Euro-Schwulentreff in Warschau stößt auf Widerstand

Während in Österreich gegen den Life-Ball wohl nur eine kleine Demonstrantenschar rund um Martin Humer aufbegehren wird, geht es bei der „EuroPride“ in Warschau heute Samstag heiß her. Zur Parade werden dort etwa 20.000 Teilnehmer erwartet, rund 1.000 Personen sollen an den fünf Gegendemonstrationen teilnehmen.

Allerdings hat der erstmals im ehemaligen Ostblock stattfindende Umzug von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen noch wesentlich mehr Gegner. 55.000 Menschen haben bei der Stadtverwaltung gegen die Genehmigung der Abhaltung demonstriert.

Die Parade sei eine „Gefahr für die öffentliche Moral“ heißt es im Petitionstext zur Unterschriftenaktion. Homosexualität sei zudem eine Krankheit, mit der sich Kinder infizieren könnten. Möglich sind solche Veranstaltungen in der polnischen Hauptstadt erst, seit der verunglückte Lech Kaczynski dort nicht mehr Bürgermeister ist. Er hatte sämtliche Anträge von Homosexuellen-Organisationen abgelehnt. Die sei 2006 amtierende Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz genehmigt sie, obwohl es in ihrer Partei auch Stimmen gibt„ wonach Polen noch immer an bestimmten Werten festhalte, von denen Europa abgewichen sei, wie der Vorbehalt der Institution der Ehe für Beziehungen zwischen Mann und Frau.

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Bis Donnerstag hatte sich lediglich eine private Organisation zur Gegendemonstration angekündigt. Wenig später wurde bekannt, dass noch vier weitere Kundgebungen fristgerecht eintrafen. Sie tragen Bezeichnungen wie „Protest gegen die Beleidigung religiöser Gefühle und Propaganda für unmoralisches Verhalten“ und „Demonstration gegen die Werbung für Perversionen“.

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