SVP-Vorstoß: Grenzregionen wollen zur Schweiz

Mit seinem Vorstoß, Grenzregionen an die Schweiz zu annektieren, wurde der SVP-Abgeordnete Dominique Baettig anfänglich eher müde belächelt. Nicht selten schüttelte man einfach den Kopf. Nun stellt sich jedoch heraus, dass die Bewohner in den umliegenden Ländern durchaus bereit wären, sich in die Eidgenossenschaft einzugliedern. Natürlich mit gewissen Vorbehalten.

Dominique BaettigEs klang zuerst wie ein verspäteter Aprilscherz, als der Psychiater und passionierte Jäger Baettig (Bild) aus dem Jura Anfang Juni einen Gesetzesvorstoß plante, wonach Regionen angrenzender Länder künftig als neue Schweizer Kantone den Beitritt zur Eidgenossenschaft beantragen können. Er begründete seine Vision damit, dass die Menschen in jenen Regionen unter der nationalen und europäischen politischen Klasse leiden würden.

Aus Frankreich würden das Elsass, Jura, Ain und Savoyen, aus Italien Aosta, Bozen, Varese und Como, aus Österreich Vorarlberg und aus Deutschland Baden-Württemberg die Möglichkeit bekommen, nach einer positiven Volksabstimmung zur Schweiz zu gehören.

Kantone SchweizNun wurde eine solche Abstimmung in kleinem Rahmen durchgeführt. Die Schweizer „Weltwoche“ erhob, dass Baettigs Pläne durchaus großen Anklang finden. In allen Regionen habe sich eine „konstante Mehrheit für einen Anschluss zur Eidgenossenschaft“ gefunden, schreibt das Magazin. In Österreich und Italien haben 52 Prozent für „Sezession und Landeswechsel“ gestimmt, in Baden-Württemberg und Savoyen in Frankreich 48 Prozent.

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Allerdings unter Vorbehalt.  Zwar sei die Schweiz im Hinblick auf ihre Steuersätze als auch auf die direkte Demokratie attraktiver als ihr Heimatland, schreibt die „Welt“, allerdings will die Mehrheit keinen EU-Austritt oder die Rückkehr zur ehemaligen Landeswährung. Außer in Baden-Württemberg, wo Befürworter und Gegner des Euro sogar mit 45 Prozent gleichauf lagen.

Fotos: © http://www.parlament.ch und Central Intelligence Agency

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