Faymann will uns mit steuerpolitischem Unvermögen ans Vermögen

Noch nie hat jemand in drei Zeilen mehr steuerpolitischen Schwachsinn von sich gegeben wie Kanzler Werner Faymann im Sommer-Interview mit der Zeitung ÖSTERREICH. Deren Herausgeber Wolfgang Fellner ist wohl auch der einzige Journalist im Land, dem man solchen Unfug reindrücken kann. Hier Frage und Antwort im Original.

ÖSTERREICH: Kommt die Vermögenssteuer?
FAYMANN: Ganz sicher. Eine Vermögenszuwachs-Steuer von 1 Prozent auf das Vermögen soll im neuen Budget enthalten sein und zwar als Quellensteuer, die direkt bei den Banken eingehoben wird, damit keiner tricksen kann.

Also was jetzt: Zuwachs- oder Substanzbesteuerung? Mit einer Zuwachssteuer von einem einzigen Prozent würde sich Faymann viele Freunde machen. KESt runter von 25 auf 1 Prozent – eine echte Ansage! Tatsächlich meint Faymann wohl eine Vermögenssteuer, also eine schleichende Enteignung durch den Staat. Wer 100.000 Euro auf der Bank hat, zahlt jedes Jahr schön brav 1000 an den Fiskus – unabhängig davon, ob das Geld sich vermehrt hat oder nicht.

Putzig ist auch der Hinweis auf die Quellensteuer „direkt bei den Banken“. Es wird nicht leicht für die Banken, die Steuern auf Immobilien, Gemälde, Schmuck und Briefmarkensammlungen einzuheben. Aber der Kanzler wird ihnen gewiss erklären, wie das geht. In drei Zeilen.

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