Armutskonferenz sorgt für Heiterkeit beim Sozialminister

Die Regionalkonferenz für Initiativen gegen die Armut soll zur Entwicklung von regionalen Strategien zur Armutsbekämpfung beitragen. In drei Vernetzungstreffen, organisiert vom Sozialministerium, findet dabei ein Erfahrungsaustausch zwischen von Armut und sozialer Ausgrenzung Betroffenen und teilhabenden Akteuren aus der Politik statt. Nach der ersten in Graz, wurde vergangenen Freitag in Linz die zweite Konferenz veranstaltet.

Unter dem Programmpunkt „Kupfermuckn – eine Lesereise“ lasen Betroffenen drei Geschichten vor. In der ersten Geschichte erzählte eine ältere Frau von ihrem Schicksal mit Gewalt in der Familie, wie gut es gewesen wäre, damals schon ein Wegweiserecht gehabt zu haben. Von einem trostlosem Weihnachten im Gefängnis und wie schön es denn nicht gewesen sei, sich aus dem zu Weihnachten erhaltenen Päckchen Marlboro einen Joint zu drehen. Dann wäre alles nicht mehr so schlimm gewesen…

Diese „Pointe“ wurde vom anwesenden Bundesminister Rudolf Hundstorfer mit Erheiterung aufgenommen. Auch der oberösterreichische Soziallandesrat Josef Ackerl amüsierte sich ob diesen Ausführungen, berichtet der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer.

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Der Begriff „Kupfermuckn“ stammt übrigens aus der Kultur der Landstreicher und ist im Wortschatz der Obdachlosen zu finden. Er bedeutet Schlafplatz in einem Abbruchhaus, in einer Hütte oder sonstigen Gelegenheit. „Kupfermuckn“ ist ein zugleich ein Kultur- und Beschäftigungsprojekt, das eine Obdachlosenzeitung in der Linzer Innenstadt produziert. Monatlich werden mindestens 16.000 Hefte von zirka 70 Straßenverkäufern unters Volk gebracht. Der Erlös kommt direkt den Verkäufern zu Gute, also Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind oder waren.

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