Muzicant erkennt radikale Muslime als Bedrohung – Attacke auf Al-Rawi

Ein französischer Jugendlicher wird von Afrikanern brutal zu Tode gequält, weil er Jude ist. In Hannover wird eine Tanzgruppe von Jugendlichen aus dem Nahen Osten mit Steinen beworfen und beschimpft, weil sie Juden sind. Seit den Geschehnissen um die Gaza-Flotte im Juni häufen sich im Internet antisemitische Beleidigungen, deren Urheber vielfach türkische und arabische Einwanderer aus der Schweiz, Österreich und Deutschland sind. Mit unzähligen Einwanderern aus der Türkei, dem arabischen Raum und Nordafrika wurden auch deren Weltbilder nach Mittel- und Westeuropa mitimportiert. Eines davon ist der tief verwurzelte Hass auf Israel und die Juden. Vor allem der Palästinakonflikt heizt in letzter Zeit die Stimmung bei jugendlichen Immigranten an.

Pro-Gaza Demonstrationen in Wien – ein importierter Konflikt

Nach Israelischen Kommandoaktion gegen die Gaza-Hilfsflotte Anfang Juni fanden in Wien zwei antiisraelische Demonstrationen statt, bei einer davon hielt der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi eine Rede, die überwiegende Mehrzahl der Demonstranten waren junge Türken und andere junge Zuwanderer mit islamischem Hintergrund. Im Zuge der zweiten Kundgebung wurde in der Währinger Straße ein Haus angegriffen, an dem eine israelische Flagge hing. Bei einer der beiden Kundgebungen wurde auch ein Schild mit der Aufschrift „Wach auf Hitler“ mitgetragen worden.

Scharfe Kritik Muzicants an Al Rawi

Auf Grund dieser Vorgänge übte der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant (Bild), jetzt scharfe Kritik am Integrationsbeauftragten der Islamischen Glaubensgemeinschaft und Wiener SPÖ-Landtagsabgeordneten, Omar Al-Rawi. Außerdem soll Al-Rawi einen „uninformierten Wiener Gemeinderat“, dazu verleitet haben, „sich mit der IHH … zu solidarisieren.“ Die IHH ist jene türkische Organisation, auf deren Schiff „Mavi Marmara“ es zu den schwersten Ausschreitungen im Zuge der israelischen Militäraktion gekommen war. Die IKG forderte Al-Rawi zudem auf, "sich aus dem politischen Leben zurückzuziehen" und spricht wörtlich von "hetzerischer Politik".

Umdenken bei den jüdischen Gemeinden?

Nachdem bisher für die offiziellen Vertreter der jüdischen Gemeinden die größte Bedrohung für das Judentum in Europa von vermeintlichen oder wirklichen Neonazi-Gruppen auszugehen schien, so setzt jetzt allmählich ein Umdenken ein. Während von europaweit organisierten Rechtsextremen nicht die Rede sein kann, so stellt sich dies bei islamistischen Gruppen anders dar, von denen sich viele in der Nachfolge der ägyptischen Muslimbruderschaft sehen und gut vernetzt sind. Obwohl derartige Gruppen unter der einheimischen Bevölkerung keine Unterstützung finden, so reicht doch die Immigrantengemeinde als Rekrutierungsfeld völlig aus. Daneben geht auch von unorganisierten militanten muslimischen Jugendlichen große Gefahr aus.

Ariel Muzicant tat sich bisher vor allem als Gegner der FPÖ hervor und versuchte, Zusammenhänge zu Neonazis zu konstruieren. Seine jetzigen Aussendungen deuten jedoch darauf hin, dass auch er das Gefahrenpotential des radikalen Islam mittlerweile erkannt hat – und auch die Verstrickung so mancher SPÖ-Politiker.

Foto: Multimedia-Blog Bundespraesident.in

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link