WM-Tagebuch 19: Politik besser als Fußball?

Die Österreicher interessieren sich mehr für die heimische Innenpolitik als für die Fußball-WM. Diese doch etwas überraschende Erkenntnis förderte eine Karmasin-Umfrage für das Nachrichtenmagazin profil zu Tage. Demnach geben 40 Prozent der Politik und nur 34 Prozent dem Kampf um den Pokal den Vorzug. 22 Prozent interessieren sich für beides nicht, womit die Zielgruppe von Richter Hold und den Lugners endlich auch einmal klar zahlenmäßig erfasst ist.

Die Österreicher interessieren sich mehr für die heimische Innenpolitik als für die Fußball-WM. Diese doch etwas überraschende Erkenntnis förderte eine Karmasin-Umfrage für das Nachrichtenmagazin profil zu Tage. Demnach geben 40 Prozent der Politik und nur 34 Prozent dem Kampf um den Pokal den Vorzug. 22 Prozent interessieren sich für beides nicht, womit die Zielgruppe von Richter Hold und den Lugners endlich auch einmal klar zahlenmäßig erfasst ist.

Dass die Innenpolitik das Match gegen die heimische Bundesliga gewinnen würde, hätte man Faymann und Pröll noch zugetraut, dass sie sich aber auch gegen Messi, Kaka und Cristiano Ronaldo durchsetzen, ist doch eine Sensation, zumal die koalitionären Debatten oftmals nur Regionalliga-Niveau haben.

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Der Austrian Independent vermerkt in seinem Bericht über die Umfrage: "Austria failed to qualify for the tournament, but national broadcaster ORF screens all matches live." Wer danach sucht, findet in diesem trockenen englischen Satz den sarkastischen Unterton.

Würde der ORF die Ergebnisse dieser Umfrage beherzigen, käme er in seinem angekündigten Sparprgramm gleich einen enormen Schritt weiter: Anstatt die teuren Rechte für WM, Champions League oder auch Bundesliga zu erwerben, könnte General Wrabetz die Übertragungen der Nationalratssitzungen ausweiten, die sicher zu den günstigeren Programmbestandteilen zählen. Vom Niveau her zwar oft Simmering gegen Kapfenberg, aber das hat schon dem seligen Qualtinger besser gefallen als Brasilien gegen Deutschland. 

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