ORF-Propaganda gegen Salzburger Schule wegen Deutsch-Erlass

Am Montag, 21.Juni, brachte der ORF in der Sendung Kulturmontag unter dem Titel „Sprachbarrieren: Ghettoslang und Sprechverbot“ einen Bericht über eine Sprachregelung in einer Salzburger katholischen Privatschule, die nur als Desinformation und Manipulation bezeichnet werden kann. Schon in der Sendungsankündigung heißt es: “Darf man Kindern ihre Muttersprache verbieten? In Österreich wird einigen SchülerInnen ihre Muttersprache unter gewissen alltäglichen Umständen verboten. Il est interdit de parler breton et de cracher par terre! – Es ist verboten Bretonisch zu sprechen und auf den Boden zu spucken! Diese skurrile Maßregelung fand sich um 1900 auf einer Hinweistafel in einem bretonischen Rathaus. Längst vergangene Zeiten sollte man meinen – doch nein, mehr als einhundert Jahre später ist Sprache immer noch ein Kampfplatz und der Austragungsort ist eine katholische Privatschule im Salzburger Pongau.“

Was sind die Fakten: in einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und Fachschule für wirtschaftliche Berufe (für über 14-jährige Schüler nach fast absolvierter Schulpflicht) fühlten sich die Schülerinnen deutscher Muttersprache ausgegrenzt, wenn Schülerinnen „mit Migrationshintergrund“ neben ihnen (über sie?) in deren Muttersprache redeten. Wer mit Mädchen dieses Alters zu tun hat weiß, wie gerne sie in einer (für den ausgeschlossenen Anderen Geheim-)-Sprache über einander tuscheln. In den Klassen wurde dieses Problem aufgegriffen und die Klassensprecherinnen beauftragt, im Schulgemeinschaftsausschuss der Schule den Antrag einzubringen, dass bei Anwesenheit von mehreren Personen, das für alle verständliche Deutsch zu gebrauchen sei. Nach einiger Diskussion wurde dieser Antrag im zuständigen, von Schülern, Lehren und Eltern gemeinsam gebildeten, gesetzlich für die Regelung allgemein verbindlicher Angelegenheiten der Schule eingerichteten, Schulgemeinschaftsausschuss einstimmig angenommen und in die Hausordnung aufgenommen.

Circa 20 Schülerinnen von über 400 insgesamt haben einen Migrationshintergrund, alle davon sprechen ausgezeichnet Deutsch. Keine Schülerin hat damit ein Problem, besagt ein Bericht der Salzburger Nachrichten. Die Regelung wird aus integrationspolitischen Gründen vom Landesschulrat begrüßt und vom Ministerium nach Prüfung für rechtens befunden.

Eine Klassensprecherin im Schulgemeinschaftsausschuss sagt im Interview auf der Seite der SN deutlich, im privaten Bereich bleibt es jedem unbenommen, in welcher Sprache auch immer zu sprechen, selbst eine türkische Schülerin findet: „es wäre respektlos, wenn man da türkisch redet, wenn österreichische Schüler dabei sind … ich finde das selbstverständlich, deutsch zu reden!“ Auch ein Lehrer berichtet von der Zustimmung der türkischen Schülerinnen.

Nur ein schulfremder grüner Lehrevertreter hat damit ein Problem und wittert einen „Skandal“! Das greift dann auch der ORF auf. Berichtet er sachlich und ausgewogen, wie es dem öffentlich-rechtlichen Auftrag entspricht? Nein, ganz im Gegenteil.

Weder die Schüler kommen zu Wort, noch die Schule. Der Bericht wird mit Vorschulkindern unterlegt, wo die Erlangung der Sprachkompetenz in der Muttersprache tatsächlich ein Thema ist. Ein Wiener Schulinspektor und „Buffalo-Bill-Look-Alike“ wirft gleich zum Auftakt mit Begriffen wie Menschenverachtung und Rassismus um sich und verbreitert sich über die (unbestrittene) Wichtigkeit der Muttersprache im Vorschul- und Kindesalter für die spätere Beherrschung anderer Sprachen – aber was das zu tun haben soll mit den voll integrierten Jugendlichen im Salzburger Pongau, die eine katholische Privatschule besuchen, bleibt verständlicherweise ungesagt. Es wäre sicherlich auch schwer zu argumentieren.

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