Stauffenbergs Attentat: Der gescheiterte Versuch der Rettung Deutschlands

Am 20. Juli jährt sich zum 66. Mal das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler. Verantwortlich für die Durchführung der Operation war Claus Schenk Graf von Stauffenberg, ein deutscher Offizier, der die Politik Hitlers als vernichtend für sein Vaterland erkannte und sich daraufhin berufen fühlte, diesen zu ermorden. Der darauf folgende Umsturz sollte den Krieg, der bereits auf eine vernichtende Niederlage zusteuerte, vorzeitig beenden, die exzessive politische Verfolgung der "Regimegegner" stoppen sowie den Rechtsstaat, der bis 1933 bestanden hatte, wieder einsetzen.

BildBereits 1943 war ein Plan ausgearbeitet, der im Falle eines Umsturzes die Integrität der deutschen Wehrmacht sichern würde. Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Bild) und Henning von Tresckow erkannten die darin enthaltenen strategischen Lücken – langsam passten sie den Wortlaut des vorliegenden Planes so an, dass durch das Attentat auf Hitler die Machtstrukturen in die Hände der Verschwörer fallen würden.

Doch um diesen Plan in die Tat umzusetzen, war vor allem eine Tatsache – Hitlers Tod – erforderlich. Stauffenberg, der im Krieg ein Auge, die rechte Hand sowie zwei weitere Finger verloren hatte, brachte persönlich zwei Sprengsätze in die "Wolfsschanze", wo Hitler an jenem Tag eine Lagebesprechung halten sollte. Zu spät jedoch erfuhr der Offizier von der Vorverlegung der Besprechung um eine halbe Stunde – es blieb nur noch Zeit, um eine der beiden Bomben zu schärfen und zu positionieren.

Vier Tote, aber Hitler nahezu unverletzt

Die Detonation des Sprengsatzes kostete vier Personen das Leben – die 20 übrigen wurden verletzt. Hitler selbst trug nur leichte Verletzungen davon, da er im Moment der Detonation gerade weit über den massiven Tisch gebeugt die strategische Lage auf einer riesigen Karte begutachtete.

Stauffenberg selbst war von Hitlers Tod überzeugt und setzte die Operation fort. Die Besetzung strategisch wichtiger Dienststellen wurde jedoch nicht durchgeführt, da die zuständigen Verschwörer durch unterschiedliche Nachrichten über den Erfolg des Attentats verunsichert wurden. Stauffenberg bezahlte die Verschwörung wie erwartet mit dem Leben – Hitler ließ ihn und drei seiner Mitverschwörer noch in der folgenden Nacht erschießen.

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Während des Krieges stieß das Attentat auch im feindlichen Ausland auf wenig Unterstützung – die alliierten Mächte nutzten die Gelegenheit, um das Deutsche Reich als marode darzustellen. Auch nach dem Krieg gab es längere Zeit keine einheitliche Meinung über Stauffenberg und seine Anhänger; der Großteil der Bevölkerung wirkte eher distanziert. Erst mit Einführung des Widerstandsrechtes ins Grundgesetz 1968 gewann der 20. Juli wieder an Bedeutung, auch wenn vor allem die linke Studentenbewegung sich am sozialen Stand und der konservativen Gesinnung der Widerständler stieß.

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