New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani – geben, die „Null Toleranz für Kriminelle“ laute.

Erneut forderte HC Strache einen Zuwanderungsstopp. „Der österreichische Arbeitsmarkt und das Sozialsystem sind primär Staatsbürgern vorzubehalten“, hielt dieser fest. Die 40-jährige Zuwanderungspolitik der Wiener SPÖ habe dazu geführt hat, dass sich ganze Stadtviertel optisch und ethnisch völlig verändert haben. In manchen Straßenzügen höre man kaum ein deutsches Wort. Und in Istanbul sehe man ja mittlerweile weniger Kopftücher als in Wien, so Strache.

Am 10. Oktober werde eine neue Generation von Politikern Häupl und seine Rathaus-Dinosaurier ablösen. Straches Zielvorgabe: mehr als 20 Prozent. Die ÖVP sei eine unsoziale Belastungspartei, die außer EU-Fanatismus nichts zu bieten habe. Die Grünen seien eine reine Arigona Zogaj- und Asylmissbrauchs-Partei geworden – Plüsch-Marxisten, die in ihren Terrassenwohnungen sitzen und über die Österreicher die Nase rümpfen.

Die FPÖ hingegen sei die Zukunft für Österreich und Wien. „Wir wollen ein Wien, das den Wienerinnen und Wienern gehört. Ein Wien, das für seine Bürger da ist. Wir wollen kein austauschbares Allerwelts-Wien, sondern wir wollen das Wien, in dem wir aufgewachsen sind und das wir lieben“, sagte der FPÖ-Obmann zum Abschluss seiner umjubelten Kampfansage am Landesparteitag.

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