Vor 60 Jahren begann der Korea-Krieg

Vor genau 60 Jahren brach der Krieg in Korea aus, welcher Städte in Schutt und Asche legte und mehr als drei Millionen Todesopfer forderte. Die USA verloren 50.000 Soldaten, übrigens genauso viel wie danach im Vietnamkrieg.

BildDer Koreakrieg begann mit dem Vorrücken nordkoreanischer Truppen über den 38. Breitengrad nach Süden. Bereits nach drei Monaten konnten die kommunistischen Truppen aus Nordkorea fast die gesamte Halbinsel erobern. Der UN-Sicherheitsrat genehmigte daraufhin die Entsendung von Truppen um ein völliges Zusammenbrechen Südkoreas zu verhindern. 16 Staaten kamen der Aufforderung nach, die Hauptlast der Kämpfe trugen allerdings die USA, die von den insgesamt 40.000 Soldaten alleine circa 36.000 stellten. Nach schweren Kämpfen – Namen wie Chosen Reservoir, Busan, Incheon (Bild) und natürlich Heartbreak Ridge sind Bestandteile der US-Militärgeschichte – konnten die nordkoreanischen Truppen zurück gedrängt werden und alliierte Einheiten nun ihrerseits den 38. Breitengrad überschreiten.

Chinas Einmischung ließ den Krieg eskalieren

BildNun griff allerdings das kommunistische China unter der Führung Mao Tse-tung ein und weitete die anfängliche "Polizeiaktion" zu einem dreijährigen Krieg aus. Der kommunistische Machthaber, nie verlegen wenn es um den Einsatz militärischer Mittel ging, schickte gegen den Willen seiner Politbüros wie auch seiner militärischen Berater drei Millionen "Freiwillige" in den Kampf gegen die technisch auf dem neuesten Stand befindlichen UN- und US- Truppen. Mao ließ seine Soldaten in Form von menschlichen "Wellen" gegen die alliierten Truppen anrennen. Unnötig zu betonen, dass die Verluste des chinesischen Militärs dementsprechend waren. In China lief die Propaganda auf Hochtouren. Das Bild zeigt den US-Oberbefehlshaber Douglas MacArthur als blutrünstigen Aggressor.

Enorme Opferzahlen durch Napalm-Bomben

BildMacArthur forderte den Einsatz nuklearer Waffen gegen China und wurde dafür vom amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman entlassen. Weder Nordkorea noch China wurden mit nuklearen Waffen angegriffen. Der Bombenkrieg der US Air Force und der Navy verwüstete jedoch das Land und forderte etwa eine Million Opfer in der Zivilbevölkerung. Insgesamt wurden im Laufe der Kampfhandlungen an die 450.000 Tonnen Bomben abgeworfen, darunter auch das berüchtigte Napalm – ein chemischer Brandstoff, der aus gelatiniertem Benzin besteht und bei der Freisetzung eine Temperatur von 800 bis 2000 Grad Celsius erreichen kann. Napalm besitzt die Eigenschaft, dass es nur schwer löschbar ist und bereits kleine "Spritzer" ausreichen, um schwerste Verbrennungen am menschlichen Gewebe herbei zu führen. Bekannt wurde Napalm durch den Krieg in Vietnam.

Zähe Verhandlungen über Waffenstillstand

Zwar begannen durch sowjetische Vermittlung bereits im Jahre 1951 Waffenstillstandsverhandlungen, welche aber an der starrköpfigen Haltung Maos in der Frage der Repatriierung der Kriegsgefangenen scheiterte. Der Krieg zog sich noch bis 1953 hin und stellte den Zustand vor Beginn der Kampfhandlungen wieder her. Die Teilung Koreas wurde nun erst recht zementiert.

Der Krieg in Korea war in Summe das Werk zweier Diktatoren: des nordkoreanischen Führers Kim Il–sung, der das ganz Land unter seine Kontrolle bringen und somit alle Koreanern mit den sozialistischen „Errungenschaften“ seines Reiches beglücken wollte , und des chinesischen Diktator Mao, der von einem militärischen Sieg über die Amerikaner träumte und dabei auch seinen Einflussbereich in Asien ausbauen wollte. Sie tragen die Hauptschuld für das Leid der Menschen auf beiden Seiten des 38. Breitengrades.

Korea bleibt ein Krisenherd

Heute ist der Norden eine kommunistische Volksrepublik und der Süden eine demokratische Republik. Offiziell befinden sich die beiden Länder nach wie vor im Kriegszustand, weil es immer noch nicht zum Abschluss einen Friedensvertrag gekommen ist. Da das kommunistische Nordkorea nun nukleare Waffen besitzt, wird diese Region wohl noch weiterhin ein Krisenherd bleiben.

Filmtipps:
M*A*S*H, Filmsatire über ein mobiles Feldlazarett im Koreakrieg.
Die Brücken von Toko-Ri, Spielfilm aus dem Jahre 1954. Als Vorlage diente der gleichnamige Roman des Schriftstellers James A. Michener.

Fotos: Wikimedia

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