„Junge Freiheit“ im Fadenkreuz der Toleranzwächter

Als eine der nur noch vereinzelt auftretenden konservativen Zeitungen Deutschlands trägt die "Junge Freiheit" eine besondere Verantwortung – um die Bürger eines Landes so gut wie möglich von den aktuellen Geschehnissen zu informieren, wird ein möglichst breites Spektrum an Informationsquellen benötigt. Jede Zeitung stellt die Ereignisse in einer eigenen Sichtweise dar – die Aufgabe des Lesers ist es, sich aus der Summe seiner Lektüre eine Meinung zu bilden. Offenbar ist jedoch genau dieser entscheidende Aspekt der freien Meinungsbildung eine potentielle Gefahr: Nun wurde von dem Blatt "Neues Deutschland" unter Kooperation mit 40 anderen Organisationen – inklusive der so ungefährlichen Antifa und anderen autonomen Gruppen – eine "Kampagne gegen rechte Zeitungen" ausgerufen.

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Mit einer Reihe der üblichen, Empörung erregenden Schlagworte, unter anderem natürlich "nationalistisch", werden sämtliche "rechten bis extrem rechten" Drucke in einen Topf geworfen. Natürlich ist dies inakzeptabel – die Gruppe möchte die Gesamtheit dieser Blätter aus dem Kioskverkauf verdrängen, um "die Erschließung neuer Leserschaften zu erschweren". Im Endeffekt sollen die Strukturen direkt an den Vertriebszentren angegriffen werden, um schon dort die Verbreitung der unerwünschten Standpunkte zu unterbinden – eine Vorgehensweise, die nun auch in der nicht gerade als konservativ verschrienen Süddeutschen Zeitung für Widerstand sorgt. Marc Felix Serrano zieht die richtigen Schlüsse aus der Aktion dieses "Bundes der Vertreibenden": "Denkt man die Utopie der rechts-freien Kioske zu Ende, landet man in einem beklemmenden Szenario: Eine kleine Gruppe, die aber eine große Mehrheit hinter sich weiß, sorgt für ein politisch gesäubertes Medienangebot. Das ist nicht nur grundgesetzfeindlich, das ist letztlich totalitär."

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Und Serrano beklagt auch die mangelnde Unterscheidung zwischen den inkriminierten "rechten" Blättern. Denn im Gegensatz zu provokant extremen Zeitschriften bezeichnet sich die Junge Freiheit lediglich als konservatives Blatt. Seit sie 1986 von Dieter Stein ins Leben gerufen wurde, gewann sie mehr und mehr an Popularität und Verbreitung: 1990 schlossen sich Autoren und Redakteure schließlich zu einem eigenen Verlag zusammen – womit sie die Unabhängigkeit von aktuellen Verlagen und deren erwünschten Meinungen unterstrichen. Die behandelten Ressorts erstrecken sich von Politik über Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur bis hin zu geschichtlichen Themen und einer Sammlung verschiedenster Meinungen – die Artikel werden unter dem stark verfochtenen Aspekt der Presse- und Meinungsfreiheit veröffentlicht. Gerade dieses Bekenntnis zu einem konservativen Standpunkt bedeutet im linken Deutschland bereits einen Skandal sowie politischen Extremismus – zumindest wird die Zeitung von den Meinungspolizisten so behandelt.

Bei einem näheren Blick in die Artikel findet jedoch selbst der politische Gegner statt dem ihm prophezeiten Populismus oder der erwarteten feindseligen Hetzerei (schließlich hat man immer gelernt, dass das die Methoden der Rechten sind!) sorgfältig recherchierte, qualitativ hochwertige Artikel, die die verschiedensten Standpunkte beleuchten und den Leser zu kritischer Betrachtung seiner Umwelt ermuntern. Zahlreiche Leser begegneten der Meinungseinschränkung postwendend mit der Bestellung eines Abonnements.

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