iPad: Viele Standard-Funktionen gibt s nur gegen Aufpreis

Das iPad, welches ab heute in Österreich im Handel erhältlich ist, reiht sich als erstes Apple-Produkt in die Reihe der Tablet-PCs ein – die Steuerung erfolgt, wie schon bei iPhone sowie iPod Touch rein über den Bildschirm. Kaum größer als ein DIN A5-Blatt will das iPad einen portablen PC darstellen: Die Hauptanwendungsgebiete finden sich laut Apple-Gründer Steve Jobs in der Internetnutzung, dem Lesen elektronischer Bücher sowie der Unterhaltung durch Videos und Spiele.

Um einen vollwertigen PC zu ersetzen, hat das iPad jedoch nicht genügend Funktionen: Die Internetnutzung ist stark eingeschränkt, da Apple sich gegen den Einsatz von Flash entschieden hat. Dieses Format wird benötigt, um interaktive oder bewegte Elemente in Webseiten einzubetten – Apple sieht dadurch den Umsatz seiner eigenen "Apps", die ihrerseits auch Spiele und Filme beinhalten, bedroht. Auch eine Kamera fehlt dem Gerät: Dies schränkt die Möglichkeiten zur Kommunikation merklich ein.

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Das Lesen von Inhalten hingegen gestaltet sich durch das Touchpad sehr angenehm und intuitiv – wie es der Apple-Fan von der Bedienung früherer Geräte gewohnt ist. Doch wie bei allen Anwendungsgebieten des iPad kommt es durch die kompromissbehaftete Zusammenstellung nicht gegen Geräte an, die ausschließlich für den jeweiligen Zweck entworfen wurden: Ein eBook-Reader beispielsweise besticht durch seine papierähnliche Bildschirmoberfläche – das iPad kann nicht einmal mit der erhofften OLED-Technologie punkten. Auch die ansonsten recht eindrucksvolle Akkulaufzeit von 10 Stunden erreicht nicht die Effizienz der eBook-Reader, die ausschließlich beim Seitenwechsel Strom verbrauchen.

Nichtsdestotrotz bietet das iPad eine Fülle an innovativen Technologien, die Benutzern und Programmierern eine neue Denkweise eröffnen: Ein Lagesensor erkennt die Position des iPads im Raum und kann somit unter anderem das Display automatisch der Ausrichtung anpassen, weiters ermöglicht ein Helligkeitssensor die Adjustierung der Beleuchtungsstärke. Dafür sucht man anderswo fast schon standardisierte Hardware vergeblich: USB- oder SD-Karten-Ports können nur durch einen extern erhältlichen Adapter an den Apple-eigenen Anschluss angefügt werden. Außer diesem Steckerformat findet sich ausschließlich eine 3,5 mm-Klinkenbuchse am Gerät, die die Benutzung von Kopfhörern oder Lautsprechern ermöglicht – ansonsten ist das Aluminiumgehäuse so schlank und minimalistisch, wie Apple-Jünger es erwarten würden.

In Österreich kostet das Schmuckstück zwischen 500 und 800 Euro – abhängig vom Speicher (16, 32 oder 64 GB) sowie von den Verbindungsmöglichkeiten: Soll abgesehen von der standardmäßig vorhandenen WiFi/WLAN-Technologie, mit der das iPad Teil eines kabellosen Computernetzwerks werden kann, auch der Mobilfunkstandard 3G/UMTS inkludiert sein, müssen dafür satte 100 Euro bezahlt werden. Dafür stellen die meisten Mobilfunkbetreiber dann auf Tablet-PCs zugeschnittene Tarife zur Verfügung – hier kauft man eine bestimmte Menge Downloadvolumen, die mit dem mobilen Gerät unterwegs genutzt werden kann.

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